Alexander Schröder (Nr. 1071) dominierte in Minden den Lauf über die 10 Kilometer. - © Foto: Sebastian Külbel
Alexander Schröder (Nr. 1071) dominierte in Minden den Lauf über die 10 Kilometer. | © Foto: Sebastian Külbel

Schröder und Nedderhoff vorn

LEICHTATHLETIK: Erste Gesamtsieger der Mühlenkreis-Serie stehen fest

VON THOMAS KÜHLMANN

Minden. Silke Rösener hatte kaum Zeit zum Luft holen. Am Ende reichte es nicht einmal mehr, sich Pokal, Goldmedaille und Urkunde für den eindrucksvollen Triumph beim Halbmarathon der Frauen im Rahmen des 39. Volkslaufes von Eintracht Minden abzuholen.

Die Hillerin, die in der Zeit von 1:28:03 Stunden den Wettbewerb dominiert hatte, war längst auf dem Weg zum nächsten großen Auftritt. Als Altsaxophon-Spielerin des Musikzuges Viktoria Hille musste sie anlässlich des 30-jährigen Bestehens am Abend in der Gemeinde beim Festkonzert aufspielen. "Ich bin einfach überglücklich, dass es so gut gelaufen ist. Das Wetter war top, ich habe mich gut gefühlt und hatte richtig Spaß auf der Strecke", empfand sie die "Durchgangsstation Halbmarathon", bei der sie der Konkurrenz schon einmal sportlich gehörig den Marsch geblasen hatte, als positiven Stress. Mit geschlossenen Augen hatte sie mit beträchtlichem Vorsprung die Ziellinie überquert und ist nach der neuerlichen Glanzleistung nur noch einen Triumph vom Mühlenkreisserien-Gesamtsieg auf der langen Distanz entfernt.

Diesen hat ihr männlicher Vereinskollege von Eintracht Minden, Michael Schirrmacher, bereits in der Tasche. Dazu reichte dem Aushängeschild des heimischen Langstreckenlaufens ein dritter Platz beim Halbmarathon. In der Zeit von 1:18:18 Stunden musste sich Schirrmacher diesmal nur Jan Kerkmann (TSVE Bielefeld/1:15:48) und Niklas Hoppe (ESV Eintracht Hameln/1:16:37) geschlagen geben. "Ich bin total glücklich über den dritten Platz, mit dem ich zur Hälfte des Rennens gar nicht mehr gerechnet hatte", sagte Schirrmacher im Ziel.

Bei Kilometer 17 hatte er den kenianischen Favoriten Kipkogei Stanley Kipkirui überholt, für den das Rennen kurze Zeit später unter tragischen Umständen beendet war. Der Afrikaner von SuS Phoenix Bielefeld brach mit Kreislaufproblemen zusammen, bekam noch an Ort und Stelle Infusionen und wurde ins Mindener Johannes-Wesling-Klinikum eingeliefert, wo er auch gestern noch weilte.

Grund zur Freude hatte auch Eintracht Mindens Sarah Hesse. Mit ihrem zweiten Platz in 40:54 Minuten über die Zehn-Kilometer-Distanz hatte sie sich ebenfalls vorzeitig den Gesamtsieg in der Mühlenkreisserie gesichert. Nur Gewinnerin Rosalie Schuster (TSV Hagenburg/39:16) war für sie an diesem Tage nicht erreichbar. "Die ist die ersten Kilometer einen Schnitt von 3:38 Minuten gelaufen, da musste ich abreißen lassen", sagte Hesse, die zugab, "sich im Windschatten männlicher Streckenkollegen danach pudelwohl gefühlt zu haben". Sprach’s, und holte im Ziel erst einmal tief Luft. Diese hatte Kollegin Rösener trotz Terminhatz im Übermaß – und meisterte die Dreifachbelastung im Stile eines wahren Champions.

Neben Michael Schirrmacher und Sarah Hesse (beide Eintracht Minden) hat auch Bernd Nedderhoff bereits den Gesamtsieg in der Mühlenkreisserie in der Tasche. Über fünf Kilometer war der Läufer vom ATSV Espelkamp auch in Minden nicht zu schlagen und feierte in 17:09 Minuten einen Start-Ziel-Sieg. Bei den Frauen setzte sich Maren Urner (Serpentine RC) in 18:22 Minuten vor den Zwillingen Lea (19:15) und Nele Weike (19:18) von Eintracht Minden durch.

Über zehn Kilometer der Männer gewann Alexander Schröder vom ATSV Espelkamp in 38:40 Minuten vor Benjamin Tschörtner (Hannover 96/36:29) und Sebastian kalinski (TG Werste/36:59).

Copyright © Neue Westfälische 2017
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group