Erzielte drei Tore: FCO-Stürmer Hashem Celik. - © Ingo Büchel
Erzielte drei Tore: FCO-Stürmer Hashem Celik. | © Ingo Büchel

Löhne/Bad Oeynhausen Fußball-Bezirksliga: FC Bad Oeynhausen und TuRa Löhne erledigen ihre Hausaufgaben

Tore von früh bis spät

Wolfgang Döbber

Löhne/Bad Oeynhausen. Gleich drei Mal haben sie in den 90 Minuten Revanche genommen für die 0:3-Heimschlappe aus der Hinrunde. Fußball-Bezirksligist FC Bad Oeynhausen kannte beim 9:0-Triumph in Werl-Aspe auf dem Kunstrasenplatz keine Gnade und knipste von früh (7. Minute) bis spät (88. Minute) die Tore. Fein durchkombiniert haben sie sich. Das war hohe Fußballschule. Die Auswärtsbestien der Bezirksliga sind mit drei Siegen derzeit die Kicker von TuRa Löhne, die nach Dützen (2:1) und Kutenhausen/Todtenhausen (5:0) auch aus Bruchmühlen mit einem Erfolg heimkehrten. Nach dem allzeit verdienten 4:1 haben die Löhner schon 23 Punkte auf dem Konto und die Abstiegsränge verlassen. FC Bad Oeynhausen Der FCO wie er singt und lacht: Karneval ist zwar vorbei, aber in der Kabine des FCO ging es nach dem 9:0 dennoch rund. Vorstand und Freunde gaben einen aus, alle hatten Grund zum Fröhlichsein. Ein 9:0 in der Fremde ist - auch in der Bezirksliga - eine echte Rarität. Sie darf ein paar Augenblicke durchaus genossen werden. "Donnerstagabend geht es schon weiter gegen Kutenhausen-Todtenhausen", warnte Trainer Holm Windmann zugleich, und da wollen die FCO-Sturm-und-Drang-Kicker den fünften Sieg der Rückrunde eintüten und auf 39 Punkte aufstocken. "Wir haben die Treffer am Sonntag teilweise traumhaft herauskombiniert, brauchten den Ball nur noch ins leere Tor schieben", war Holm Windmann sehr zufrieden nach dem Sieg. Da in Werl-Aspe zuvor eine höherklassige Frauenmannschaft (Landesliga) ab 15 Uhr auf dem Kunstrasen kickte, wurde die Partie recht spät noch auf 17 Uhr terminiert. Doch auch so waren die FCO-Kicker sofort hellwach, ließen ihren Torwart Mirko Göhner erst gegen Ende der Partie seine Fertigkeiten zeigen. "Da hat er zweimal klasse pariert", lobte Windmann den "Fänger". Gute Kunde gab es auch von Kevin Reimer, der sein Comeback mit einem Treffer würzte, derweil Betim Sahitaj bei der "Zweiten" in der Mindener A-Liga Praxisluft schnupperte. "Wir waren weiter gierig, die Jungs waren konsequent auf Tore aus", schloss Windmann den historischen Tag. Bemerkenswert noch: Torjäger Timo Mühlmeier ging doch tatsächlich leer aus. Ein gewisser Hashem Celik, drei Treffer in Werl-Aspe, zog an Mühlmeier (zehn Tore) in der Torjägerliste vorbei und steht nun bei elf Toren für den FCO. Am Donnerstag erwartet der Tabellenfünfte (36 Punkte) im Stadion ab 19.30 Uhr die Elf vom SV Kutenhausen-Todtenhausen mit dem langjährigen FCO-Trainer Rolf Kuntschik, der an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt. Das Hinspiel an einem Freitagabend unter Flutlicht gewann der FCO kurz vor Schluss mit 2:1. Der SVKT steht nach den Erfolgen von Union Minden und TuRa Löhne bei 27 Punkten (neun Siege, zwölf Pleiten) wieder mehr unter Druck im Kampf um den Klassenerhalt. TuRa Löhne TuRa Löhne geht derzeit in der Rückrunde gerne sportlich "fremd". Der dritte Auswärtssieg in Folge machte Spaß und ließ nach dem unglücklichen Last-Minute-1:2 gegen Preußen Espelkamp viele TuRaner durchatmen. Die Mission Klassenerhalt rückt wieder in greifbare Nähe. Trainer Stefan Studtrucker hält die Spannung und Motivation ("Von Spiel zu Spiel, denn nur so schauen wir nach vorne") hoch, die Mannschaft belohnt ihn mit Leistung. "Die Laufbereitschaft war sofort da, wir haben die Zweikämpfe angenommen und gewonnen, hätte nur nach dem 3:0 früher den Sack zumachen müssen", analysierte Studtrucker. Lars Bürger belohnte seine gute Frühlingsform mit dem 1:0 per Kopf nach einer Flanke von Marcel Rinnelt. Dieser Spieler traf dann wenig später nach einem Querpass seines Bruders Marc Rinnelt, der wiederum den 4:1-Endstand nach Vorarbeit von Sven Wihan besorgte. Dazwischen lag Olcay Esens 3:0 per Foulelfmeter. Glück hatte TuRa einmal bei einem Freistoß von Luigi Di-Bella an den Innenpfosten, der Ball sprang wieder raus. "Den Sieg kurz genießen, dann haben wir spielfrei, und dann geht es zum SuS Holzhausen", blickt Studtrucker nach vorne. Holzhausen? Genau, da gilt es, das bittere 1:8 aus der Hinrunde wettzumachen. Sah es doch seinerzeit zur Pause beim Stand von 1:1 nicht nach dieser Lektion aus. TuRa hat daraus gelernt, auch wenn bisher in der Fremde (nun 13 Punkte) der größte Ertrag eingespielt wurde. Spricht für den nächsten Coup!

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