Bad Oeynhausen Erneut ein großer Umbruch

FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Neuland für den FCO / Zweikampf im Tor ist eröffnet

Egon Bieber

Bad Oeynhausen. Sie betreten Neuland! Eine 1. Fußballmannschaft des FC Bad Oeynhausen spielt zum ersten Mal in der Bezirksliga. In den vergangenen 34 Jahren nach der Vereinsgründung gab es sonst nur Verbands- und Landesliga-Fußball in der Kurstadt zu sehen, nun ist nach dem Landesliga-Abstieg die Bezirksliga das neue Fußball-Zuhause für die FCO-Erste. Und an diese neue Spielklasse gilt es sich schnell zu gewöhnen und zu etablieren, sagte Trainer Holm Windmann bei der Teampräsentation am Samstag im Stadion an der Leiter. "Und dann eventuell um die Plätze drei bis sechs zu spielen", ergänzte Windmann, aber er warnte gleichzeitig vor zu großen Erwartungen. Schließlich gilt es nach dem großen personellen Umbruch vor einem Jahr erneut einen weiteren großen Umbruch im Team zu bewältigen. Zwölf Abgängen stehen acht Neuzugänge gegenüber, davon der Großteil aus der Herforder A-Liga und der eigenen Jugend. Alle mit Talent ausgestattet, aber ob sie sofort zu Leistungsträgern in der Bezirksliga avancieren, den Beweis müssen sie erst antreten. "Diese acht neuen Spieler müssen wir erst integrieren und sind deshalb nicht von heute auf morgen als Mannschaft gefestigt", sagte Holm Windmann. "Aber sie füllen auch nicht nur die Positionen 13 bis 20 auf, sondern bringen auch einiges an Potenzial mit. Allerdings haben wir durch die Abgänge auch viel an Potenzial verloren." Bei den Neuzugängen hat der FCO auch darauf geachtet, dass sie charakterlich ins Team passen. "Mit Dirk Göhner und Hartmut Vogt war ich darüber einig, dass wir im Kader auch etwas von der Struktur machen müssen. Etwas ändern wird sich auf jeden Fall in der Hierarchie im Team, denn Yasin Cekerek und Tim Rogalski waren bei ihren ehemaligen Klubs Kapitän und Andre Schröder ist auch ein Führungsspieler. Da muss bei uns auf der Wiese Theater sein", so Holm Windmann, der vor allem die Spieler aus der Herforder A-Liga gut kennt. Offensiv sieht der Trainer den 20er Kader (18 Feldspieler und zwei Torhüter) recht gut aufgestellt. Weiter dran gearbeitet werden muss an der Minimierung der individuellen Fehler, denn die Gegentorquote in der Landesliga-Saison war viel zu hoch. Defensiv muss das Team besser agieren. "Denn hinten wird die Ente fett", sagte der Sportliche Leiter Hartmut Vogt. "Der Zweikampf im Tor ist eröffnet", sagte Windmann. "Es geht bei Null los. Beide Torwarte sind auf Augenhöhe. Mirko weiß, das er keine gute Saison gespielt hat. Tim habe ich zweieinhalb Jahre betreut. Er ist mit knapp 1,70 Meter nicht der Größte, aber Fußball-technisch und in Eins-gegen-Eins-Duellen sehr stark. Er hat zuletzt sehr konstant agiert." Von Andre Schröder erwartet der Trainer in der Defensive, dass er die Rolle des Häuptlings annimmt und die Mitspieler führt. "In Extertal hat er das überragend gemacht und auch auf der Sechs stark gespielt", so Windmann. Maximilian Cuwalsky ist flexibel in der Viererkette einsetzbar (Spielintelligent, so Windmann), hat in der Landesliga-Jugend jeweils beim SC Herford und Fichte Bielefeld eine gute Ausbildung genossen. In der Rückrunde der vergangenen Saison war er lange verletzt, muss wieder in Rhythmus kommen. Linksfuß Yasin Cekerek kickte schon mal in der Bezirksliga beim TSV Schötmar und TuS Petershagen-Ovenstädt und kann links in der Viererkette sowie auf der Sechs spielen. Tim Rogalski ist im Mittelfeld überall einsetzbar und Alexander Kran soll mit seiner Schnelligkeit auf der Außenbahn (kann auf beiden Seiten spielen) für Druck nach vorne sorgen. "Die beiden Jungs aus der Jugend, Xemgin im Angriff zentral und Timo auf der Außenbahn, aber auch in der Spitze, sind zwei Talente, die Hoffnung machen", sagte Trainer Holm Windmann. Beim Trainingsauftakt fehlten fünf Spieler, vier davon sind in Urlaub. Unter anderem Tobias Seeger noch bis Ende August. Er weilt in Kanada.

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