Das belgische Defensivduo Helen Jaques (l.) und Jessy Torreele (2. v. r.) hat gestern zur Freude von Trainerin Tanja Schulte (2. v. l.) und Vorsitzende Birgit Schmidt beim Erstliga-Aufsteiger zugesagt. - © FOTO: WALTER DOLLENDORF
Das belgische Defensivduo Helen Jaques (l.) und Jessy Torreele (2. v. r.) hat gestern zur Freude von Trainerin Tanja Schulte (2. v. l.) und Vorsitzende Birgit Schmidt beim Erstliga-Aufsteiger zugesagt. | © FOTO: WALTER DOLLENDORF

Verstärkung aus Belgien

FRAUENFUSSBALL-BUNDESLIGA: Herforder SV verpflichtet ein Defensiv-Duo

VON WALTER DOLLENDORF

Herford. Beide feierten sie am vergangenen Samstag mit einem Sieg gegen den Favoriten Standard Lüttich sensationell die belgische Meisterschaft. In der kommenden Saison werden Helen Jaques und Jessy Torreele mithelfen, dass der Herforder SV als Aufsteiger in die Bundesliga möglichst wenig Gegentore bekommt. Die beiden Belgierinnen sagten beim Herforder SV Borussia Friedenstal zu.

Trainerin Tanja Schulte ist begeistert, dass nach Lena Wermelt vom FCR Duisburg, die am Montag vorgestellt wurde, zwei weitere Defensiv-Spezialistinnen mit Gardemaß von rund 1.80 Meter die Abwehrreihe in der kommenden Saison verstärken. "Wir haben nun eine mehr als realistische Chance auf den Klassenerhalt." Die beiden lernten die Verhältnisse beim HSV bereits bei einem Probetraining kennen und überzeugten dabei voll mit ihrer "Robustheit und Athletik" (Schulte). Jessy Torreele und Helen Jaques spielten bislang beim VV Sint-Truiden. Die 22-jährige Jaques, die im Defensivbereich vielseitig verwendbar ist, hat bereits 14 Länderspiele absolviert. Die erfolgreiche Saison der Limburgerinnen rückte nun auch die ein Jahr ältere Innenverteidigerin Torreele in den Fokus. Sie erhielt gerade ihre erste Länderspiel-Einladung. Die beiden schauten sich im Zuge ihres Probetrainings das Zweitligaspiel des HSV gegen Kiel an. Ihr Eindruck: "Die deutsche 2. Liga hat ungefähr das Niveau der belgischen Eliteliga", sagt Jessy Torreele.

Trainerin Tanja Schulte hatte nach dem Aufstieg immer wieder betont, dass im Kader für die 1. Liga wesentlich mehr Konkurrenzkampf entfacht werden muss. Sieben Zugänge hatte sie sich gewünscht, fünf stehen nun bislang nach Torfrau Tessa Rinkes (USV Jena), Offensivspielerin Marion Gröbner (USC Landhaus Österreich) sowie den Defensivspielerinnen Wermelt, Torreele und Jaques auf der Habenseite. "Unsere Personalplanungen sind noch nicht beendet", sagt die HSV-Vorsitzende Birgit Schmidt. Zwei Spielerinnen werden wohl noch kommen, zudem stehen einige Vertragsverlängerungen aus.

Schulte und Schmidt sind froh, dass der Verein mit Hilfe der Herforder Wirtschaft für die Spielerinnen ein Gesamtpaket schnüren kann. Mit finanziellen Dingen kann der HSV niemanden nach Herford lotsen, wohl aber mit Arbeitsplätzen. So konnte sich Jessy Torreele unter zwei Stellenangeboten entscheiden. Helen Jaques, die mit ihrer Landsfrau in eine Wohngemeinschaft zieht, wird ihr Sportstudium in Belgien fortsetzen, wird das aber in der kommenden Saison auf der Basis eines Fernstudiums erledigen. "Ich bin glücklich, dass neben den sportlichen auch die anderen Dinge hier geregelt werden", lobt Schulte die Arbeit im Hintergrund.
     

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