Bewusstes Atmen erhöht die Energie, verbessert die Gesundheit und bringt den gesamten Organismus ins Gleichgewicht, sagt Christopher Yim.
Bewusstes Atmen erhöht die Energie, verbessert die Gesundheit und bringt den gesamten Organismus ins Gleichgewicht, sagt Christopher Yim.

Mucksmäuschenstill bei Atem-Arbeit

Einstiger Sänger bei den Les Humphries Singers, Christopher Yim, begeistert die Teilnehmer in Löhne

Christopher Yim zeigt eine Atemübung.
Christopher Yim zeigt eine Atemübung.

Löhne. Es ist mucksmäuschenstill! Ungewöhnlich in einer Kampfsportschule, in diesem Fall im Sportstudio Stingl in Löhne. Aber an diesem Tag ist alles bedächtiger, wird nicht auf den Sandsack getreten und werden keine Kampfsport-Techniken geübt, sondern liegen die Teilnehmer verteilt auf der großen Matte und lauschen nur der Stimme eines Mannes.

Er gibt die Anweisungen und seine "Schüler" setzen die ohne Murren um. Christopher Yim (siehe kurzes Portrait an anderer Stelle auf dieser Seite) und Studio-Inhaber Gerd Stingl kennen sich schon aus den flippigen 70er Jahren, als der jetzt 65-Jährige noch bei der legendären Multikulti-Truppe Les Humphries Singers auf der Bühne stand, und sind mittlerweile befreundet. Da bot es sich natürlich glänzend an, dass der einstige Kung-Fu-Lehrer und schon lange auch im Qi Gong bestens ausgebildete Christopher Yim aus seiner Wahlheimat Essen mal auf einen Sprung nach Löhne ansetzt. Und die Teilnehmer sind nach den etwa zweieinhalb Stunden begeistert, einige fühlen sich nach den Übungen leicht wie eine Feder.

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Was versteht der Laie aber unter Qi Gong überhaupt? Qi heißt unter anderem Atem, Dampf oder Energie. Und Gong Arbeit, Sachkenntnis oder eine gute Leistung. "Qi Gong bedeutet nach meiner Lehre Atem-Arbeit. Alles, was wir machen und tun, alles was wir sehen, hören, denken, sagen und fühlen, alles was wir erfahren und erleben, benötigt Qi", erklärt Christopher Yim. "Jeder von uns wird mit einer bestimmten Menge von Qi geboren. Wenn das Qi ausgeschöpft ist, wird sich der Kreis des Lebens vollenden. Negative Verhaltensmuster, geistiges Unwohlsein, unausgeglichenes Gefühlsleben, Bewegungsmangel, einseitige Ernährung und zu flaches Atmen verunreinigen und trüben das Qi, und es wird träge", ergänzt Chris Yim, der stets einen flotten Spruch auf den Lippen hat und äußerst sympathisch rüberkommt. Langweilig wird es niemandem auf der Matte und später auch stehend bei den Stellungs- und Dehnübungen zur Förderung der Atmung, zur Kräftigung der Bein- und Fußmuskulatur sowie zur Erhaltung der Gelenkigkeit und Geschmeidigkeit. "Mit Qi Gong ist das machbar bis ins hohe Alter", sagt Christopher Yim. Er ist schließlich das beste lebende Beispiel, wie geschmeidig, schnell und katzenhaft ein Mensch auch noch mit 65 Jahren sein kann.

Zum Abschluss des Lehrgangs demonstriert er dann auch noch einige Kampftechniken, schließlich kommt er aus dem Kung Fu. Und wieder kommt Begeisterung auf. Es ist sehr professionell, wie Christopher Yim sein Qi Gong Wu Fang Chuan (Atem-Arbeit durch den Weg der fünf Himmelsrichtungen) rüberbringt, denn er weiß wovon er spricht. Seit zehn Jahren behandelt er schon Patienten der Klinik Blankenstein/Hattingen, der ersten Modellabteilung für Naturheilkunde in NRW. Außerdem ist Christopher Yim auch noch Referent des Landessportbundes NRW und hat fünf Jahre bundesweit für die Deutsche Bank Kurse in Stressbewältigung durchgeführt. Stressfrei haben auch die Teilnehmer das Sportstudio verlassen. Qi Gong machts möglich

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