Torschütze: HSG-Torwart Jan-Philip Schnute.
Torschütze: HSG-Torwart Jan-Philip Schnute.

Hüllhorst Hüllhorst erneut in Torlaune

VERBANDSLIGA: Erst der zweite Treffer von Torwart Schnute zählt

Wilfried Brase

Hüllhorst. Die HSG Hüllhorst verbreitete erneut gute Laune. Der Handball-Verbandsligist ließ dem 40:30 beim TSV Hahlen im nächsten Kreisduell gegen LiT NSM II ein 37:31 (19:16) folgen und bot seinen Zuschauern damit nach einer Durststrecke wie erhofft "endlich wieder" ein ordentliches Heimspiel. Herausragender Torschütze war Nils van Zütphen (10). Zudem traf Torwart Jan-Philip Schnute - eigentlich sogar zwei Mal, doch klauten ihm die Schiedsrichter mit ihrem Pfiff den ersten Treffer nach dem ersten Distanzwurf. "Wir haben wieder mehr als 30 Tore geworfen. Ich bin sehr zufrieden", stellte HSG-Trainer André Torge nach dem Schlusspfiff fest und verteilte ein Sonderlob an Nils van Zütphen: "Er hat in heiklen Situationen Verantwortung übernommen und uns vor allem mit seinen Toren hinter dem Freiwurfblock durch schlechte Phasen getragen". Die erste gab es trotz einer 2:0-Führung gleich in der Anfangsphase, da das dezimierte NSM II-Aufgebot, das nur einen Auswechselspieler auf der Bank hatte, immer wieder über den Kreis zu Treffern kam und bis zum 8:9 vorlegte. Zudem griff André Torge bereits in der 10. Minute zur Auszeit, als bei den studienbedingt ohne Arne Halstenberg angetretenen Gastgebern Routinier Götz Klasen verletzt ausscheiden musste. Mit der Umstellung auf eine defensive Abwehrformation bekam Hüllhorst den Angriff der Oberligareserve, bei denen Rückraumspieler Finn Wiebe nach 60 Minuten A-Jugend-Bundesliga gleich seinen nächsten Einsatz hatte, besser in den Griff. Beim 17:14 verpassten es die Gastgeber, sich erstmals auf vier Tore abzusetzen. Beim Distanzwurf von Jan-Philip Schnute war der Ball bereits fast im leeren NSM II-Tor, als die Schiedsrichter das Spiel unterbrachen. Der HSG-Torhüter holte seinen Treffer jedoch zum 21:17 in der 34. Minute schnell nach. Der Torreigen stockte noch einmal nach dem 22:17, da einige Chancen nicht genutzt wurden. NSM II kam noch einmal auf 23:22 heran, doch setzten sich die Gastgeber durch Treffer von Nils van Zütphen (2), Jonas Bartsch (2) und Marcel Kleffmann, der für Arne Halstenberg ins Aufgebot gerückt war, endgültig zum 28:22 in der 47. Minute ab. Letzter Aufreger war bereits eine rote Karte gegen Peter Grothe nach einem Foul an Schmitz ("der Spieler ist sogar noch ungehindert zum Wurf gekommen"). Grothe musste sich die letzten elf Minuten von der Tribüne aus anschauen. Die HSG Hüllhorst konnte sich in der Schlussphase ohnehin bereits auf die anschließenden Feierlichkeiten in der Siebenmeterstube vorbereiten. Während die Gastgeber in Feierlaune waren, zeigte sich auch Verlierer LiT NSM II nicht gänzlich unzufrieden mit der eigenen Leistung. "Mit unserer knappen Besetzung haben wir ein gutes Spiel gemacht. Nur ist das Ergebnis am Ende etwas zu hoch ausgefallen", meinte Trainer Werner Eyßer, der praktisch ohne Rückraum antreten musste. HSG Hüllhorst      37 LiT NSM II             31 HSG Hüllhorst: Schnute (1), ab 54. und beim 7m Specht; van Zütphen (10), Grothe (4), Wiemann, Meyer (3), Bartsch (5), Fischer (5/3), Blomenkamp (4), Heidenreich (1), Kleffmann (3), Depping, Budde (1). LiT NSM II: Körtner, 14. bis 49. Hanf; Glöckner (9/5), Schmitz (5), Gerling (3), Birkner (6), Wiebe (1), Rodenberg (6), Weber (1). Zeitstrafen: 12:8 Minuten. Rote Karte: Grothe (49.). Siebenmeter: 3/3 : 5/5. Torstationen: 2:0, 2:3, 3:4, 4:5, 5:6, 6:7, 8:9 (16.), 10:9 (18.), 12:10 (20.), 14:11, 15:12, 16:13, 17:14, 18:15, 19:16 – 19:17, 22:17 (35.), 22:20 (39.), 23:20, 23:22 (41.), 28:22 (47.), 29:23, 30:24, 31:25, 32:26, 34:27 (54.), 36:28, 37:31.

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