TuS rührt Beton an

HANDBALLKISTE: Möllbergen zeigt, wo der VfL verwundbar ist

Mennighüffens Mittelmann Marco Büschenfeld (l.) im Gespräch mit Schiedsrichter Rüdiger Gerks. - © FOTO: JÜRGEN KRÜGER
Mennighüffens Mittelmann Marco Büschenfeld (l.) im Gespräch mit Schiedsrichter Rüdiger Gerks. | © FOTO: JÜRGEN KRÜGER

Löhne-Mennighüffen. Vielleicht etwas zu hoch, in der Summe aber verdient, hat Handball-Verbandsligist VfL Mennighüffen das Spitzenspiel gegen den TuS 09 Möllbergen verloren. Beim 22:29 (8:9) boten beide Teams den 450 Zuschauern in der proppevollen Mennighüffener Sporthalle einen exzellenten Handballabend.

Möllbergen hatte sich akribisch auf diese Begegnung vorbereitet, war sogar schon umgezogen in der Sporthalle, als sich die Mennighüffener noch mit ihren Sporttaschen in den Gängen befanden. "Möllbergen scheint ja regelrecht Angst vor uns zu haben", mutmaßte Frank Käber, Trainer des VfL. Dreimal hatte sich Möllbergens Trainer Bert Fuchs seinen Gegner vor diesem Spiel angesehen. Und die Erkenntnisse, die der 50-Jährige dabei gewonnen hat, setzte seine Mannschaft erfolgreich um. Das Zusammenspiel zwischen Mennighüffens Mittelmann Marco Büschenfeld und Kreisläufer Arne Birkner zu unterbinden, war für Fuchs von zentraler Bedeutung. Außerdem musste die Abwehr dafür sorgen, dass die beiden Rückraumspieler Arne Kröger und Julian Peitzmeier sich nicht zu sehr entfalteten. Das hört sich in der Theorie einfach an, ist es aber nicht, weil der VfL sein Handwerk versteht. Aber diese knackige 6:0-Abwehr in Verbindung mit einem überragenden Torwart Jonas Vieker zog den Gastgebern den Zahn. Mennighüffen hat sich nichts vorzuwerfen, denn Möllbergen ist in dieser Verfassung Titelkandidat Nummer eins.

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Vorwürfe gab es in Richtung Schiedsrichtergespann Hartmut Saupe und Rüdiger Gerks. Sie hätten dem Spiel keine eindeutige Linie gegeben, so der Kern der Kritik und ähnliche Situationen auf beiden Seiten oft unterschiedlich bewertet. Sie werden damit leben können, denn diese Begegnung zu leiten, war sicherlich nicht einfach. Es gab in diesem Spiel auf gutem Verbandsliga-Niveau viele versteckte Fouls und hartes Einsteigen auf beiden Seiten. Außerdem spielten die Mannschaften auch nicht fehlerfrei, so dass beide ausreichend Gelegenheit hatten, das Spiel für sich zu entscheiden. Mennighüffen brachte es zum Beispiel fertig, beim 4:3 (15.) zwei Wechselfehler hintereinander zu produzieren. "Ihr seid zu blöd", skandierten daraufhin die Möllbergener Fans.

Zu blöd ist der VfL sicher nicht, trotzdem hat er sich die Niederlage selbst zuzuschreiben und ist vorerst aus der Spitzengruppe ausgeschieden. Am kommenden Samstag beim HSV Minden-Nord wird ihm wahrscheinlich nicht so ein Bollwerk entgegenstehen wie jetzt gegen Möllbergen, auch wenn HSV-Trainer Jochen Borcherding wissen müsste, wie man den VfL schlägt. Aber die Achse Büschenfeld und Birkner auszuschalten, gelingt nicht jeder Mannschaft.

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