Andrea Tönnies (v.l., GC Westfalia Gütersloh), Lore Naue (GC Widukind-Land), Heidi Wiemann (Osnabrücker GC), Friederike Körfer (GC Duisburg Niederrhein). Später bei der Tombola wird Heidi Wiemann den von Andrea Tönnies gestifteten Ring gewinnen. - © FOTO: JÜRGEN KRÜGER
Andrea Tönnies (v.l., GC Westfalia Gütersloh), Lore Naue (GC Widukind-Land), Heidi Wiemann (Osnabrücker GC), Friederike Körfer (GC Duisburg Niederrhein). Später bei der Tombola wird Heidi Wiemann den von Andrea Tönnies gestifteten Ring gewinnen. | © FOTO: JÜRGEN KRÜGER

"Wir helfen uns gegenseitig"

VON JÜRGEN KRÜGER

Bad Oeynhausen/Löhne. Es sind Freunde und Geschäftspartner, die Hermann Gärtner jedes Jahr zum Golfturnier um den Porta-Cup einlädt. Er kennt sie alle persönlich und er begrüßt sie auch alle persönlich. "Mein lieber Reiner – schön dass du da bist. Nun geh mal erst einmal etwas frühstücken", sagt der 79-Jährige zu Herzchirurg Reiner Körfer, der seinen Hauptwohnsitz nach wie vor in Bad Oeynhausen hat, sich aber die meiste Zeit an seinem Arbeitsort Duisburg aufhält.

Kennen gelernt haben sich Hermann Gärtner und Reiner Körfer vor vielen Jahren bei einem Konzert in Bad Salzuflen. Daraus wurde eine Männerfreundschaft, die bis heute anhält und gegenseitigen Zwecken dient. Professor Körfer ist stark engagiert bei der Kunstherzforschung, Hermann Gärtner bei der Unterstützung geistig behinderter Menschen. "In beiden Fällen kann die öffentliche Hand die Finanzierung nicht alleine gewährleisten. Da müssen wir selber mithelfen", sagt Körfer. Die Andreas-Gärtner-Stiftung sieht Bad Oeynhausens Ehrenbürger auf dem richtigen Weg. "Das Bewusstsein über behinderte Menschen sowie deren Bedürfnisse und Probleme hat in unserer Gesellschaft in den vergangenen Jahren zugenommen. Auch die Einstellung zu helfen hat sich verbessert. Dazu hat die Andreas-Gärtner-Stiftung sicherlich beigetragen", lobt Körfer.

Dieser Überzeugung ist auch Andrea Tönnies. "Ich finde die Idee großartig, weil durch sie vielen Menschen geholfen wird", sagt die 53-Jährige, die in Rheda-Wiedenbrück einen Juwelierhandel betreibt. Die Schwester des Fleischfabrikanten Clemens Tönnies ist mit Heidi Wiemann, Friederike Körfer und Lore Naue in einem Team, das sich gemeinsam den Aufgaben der 18-Loch-Bahn des Golf-Clubs Widukind-Land stellt. "Dieses Turnier ist jedes Jahr ein Highlight", fügt Sandra Jakob aus Halle hinzu, während die Gütersloherin Gisela Bronckhorst ergänzt: "Ich finde es besonders gut, dass die Spenden eins zu eins bei den geistig behinderten Menschen und ihren Angehörigen ankommen."

Sportlich betrachtet gerät das Turnier zur Nebensache. "Wir wollen heute Spaß haben und nicht mit zu viel Ehrgeiz an die Sache herangehen", sagt Reiner Körfer, der seit zwölf Jahren Golf spielt mit einem Handicap von 13,9 nicht gerade zum Fallobst gehört. Und Hermann Gärtner (Handicap 21,6) fühlt sich jedes Mal als Sieger, wenn "ich eine 18-Loch-Anlage durchlaufen habe".

Die Idee zum Golfturnier um den Porta-Cup hatte seinerzeit übrigens Jürgen Marksmann, heute noch Spielleiter. "Ich hatte damals ein Golfturnier für krebskranke Kinder organisiert, da sagte Jürgen Marksmann, dass so ein Turnier doch auch etwas für die Andreas-Gärtner-Stiftung wäre", so Gärtner. Das ist mittlerweile 19 Jahre her, und die 20. Auflage im kommenden Jahr ist bereits in Planung. Wenn es nach Hermann Gärtner ginge, dann würde es dieses Spenden-Turnier noch viele Jahre geben. "So lange meine Augen offen sind, mache ich weiter", sagt der Unternehmer.

Die Sieger

Brutto: Siegbert Lilienkamp, GC Widukind-Land (24 Punkte), Bebban Ingrid Seidel, GC Widukind-Land (25 Punkte).

Netto: Klasse A – Friedhelm Schnitzmeier, GC Widukind-Land (37 Punkte), Klasse B – Jutta Exter-Sottmeier, GC Gut Welschof Senne (42 Punkte), Klasse C – Beate Paersch-Summer, GC Widukind-Land (47 Punkte).

Nearest to the pin: Heidi Thies, Miachel Krapp.

Nearest to the line: Kirsten Fischer, Günter Werder.

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