Bad Oeynhausen Gemeinsam was Tolles schaffen

FUSSBALL: Der FCO und TuS Lohe gründen eine JSG für die A- bis D- Junioren

Egon Bieber

Bad Oeynhausen. Angefangen hat alles im vergangenen Jahr, seit Monaten wurde es in vielen Gesprächen mit Vertretern beider Sportvereine vorbereitet und nun ist alles in trockenen Tüchern. Der FC Bad Oeynhausen und der TuS Lohe gründen im Jugendbereich eine Spielgemeinschaft unter dem Namen JSG Lohe/FCO. Das gilt für die D- bis A-Junioren. Einige Infos zu dieser neuen JSG sickerten in den vergangenen Wochen schon Häppchenweise zu dem einen und anderen Zeitgenossen durch, nach diesem Pressetermin auf der Lohe erfährt es nun jedermann und jederfrau - und das dürfte einschlagen wie eine "Bombe". In der großen Fußball-Familie im Stadtgebiet Bad Oeynhausen, aber auch darüber hinaus, dürfte diese neue JSG für reichlich und auch interessanten Gesprächsstoff sorgen. "Wir haben nach den ersten Gesprächen gemerkt, dass es eine gute Sache für die Jugend im Stadtgebiet ist", sagt Andreas Hinkelmann, 1. Vorsitzender beim TuS Lohe. "Es ist ein Vorteil für die Jugend und später dann auch für die Senioren, die von besseren ausgebildeten Spielern in der Jugend profitieren. Diese JSG ist auf gesunde Füße gestellt worden, wir wollen aus zwei guten Jugend-Abteilungen eine sehr gute Jugend-Abteilung machen. Die Gründung dieser neuen JSG ist nicht aus einem Notstand in den beiden Vereinen entstanden, sondern aus einem gesunden Spielerbestand. Wir bekommen für die neue Saison gute Spielerkader in der D-, C-, B- und A-Junioren zusammen, so dass wir in der Kreisliga oben angreifen können", sagt "Hinki". Die JSG Lohe/FCO hat für die Fußball-Saison 2015/2016 jeweils zwei A- und B-Juniorenteams, drei C-Juniorenteams und vier D-Juniorenmannschaften gemeldet. "Die Vereinsvertreter haben diese JSG aus Überzeugung auf den Weg gebracht", sagt Uwe Flaake vom TuS Lohe, und sein Vereinskollege Klaus Tischer ergänzt: "Mit dieser JSG bieten wir den jungen Fußball-Talenten hier im Stadtgebiet eine Perspektive. Sie brauchen unter anderem nicht mehr abwandern zum SV Kutenhausen/Todtenhausen beziehungsweise VfL Theesen." Dirk Göhner, 1. Vorsitzender beim FC Bad Oeynhausen, ist ebenfalls angetan von dieser Jugendspielgemeinschaft: "Ich kann nur unterstreichen, was die anderen Sportkollegen gesagt haben. Diese neue JSG kann für beide Vereine nur gut sein. Wir müssen schließlich auch den demografischen Wandel beachten, und deshalb nicht erst handeln, wenn es zu spät ist. Ich bin überzeugt davon, das mit dieser JSG ein vernünftiger Grundstein gelegt wurde. Den müssen wir jetzt mit Leben füllen. Hier ist eine gute Sache entstanden für den Fußball-Nachwuchs. Es ist ganz wichtig, dass der eine Perspektive hat im Stadtgebiet Bad Oeynhausen für auch später im Seniorenbereich. Die Jungs sollen Spaß haben am Fußball." Auslöser für gemeinsame Gespräche zwischen dem FC Bad Oeynhausen und TuS Lohe bezüglich einer Zusammenarbeit im Jugendfußball war ein Pressebericht von Klaus Tischer am 1. Februar 2014 in der Neuen Westfälischen unter dem Titel "Gemeinsam ist besser". In dem machte sich der engagierte Sportsmann Gedanken darüber, wie es in der Stadt Bad Oeynhausen möglich sein könnte, dauerhaft leistungsbezogenen und breitensportorientierten Jugendfußball zu etablieren und dabei alle (!) Vereine in ein Boot zu bekommen. Er entwickelte diesbezüglich auch ein Konzept. "Ein Jugendfußball-Verein mit eigenem Namen im Stadtgebiet ist aber erst einmal eine Zukunftsvision. So etwas gibt es allerdings schon in einigen Bundesländern - und der DFB fördert es auch", sagt Klaus Tischer beim Pressegespräch. Wie erwähnt ist das Zukunftsmusik, die aktuelle Gegenwart ist die neue JSG (Jugendspielgemeinschaft) Lohe/FCO. "Bei diesen damals Anfang 2014 ersten vier Gesprächsterminen aller Jugend-Abteilungen im Stadtgebiet wurde keine Einigung erzielt", erinnert sich Uwe Flaake. "Dann hat mich Ingo Mühring vom FCO bei den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften im Dezember 2014 angesprochen bezüglich einer Kooperation zwischen dem FCO und dem TuS Lohe. Intensive gemeinsame Gespräche mit Vertretern beider Vereine begannen dann im Januar 2015. Die Chemie passte, beide Seiten entwickelten gleiche Ideen und es entstand eine Aufbruchstimmung. Beide Vereine sind absolut auf Augenhöhe und sind für sehr gute Jugendarbeit im Fußballkreis Minden bekannt. Der TuS Lohe und der FCO haben gemeinsam erkannt, welche sportliche Chancen wir haben. Beide Vereine haben Trainer mit Potenzial, gemeinsam können wir was Tolles schaffen", sagt Uwe Flaake.

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