Bessere Stimmung: Spielertrainer Timo Kenschner (l.) und Frederik Lösche (r.) holten mit Gehlenbeck zwei Siege in Folge. Der "Hattrick" kann am Sonntag in Hartum folgen. - © Andreas Gerth
Bessere Stimmung: Spielertrainer Timo Kenschner (l.) und Frederik Lösche (r.) holten mit Gehlenbeck zwei Siege in Folge. Der "Hattrick" kann am Sonntag in Hartum folgen. | © Andreas Gerth

Lübbecke Freude und Sorgen bei der HSG Hüllhorst

Frauenteam liegt in der Bezirksliga auf Meister- und Aufstiegskurs, Verbandsliga-Männer wollen raus aus der Negativspirale. TuS Wehe atmet nach Sieg durch

Andreas Gerth

Lübbecke. In der kommenden Saison könnte die HSG Hüllhorst mit ihren Handballfrauen sowohl in der Verbandsliga als auch in der Landesliga vertreten sein. Die zweite Mannschaft von Trainer Benjamin Grohmann steht in der Bezirksliga nach wie vor an der Spitze und geht - dank eines Patzers von Verfolger VfL Mennighüffen - mit einem Vier-Punkte-Vorsprung in die letzten fünf Saisonspiele. PRUNKSTÜCK ABWEHR Auch beim jüngsten 19:16-Erfolg gegen Hille konnte sich das Team um Jana Kölling auf ihr Prunkstück, die Abwehr, verlassen. Am kommenden Sonntag, 28. Februar, erwartet die HSG-Reserve den Tabellenvorletzten aus Lemgo (Anwurf 16 Uhr), dann könnte der nächste Schritt in Richtung Landesliga folgen. "Wenn du aufsteigen kannst, solltest du die Chance auch nutzen", so die Meinung von HSG-Spielwart Marco Stremming. GRÜNES LICHT AB 17. MÄRZ Die Planungen für das Verbandsliga-Männerteam seien "so gut wie durch", ergänzte Marco Stremming, der noch "zwei, drei lose Gespräche" führen werde. Während die Neuzugänge Mario Struck und Julian Hodde ab der Spielzeit 2016/2017 eingeplant sind, könnte Paul Reichelt noch in dieser Saison bei der HSG zum Einsatz kommen. Der Linkshänder, der bisher nur von der Zuschauertribüne mitfiebern konnte, ist ab dem 17. März für Hüllhorst spielberechtigt. Bei seinem alten Klub, den Verbandsligisten TuS Bommern, hinterlässt Reichelt übrigens einen positiven Eindruck. "Das ist für uns ein herber Verlust, sowohl sportlich als auch menschlich", kommentierte Bommerns Trainer Ingo Brebach Reichelts aus beruflichen Gründen vollzogenen Wechsel. SOG DER ABSTIEGSZONE Dass die Hüllhorster auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga spielen, ist allerdings noch nicht sicher. Nach 1:7 Punkten in Serie ist die HSG wieder in den Sog der Abstiegszone geraten. Vom Tabellenletzten Jöllenbeck II (6:32 Punkte) und Vorletzten TG Hörste (10:28) auf den Abstiegsrängen droht noch keine Gefahr, doch der Drittletzte HSG Spradow (13:25) ist den Hüllhorstern (16:22) gefährlich nahe gekommen. Auf das direkte Duell am 2. April in Spradow werden es die Hüllhorster nicht ankommen lassen wollen. Sie möchten schon am kommenden Samstag im Auswärtsspiel beim TV Verl raus aus der Negativspirale. GLÜCK IM UNGLÜCK Ersetzen müssen die Hüllhorster im wichtigen Spiel beim nur einen Punkt besseren TV Verl ihren Linkshänder Jonas Bartsch. Er knickte bei der 22:24-Heimniederlage gegen Rödinghausen um. "Der befürchtete Bänderriss scheint es nicht zu sein, aber mit einer starken Bänderdehnung wird Jonas für das Spiel gegen Verl wohl ausfallen. Unsere Hoffnung ist, dass er am 5. März im Heimspiel gegen Lit II wieder dabei sein kann", berichtet Andre Torge. BRUCH IM SPIEL Der HSG-Coach und seine Mannen nutzten das Training am Dienstag, um über die vertrackte Situation zu sprechen. "Wie in einigen Spielen zuvor hatten wir jetzt auch gegen Rödinghausen einen Bruch in unserem Spiel, nachdem einige Aktionen daneben gingen. In diesen Phasen müssen wir die Köpfe oben behalten und ausschließlich unsere Abläufe im Blick behalten", fordert Torge. WEHES GENERALPROBE Riesengroß war die Erleichterung am Sonntag beim TuS Wehe. Mit dem 22:21 bei Eintracht Oberlübbe beendete der Landesligist nicht nur eine Durststrecke von acht Spielen ohne Punktgewinn, sondern vergrößerte gleichzeitig den Vorsprung auf den Tabellenvorletzten Löhne/Obernbeck auf nun drei Zähler. Letzterer hat allerdings das Nachholspiel gegen Schlusslicht HSG Lemgo III in der Hinterhand. "Der Sieg war wichtig für die Tabelle, mehr aber noch für die Moral der Truppe", freut sich Wehes erleichterter Coach Marcel Ihlenfeld. Das nächste Spiel am Sonntag in eigener Halle gegen den Tabellendritten SG Detmold kann seine Mannschaft quasi als Generalprobe nutzen für die entscheidenden Duelle in Lemgo (5. März) und zu Hause gegen Löhne (13. März). HEIMSPIEL AM FREITAG Schützenhilfe für den TuS Wehe kann der TuS Nettelstedt II liefern. Das Team um Jan Schröder, mit 143 Treffern in 19 Spielen der erfolgreichste Torschütze der Landesliga, eröffnet den 20. Spieltag bereits am Freitagabend mit einem Heimspiel gegen die HSG Löhne/Obernbeck. Für Löhnes Trainer, den ehemaligen Nettelstedter Profi Michael Scholz, eine Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte. Anpfiff in der Nettelstedter Sporthalle ist um 19.30 Uhr. BESSERE STIMMUNG Deutlich verbessert hat sich die Stimmung beim Bezirksligisten TuS Gehlenbeck. Dafür sorgte am Samstag das 32:25 im Heimspiel gegen HC Steinheim, der zweite Sieg in Folge, und die darauf folgende Bekanntgabe, in Christian Kemenah einen neuen Trainer gefunden zu haben. Der frühere Weher werde im März beim Tabellenfünften einsteigen, bis dahin wird das Team weiterhin von Timo Kenschner als Spielertrainer und Co-Trainer Sebastian Griese geführt. Den dritten Sieg in Folge können die Gehlenbecker am Sonntag bei Schlusslicht TuS Hartum anpeilen.

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