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Die Westdeutschen Meisterinnen vom VoR Paderborn (oben v. l.) mit Leoni Mohr (Langenberg-Benteler), Charlotte Tölle, Milla Rust (beide PB), Cemre Hekim (Delbrück), Marianna Sharafutdinova (Bad Lippspringe), Franziska Walter (Delbrück), Leonie Köhler (BaLi); (unten v. l.) Co-Trainer Maurice Fröhleke, Christin Mailo (BaLi), Kim Jana Linke (Salzkotten), Anna Leweling (PB), Noa Linn Brach (Büren), Alicia Schäfers (PB), Celine Fleischer (PB) und Trainerin Rebecca Wintermeyer. - © FOTO: THOMAS KÖHLER
Die Westdeutschen Meisterinnen vom VoR Paderborn (oben v. l.) mit Leoni Mohr (Langenberg-Benteler), Charlotte Tölle, Milla Rust (beide PB), Cemre Hekim (Delbrück), Marianna Sharafutdinova (Bad Lippspringe), Franziska Walter (Delbrück), Leonie Köhler (BaLi); (unten v. l.) Co-Trainer Maurice Fröhleke, Christin Mailo (BaLi), Kim Jana Linke (Salzkotten), Anna Leweling (PB), Noa Linn Brach (Büren), Alicia Schäfers (PB), Celine Fleischer (PB) und Trainerin Rebecca Wintermeyer. | © FOTO: THOMAS KÖHLER

Jubel über Titel und erste DM-Teilnahme

VOLLEYBALL: VoR Paderborn ist Westdeutscher U16-Meister und landet mit der U13 auf Rang vier

VON THOMAS KÖHLER, HOLGER FRETZER UND WERNER SCHULTE
20.03.2014 | Stand 18.03.2014, 18:28 Uhr

Kreis Paderborn. Unglaublich! Als jüngstes Team bei der Westdeutschen Meisterschaft haben die U16-Mädchen des Volleyball-Regionalkaders am Wochenende in Waltrop den Titel nach Paderborn geholt. Damit nimmt VoR erstmals an der Deutschen Meisterschaft teil. Eine weitere Top-Platzierung erreichte die weibliche U13 auf Rang vier.

Das Spielfeld – eine einzige Jubelzone nach dem 2:1-Endspiel-Sieg gegen den USC Münster. "Ich bin unglaublich stolz auf meine Mädels, kann es aber irgendwie immer noch nicht wirklich fassen", suchte Trainerin Rebecca Wintermeyer nach Bodenhaftung.

In der Vorrunde zunächst gegen Blau-Weiß Aasee gelang ein souveränen 2:0-Sieg (25:17, 25:15). Gegen den Titel-Favoriten RC Borken fand VoR nur schwer einen Rhythmus, spielte dann aber auf Augenhöhe. Beide Sätze gingen mit 23:25 nur knapp verloren. Damit war das Minimalziel, Platz 8, sicher.

Im Viertelfinale gegen den NRW-Liga-Dritten SCU Lüdinghausen zeigten die Mädels ihr Potenzial. Die Spielpraxis in der Damen-Bezirksklasse und –Bezirksliga, die Vorbereitung durch das Trainerteam mit Susanna Turner und Holger Fretzer erwies sich als Grundstein für die Harmonie auf dem Feld. Mit jedem gewonnenen Punkt stiegen Moral und Kampfgeist. Alle Spielerinnen hatten ihren Anteil am 25:21 und 25:23 gegen einen Mitfavoriten. Nach einer Nacht in der Jugendherberge in Haltern ging es am Sonntag im Halbfinale erneut gegen Borken um das große Ziel. Nach 25:17 im ersten Satz ließ VoR die Kontrahentinnen im zweiten Satz kaum mehr ins Spiel kommen: 5:1, 14:8, 20:15 – am Ende 25:18.

Die Erfolgsgeschichte wurde vor 300 Zuschauern im Finale gegen Münster weitergeschrieben. Nach der namentlichen Vorstellung kämpften die Spielerinnen auf beiden Seiten mit ihrer Nervosität. 25:23 für Paderborn – der erste Schritt. Münster konterte mit 13:25 beängstigend. Im entscheidenden Durchgang brachte eine Aufschlagserie von Milla Rust VoR soweit in Front, dass der Regionalkader noch mehrere Matchbälle vergeben konnte: 15:11 – danach brachen alle emotionalen Dämme.

Auch die weibliche U13 des Volleyball-Regionalkaders behauptete sich im Vorderfeld einer sehr ausgeglichenen Meisterschaft in Schwerte. Zwei knappe Zweisatz-Siege gab es in der Vorrunde gegen den überzeugend aufspielenden Neuling aus Mesum (25:20, 25:17) und den körperlich überlegenen Nachwuchs aus Dingden (25:19, 25:23). Im Viertelfinale schaltete die Mannschaft von Trainerin Johanna Haasler den Vorjahresdritten Erkelenz mit 2:1 Sätzen (25:15, 22:25, 15:8) aus.

Alles lief nach Plan, doch am Morgen vor dem Halbfinale gegen den Ausrichter VC Schwerte kam die Hiobsbotschaft: Mit Xenia Surkov konnte eine der erfahrenen Leistungsträger nicht spielen. Doch mit viel Schwung und einer Jetzt-erst-recht-Stimmung gewann das Team den ersten Satz deutlich mit 25:15. Dann riss der Faden völlig und angetrieben vom frenetischen Publikum spielte sich der Gastgeber in einen Rausch zum Ausgleich (15:25). Auch eine 5:1-Führung im Tie-Break brachte keine Sicherheit und so war mit 12:15 der Traum vom Finale ausgeträumt – Tränen flossen reichlich.

Gegen den starken Vorjahreszweiten Humann Essen musste mit Maja Pollkläsener noch die zweite erfahrene Spielerin verletztungsbedingt passen. Erst ein aussichtsloser 8:18-Rückstand löste alle Blockaden bei den unerfahrenen Mädchen, sie konnten sich freispielen und bis noch mal auf 18:20 herankommen. Beide Sätze gingen knapp verloren.

Darüber hinaus machten auch die U20-Mädels vom SV Sande bei diesen Titelkämpfen eine gute Figur. Nach dem dritten Vorrundenplatz spielte die von Trainer Martin Engel betreute Mannschaft anschließend um die Ränge 9 bis 12 und finishte in diesem Konzert der Großen schließlich als achtbarer Elfter. Damit sei die ursprüngliche Zielvorgabe vollends erreicht worden, zog Sandes Coach, der "wirklich stolz auf diese Mädchen ist", abschließend ein vollends zufriedenes Fazit. Insbesondere der abschließende 2:0-Erfolg über Bayer Leverkusen sei in diesem Wettbewerbsreigen fast schon ein bahnbrechender Meilenstein gewesen", freute sich Engel ("Schließlich waren wir krasser Außenseiter"), der allein die Qualifikation für diese Veranstaltung schon als "riesigen Erfolg" wertet. Zumal sein Team mit den beiden erst 14-jährigen Ina Röper und Ricarda Bedei angetreten sei. Bei den "harten Aufschlägen" der älteren Konkurrentinnen habe man deshalb ab und an auch "ein bisschen geschwommen", ergänzt Sandes Trainer, "angesichts der rein spielerischen Leistung hätten wir aber durchaus noch ein bis zwei Plätze besser abschneiden können".

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