Möchte mit ihrer Mannschaft den dritten Sieg in Folge landen: Auf TuS Nettelstedts Rechtsaußen Vanessa Olbrich wartet mit der Partie gegen Lit Handball II eine schwere Aufgabe. - © Jürgen Krüger
Möchte mit ihrer Mannschaft den dritten Sieg in Folge landen: Auf TuS Nettelstedts Rechtsaußen Vanessa Olbrich wartet mit der Partie gegen Lit Handball II eine schwere Aufgabe. | © Jürgen Krüger

Lübbecke Drei Handball-Spiele hintereinander in der Nettelstedter Sporthalle

HSG Hüllhorsts Trainer Andre Torge bemängelt fehlenden Mut. Glücksgefühle bei Sascha Kleffmann

Rainer Placke
Andreas Gerth

Lübbecke. In der Nettelstedter Sporthalle steht am kommenden Samstag erneut eine Dreifach-Veranstaltung mit Handball satt auf dem Terminkalender. Den Auftakt machen um 15 Uhr die Frauen des TuS Nettelstedt, die in der Verbandsliga ihr drittes Heimspiel in Folge gegen Lit Handball II zu absolvieren haben. Um 17 Uhr wird das A- Jugend-Bundesligaspiel zwischen der JSG NSM-Nettelstedt und dem Bergischen HC angepfiffen, ehe um 19.15 Uhr die Landesligapartie des TuS Nettelstedt II gegen die TG Detmold das Programm abrundet. FRAUEN-VERBANDSLIGA Sollte der TuS Nettelstedt auch sein drittes Heimspiel in Folge siegreich gestalten, würden die Hoffnungen auf den Klassenerhalt wieder etwas konkretere Formen annehmen. Gleichwohl dürfte es angesichts der Abstiegsregelung sehr schwer werden, dies überhaupt zu schaffen. Ganz sicher ist man als Fünftletzter, der Viertletzte erreicht eventuell die Relegation. Trotzdem konnte die Mannschaft Lars Halstenbergs zuletzt viel Selbstvertrauen tanken - und das soll am Samstagnachmittag auch wieder sichtbar werden. Im Hinblick auf die kommende Saison steht allerdings schon fest, dass neben Torfrau Janina von Behren (sie geht zum VfL Mennighüffen) auch die beiden Rückraumspielerinnen Karolin Weber und Carolin von der Ahe den Verein verlassen werden. "Wir brauchen auf jeden Fall noch neue Spielerinnen für den Rückraum", weiß der sportliche Leiter Matthias Möller. Geführt werden soll die künftige Mannschaft, die in der neuen Serie von "Jerry" Meyer trainiert wird, von der routinierten Anke Schuhbauer. Ein Heimspiel bestreiten am Samstag auch die Verbandsliga-Frauen der HSG Hüllhorst, und zwar gegen Eintracht Oberlübbe. HSG-Trainer Willy Zithier, der für das Saisonende seinen Abschied aus Hüllhorst angekündigt hat, möchte die Partie liebend gerne gewinnen. "Wir haben noch sechs Begegnungen und ich möchte mich vernünftig verabschieden", sagt Zithier, der in der kommenden Serie als Torwarttrainer bei den Frauen des TuS Lahde-Quetzen arbeiten wird. VERBANDSLIGA Es war schon eine kuriose Partie, die sich da am vergangenen Freitag in der Hüllhorster Sporthalle entwickelte. In der ersten Halbzeit lief es für Gastgeber HSG Hüllhorst (unterstützt von 350 Zuschauern, darunter Neuzugang Paul Reichelt) noch wie am Schnürchen, ehe der Faden riss. Angesichts des 9:17-Halbzeitrückstands hätte Portas Trainer Dennis Eichhorn "am liebsten einen Schnaps in der Pause ausgeschenkt, denn schlimmer konnte es ja nicht mehr werden", während sein Gegenüber Andre Torge nach der Gala des ersten Abschnitts in die Hände klatschen konnte. Doch nach dem Wechsel änderte sich das Bild, jetzt spielten fast nur noch die Gäste und nahmen beim 24:24 noch einen Punkt mit. "Wer zur Halbzeit 17:9 führt, muss ein Spiel nach Hause bringen", versuchte Andre Torge erst gar nicht, den Punktverlust schönzureden. "Uns hat der Mut verlassen. Sicherlich auch bedingt durch die drei Ausfälle haben wir nicht mehr genug Druck aufs gegnerische Tor bekommen. Doch das haben wir aufgearbeitet", betont der Hüllhorster Coach, der stattdessen lieber "den richtig guten Handball der ersten Halbzeit" herausstellen möchte. "Andenken" aus der Partie nahmen Arne Kämper (Prellung am Rücken), Jan-Philipp Meyer (Kapselverletzung an der linken Hand) und Götz Klasen (starke Prellung am Knie) mit. "Bei allen drei müssen wir abwarten, ob sie am Samstag dabei sein können", so Torge. Dann geht es für den Tabellenzehnten zur SpVg. Steinhagen. "Und da werden wir versuchen, uns den verlorenen Punkt wieder zu holen", kündigt der Hüllhorster Coach ehrgeizig an. LANDESLIGA Der TuS Nettelstedt II möchte seine zuletzt guten Leistungen am Samstagabend mit einem Heimsieg bestätigen. Michael Jankowski wird wieder auf der Bank sitzen, nachdem ihn zuletzt Matthias Möller in Oberlübbe vertreten hatte. Der sportliche Leiter ist seit Wochen damit beschäftigt, an dem Kader für die kommende Saison zu basteln - bislang gab es keine Zusagen. "Wir benötigen dringend einen Linkshänder für den rechten Rückraum als Nachfolger vor Stefan Bruns", weiß Möller, der sich nach wie vor optimistisch gibt, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen zu können. Die in den Fokus gerückten Christaki Kolios und Sebastian Redeker (beide HCE Bad Oeynhausen) tendieren allerdings eher dazu, in der Badestadt zu bleiben. Ganz andere Sorgen hat Marcel Ihlenfeld, der Trainer des TuS SW Wehe. Sieben Mal in Folge hat der Aufsteiger verloren, das Selbstvertrauen hat enorm gelitten. Und am Sonntag stellt sch mit der HSG Altenbeken/Buke der aktuelle Spitzenreiter in Rahden vor - alles andere als die achte Weher Niederlage hintereinander wäre total überraschend. BEZIRKSLIGA "Wir haben gejubelt, als wären wir Europameister geworden". Sascha Kleffmann, Trainer der HSG Hüllhorst II, empfand das 27:23 gegen Steinheim als "eine echte Befreiung", denn immerhin hatten er und sein Team seit dem 17. Oktober des vergangenen Jahres auf ein Erfolgserlebnis warten müssen. "Man merkt es jetzt auch im Training, die Stimmung ist natürlich wesentlich gelöster", erzählt Kleffmann, der sich am Saisonende gemeinsam mit den "Oldies" Christian Wiechert, Thomas Schröder, Arne Hägerbäumer und Jens Wegener zurückziehen wird. "Und nu n bin ich mir auch sicher, dass wir uns mit dem Klassenerhalt verabschieden werden", strahlt Kleffmann Optimismus aus.

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