Paderborn Ahorn-Panther starten diesmal nicht als Favorit in die Zweitligasaison

2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Personalprobleme verhindern bei Ahorn Panthern optimale Vorbereitung auf die Spielzeit 2015/16. Maik Langner beendet seine Karriere nach einjähriger Verletzungspause. Auftaktmatch steigt am Samstag bei den Jena Caputs. Philipp Wilmes fällt noch verletzt aus

Zuversichtlich: Der noch verletzte Philipp Wilmes ist vor dem Saisonstart recht optimistisch. - © Marc Köppelmann
Zuversichtlich: Der noch verletzte Philipp Wilmes ist vor dem Saisonstart recht optimistisch. | © Marc Köppelmann

Paderborn. Der Countdown läuft. Die Rollstuhlbasketballer der Paderborner Ahorn-Panther starten an diesem Wochenende mit dem Auswärtsspiel bei den Jena Caputs (Sa., 19 Uhr) etwas verspätet in ihre sechste Zweitligasaison. Von der Möglichkeit, wie in der Saison 2011/12 den Titel holen zu können, sind die Ahorn-Panther, obwohl sich die Liga als etwas schwächer als im Vorjahr darstellt, diesmal doch weit entfernt. Die Vorjahresbilanz von 12:16 Punkten gilt es eher zu toppen.

Während sich in der zweiten Rollstuhlbasketball-Bundesliga Nord sportlich einiges getan hat, ist bei den Ahorn-Panthern bis auf den Vereinsnamen alles beim alten geblieben. Erstmals treten die hiesigen Rollstuhlbasketballer während der sechsjährigen Zweitligazugehörigkeit fortan unter dem eigentlichen Vereinsnamen Paderborner Ahorn-Panther (vormals SG Ahorn Panther Paderborn/Bielefeld) an.

Personell kann Trainer Detlef Tipp auf ein eingespieltes Team zurückgreifen. "Der kurzfristige endgültige sportliche Rückzug von Maik Langner konnte durch Marius Heinemann kompensiert werden, der schon im Vorjahr die Rückrunde miterlebte", sagt der Coach. Nach dem Abstieg von H.R.B. Essen mit Liga-Topscorer Markus Pungercar sind die Ahorn-Panther nun der Dino der Liga. Aber mit dem Erstligaabsteiger Jena Caputs sowie den beiden Westaufsteigern BBC Warendorf und Köln 99ers II sind alte Bekannte in die zweite Bundesliga Nord zurückgekehrt. Traditionell stieß die lange Vorbereitung in Paderborn auch diesmal auf zeitliche Probleme.

In diesem Jahr kam noch die Fußverletzung von Philipp Wilmes, dem Zweitplatzierten bei der MVP-Liga-Wahl, sowie das zusätzliche Engagement von Brian Roberts als neuem Trainer des Regionalligisten BSG Dortmund hinzu. "Wir waren teilweise nur sechs Spieler, um das neue Spielverhalten in der Offensive und Verteidigung einzuüben", so Coach Tipp, der beim Erstligaabsteiger Jena Caputs nun eine Art den Kaltstart mit seinem Team hinlegen muss. Trotzdem fährt man optimistisch und gut besetzt in die Saalestadt. Zwar wird Wilmes noch verletzungsbedingt fehlen und das Spiel nur per Liveticker verfolgen können, "ich hoffe aber, dass alle anderen auch ohne Testspiel von Beginn an konzentriert zu Werke gehen und wir uns für die Packung vor zwei Jahren in Jena zum damaligen Saisonstart revanchieren können", hofft Tipp.

Dass die Jenaer auch nach dem Abgang ihrer vier Topscorer ein hochwertiger Gegner sind, hat das Team am ersten Spieltag bei der 54:67 (30:31)-Niederlage bei Titelkandidat ASV Bonn zumindest mehr als eine Halbzeit unter Beweis gestellt. "Aber wenn wir konsequent über Jenas Low-Pointer spielen, ist ein Sieg für uns drin", erklärt Paderborns Flügel Maurice Eschen, der Jena in Bonn beobachtete. "Für uns wird es wichtig sein, diesmal schneller als im Vorjahr die zehn nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren", schaut Detlef Tipp voraus, "denn wir werden nicht in allen Spielen den kompletten Kader beisammen haben".

Weitaus optimistischer startet dagegen Wilmes in die Saison: "In der Liga werden der Vorjahres-Zweite Baskets 96 Rahden und der ASV Bonn den Titel unter sich ausmachen. Aber dahinter ist ein dritter Platz für uns möglich." Trotzdem heißt es Augen auf im Abstiegskampf. "In diesem Jahr haben die meisten Teams nur noch drei Leistungsträger auf dem Parkett und da können Verletzungen sowie die Foulbelastung ganz schnell spielentscheidend sein", so Trainer Detlef Tipp.

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