Probleme in der Schlussphase: Der TuS Tengern (l. Pascal Bley) ließ sich zu leicht überspielen, Mastholte nutzte dies zum Ausgleich und späten Siegtreffer. Am Sonntag geht es zum Spitzenreiter. - © Stefan Pollex
Probleme in der Schlussphase: Der TuS Tengern (l. Pascal Bley) ließ sich zu leicht überspielen, Mastholte nutzte dies zum Ausgleich und späten Siegtreffer. Am Sonntag geht es zum Spitzenreiter. | © Stefan Pollex

Hüllhorst Erste Heimniederlage der Saison hinterlässt bei Landesligist TuS Tengern keine Spuren

Fußball: "Einmal kurz schütteln"

Andreas Gerth

Hüllhorst. Das Wetter war mies, das Ergebnis aus Sicht des TuS Tengern auch. Doch damit hielt sich Trainer Holm Hebestreit am Sonntag auf dem Hüllhorster Kunstrasenplatz nach dem 1:2 im Landesligaduell gegen RW Mastholte nicht lange auf. "Es sah ja nach einem weiteren Unentschieden aus, es wäre unser achtes gewesen, hätte uns aber nicht wirklich weiter geholfen. Von daher ist die Niederlage sogar zu verschmerzen." Seine Mannschaft blieb bei 28 Punkten auf Platz fünf stehen. Mit Ausnahme des Bad Lippspringer Auswärtserfolges in Steinhagen und dem damit verbundenen Sprung auf Platz zwei (31 Punkte) tat sich ansonsten in der Spitzengruppe nicht viel. Das Verfolgerduell zwischen RW Maaslingen und Bad Westernkotten (beide 30 Punkte) fiel aus, Spitzenreiter SC Verl II kam bei Schlusslicht TSG Harsewinkel nicht über ein 2:2 hinaus und führt die Tabelle mit 34 Zählern an. Am kommenden Donnerstag, 25. Februar, holen die Verler eine Partie bei RW Kirchlengern nach, am Sonntag empfängt der Tabellenführer dann den TuS Tengern. "Wir planen in erster Linie mit den Spielern, die wir haben" "Da in Verl Umbauarbeiten stattfinden, werden wir in der Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück spielen. Das ist sicherlich etwas Besonderes", ist Christian Meyer schon gespannt. Der Sportliche Leiter des TuS Tengern hofft in diesem Zusammenhang, dass einige Anhänger das Angebot zur Mitfahrt im Fanbus nutzen (siehe Infokasten). Gleichzeitig ist Christian Meyer damit beschäftigt, die Kaderplanung für die kommende Saison 2016/2017 abzuschließen. "In erster Linie planen wir mit den Spielern, die wir haben. Ich sehe uns in einer komfortablen Situation ohne große Not, zumal wir in der Winterpause mit Gregor Ramöller und Calvin König zwei junge Spieler mit Perspektive dazubekommen haben", betont der 41-Jährige. Der dritte Neue im Kader des TuS Tengern verpasste einen perfekten Einstand am Sonntag nur um Zentimeter. Der zur 71. Minute eingewechselte Schindar Mohammad setzte einen Schuss an den Pfosten, als die Partie beim Stand von 1:1 auf des Messers Schneide stand. Sie kippte schließlich auf die Seite der Gäste, die einen starken Endspurt hinlegten und sich mit dem Siegtor in der 90. Minute belohnten. "Damit haben wir ein Ausrufezeichen gesetzt und gezeigt, dass wir noch leben", freute sich Mastholtes Trainer Dirk Sellemerten, dessen Team vom zwölften auf den neunten Platz kletterte. Zuvor hatte der TuS Tengern seine Ordnung verloren. "Unser Pressing lief ins Leere. Dahinter sind große Lücken entstanden, die Mastholte geschickt genutzt hat. Wir sind zu leicht überspielt worden", monierte Trainer Holm Hebestreit, "und das, obwohl wir bei schwierigen Bedingungen den Wind im Rücken hatten." Tengerns Coach hatte am Sonntag keine einfache Auswahl zu treffen. Sechs Feldspieler sowie Ersatztorhüter Marcel Feder saßen auf der Bank. Mohammad, Knicker und Helmich wurden eingewechselt, "aber auch Stühmeier, Ramöller und König hatten wir in taktischer Hinsicht auf dem Zettel und hätten zum Einsatz kommen können", erklärte Hebestreit und machte damit deutlich, wie eng es derzeit im breiten und qualitativ stark besetzten Kader des TuS Tengern zugeht. Angeschlagen raus musste am Sonntag Yasin Köse. Der 22-Jährige droht mit einer Innenbandverletzung im Knie auszufallen. Ansonsten habe die erste Heimniederlage der Saison keine Spuren hinterlassen, meint Holm Hebestreit: "Wir werden uns einmal kurz schütteln, eine gute Trainingswoche absolvieren und versuchen, es gegen Verl besser zu machen."

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