Die Favoriten setzen sich durch

LEICHTATHLETIK: Neuer Teilnehmerrekord beim Lauf um den Auesee

152 Starter machten sich auf den Weg über die 10,3-Kilometer-Distanz. - © FOTO: MICHAEL MEIER
152 Starter machten sich auf den Weg über die 10,3-Kilometer-Distanz. | © FOTO: MICHAEL MEIER

Espelkamp. "Ich rechne mit einem Überraschungssieger. Die besten Läufer sind ja in Moskau", flachste Achim Hagemeyer vor dem Startschuss zu den 21,6 Kilometern um den Espelkamper Auesee in Anspielung auf die derzeit in der russischen Hauptstadt stattfindenden Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Die gute Laune bei den Organisatoren des ATSV Espelkamp war auch begründet. Trotz Urlaubszeit konnte der ATSV bei optimalen Laufbedingungen am Samstag 329 Starter bei der 33. Auflage "Auesee-Lauf" begrüßen. "Mit der Starterzahl können wir sehr zufrieden sein. Viel mehr verkraftet die Strecke auch nicht", so Hagemeyer.

Die 329 Teilnehmer bedeuteten einen neuen Teilnehmerrekord – im vergangenen Jahr hatten sich 319 Personen auf den Weg gemacht. Eine Klasse für sich war wieder einmal Michael Schirrmacher über die lange Strecke. Mit fast zwei Minuten Vorsprung holte sich der Läufer vom TuS Eintracht Minden den Sieg über die Halbmarathondistanz. Für Schirrmacher war es der dritte Sieg in der Mühlenkreis-Laufserie. Auf dem zweiten Platz lief Stephan Bretthauer, Gewinner des Auftaktlaufs in Werste, ins Ziel.

Schnellste Frau im Feld über die 21,6 Kilometer war die Mindenerin Silke Rösener. In Abwesenheit von Sandra Weise, die im Helferteam des ATSV Espelkamp eingespannt war, war "Frohnatur" Rösener, trotz der Anstrengung immer mit einem Lächeln im Gesicht, ohne echte Konkurrenz.

Waren die Rollen über die lange Distanz klar geregelt, so ging es über die 10,3 Kilometer wesentlich spannender zu. Bei den Männern lag dies wohl auch daran, dass dem Sven Weidner (Levern) und Alexander Schröder (Espelkamp) die beiden bislang überragenden Läufer der Mühlenkreis-Laufserie nicht am Start waren. Wie Weise war auch Alexander Schröder als Helfer an der Strecke. Schröder hatte seinen Erfolg bereits in der Tasche. Am Freitag abend hatte sich der Espelkamper souverän den Kreismeistertitel über die 10.000 Meter gesichert.

Geprägt war das Rennen von einem Dreikampf. Mit einem furiosen Schlussfinish holte sich Sebastian Maschmeyer (SC Herringhausen) seinen ersten Sieg in der diesjährigen Laufserie. "Es war das erwartet spannende Rennen. Die drei Erstplatzierten laufen wirklich auf Augenhöhe", so Hagemeyer zum spannenden Ausgang über die 10,3 Kilometer. Rund neun Sekunden nach Maschmeyer kam Oliver Neidiger (Eintracht Minden) ins Ziel, der dennoch sehr zufrieden mit seiner Leistung war, auch wenn nach den Plätzen 4,3 und 2 in den ersten drei Läufen diesmal die Steigerung ausblieb. Dritter wurde Ramin Madani (SF Niedersachsen), nur ganze fünf Sekunden hinter Neidiger.

Eine starke Leistung lieferte auch die ATSV-Nachwuchshoffnung Bence Schmalhorst. Der 18-Jährige wurde in 39:05,51 Minuten Sechster und war damit bester Starter aus dem Altkreis Lübbecke.

Bei den Damen war Sarah Hesse (Eintracht Minden) erwartungsgemäß nicht zu schlagen. Damit feierte die Mindenerin ihren dritten Sieg in der Mühlenkreis-Laufserie. Lediglich beim Lübbecker Wartturmlauf war Hesse nicht am Start, so dass damals Monika Marscheider (ATSV Espelkamp) die Gunst der Stunde nutzen konnte. Die Espelkamperin lief auf Platz zwei und verwies dabei Denise Stockmann (CVJM Isenstedt-Frotheim) auf den dritten Platz. Sowohl Marscheider (Seniorinnen 50) als auch Stockmann (Damen) sicherten sich ganz überlegen den Sieg in ihrer Altersklasse.

Ein einsames Rennen über die 5,3 Kilometer-Strecke lief Bernd Nedderhoff (ATSV Espelkamp). Über eine Minute Vorsprung hatte der Nedderhoff im Ziel auf den Zweitplatzierten Jan Wilhelm Dieckmann (TV Löhne). Bei den Damen bestimmte der Nachwuchs das Geschehen. Leider reichte es für Nele Bredenkötter (ATSV Espelkamp) nicht ganz zum Sieg. In Abwesenheit der beiden Weike-Schwester, die bislang die Rennen über diese Strecke dominiert hatten, musste Bredenkötter nur ganz knapp Louisa Wehrmann (Nienburg) den Vortritt überlassen.

Copyright © Neue Westfälische 2017
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group