Enttäuscht: Bad Oeynhausens Torwart Hakan Temin liegt am Boden, nachdem er den durchaus haltbaren Treffer zum 0:3 kassiert hat. - © All rights reserved bei Jürgen Krüger
Enttäuscht: Bad Oeynhausens Torwart Hakan Temin liegt am Boden, nachdem er den durchaus haltbaren Treffer zum 0:3 kassiert hat. | © All rights reserved bei Jürgen Krüger

Bad Oeynhausen FC Bad Oeynhausen steigt aus der Landesliga ab

FUSSBALL: Nach 34 Jahren erstmals in der Bezirksliga angekommen

Jürgen Krüger

Kirchlengern/Bad Oeynhausen. Jetzt ist es passiert: Fußball-Landesligist FC Bad Oeynhausen steigt nach der deutlichen 0:5 (0:3)-Niederlage in Kirchlengern die Bezirksliga ab. Auch wenn die Chancen auf den Klassenerhalt ohnehin nur theoretischer Natur waren, so schmerzt die endgültige Entscheidung offensichtlich schon. „Ich hätte gerne bis zum Schluss der Saison um den Klassenerhalt gespielt“, sagt FCO-Trainer Holm Windmann. "Bei den vielen Fehlern, die wir machen, haben wir es auch nicht verdient" Die Strapazen stehen ihm ins Gesicht geschrieben, so wie den Spielern seiner Mannschaft und dem Vorsitzenden Dirk Göhner auch. Sie sind nicht nur in Kirchlengern gescheitert, sie sind an der gesamten Saison gescheitert. „Wir haben heute noch einmal alles widergespiegelt, was uns die ganze Saison ausgemacht hat. Wenn du mit 0:5 verlierst, dann sagt das in meinen Augen alles aus. Deswegen ist der Abstieg auch vollkommen verdient. Wir sind trotzdem als Mannschaft nicht schlechter als Kirchlengern, aber wir bekommen es nicht hin, über einen längeren Zeitraum unsere Leistung zu bringen und die Spiele von der ersten bis zur letzten Minute voll anzunehmen. Wir wollten heute die Aufgabe spielerisch lösen und sind auf einen Gegner getroffen, der uns schön bearbeitet hat. Damit kamen wir überhaupt nicht zurecht“, sagt der 25-jährige FCO-Kapitän Jannik Göhner. In der Tat überrennt Kirchlengern die Kurstädter in der ersten halben Stunde förmlich, führt sie zeitweise sogar vor. Obwohl die Gastgeber nur das nutzen, was so viele anderen Mannschaften vor ihnen auch genutzt haben – Fehler des FC Bad Oeynhausen. „Wir brauchen doch gar nicht nach Entschuldigungen zu suchen. Bei den vielen Fehlern, die wir machen, haben wir es auch nicht verdient, in der Landesliga zu bleiben. Uns hat in dieser Saison die Qualität gefehlt“, wertet Holm Windmann. Kirchlengern überrennt FCO Das Spiel in Kirchlengern ist noch keine zwei Minuten alt, da zappelt der Ball schon im Netz der Gäste. Der Schiedsrichter erkennt den Treffer aber wegen eines vorherigen Foulspiels nicht an. Nach einer Viertelstunde liegt der Ball schon wieder im FCO-Netz, jetzt soll es Abseits gewesen sein. Doch dann brechen die Dämme. Mit simplen Pässen nehmen die Rot-Weißen die Deckung der Gäste auseinander. Beim 1:0 (20.) durch Jannik Diekmann und 2:0 (24.) durch Kai Krüger ist die FCO-Abwehr überfordert, beim 3:0 durch Süleyman Kaymak ist es FCO-Torwart Hakan Temin. In der zweiten Halbzeit trifft Kai Krüger noch einmal doppel (66. und 73.), doch das ist fast schon egal. „Die haben nachher nicht mehr gemacht als sie mussten“, stellt Windmann trocken fest. Der in der 35. Minute für seinen Bruder Marc eingewechselte Marcel Rinnelt senst in der 56. Minute Kirchlengerns Sven Sebastian um und hat wegen der gelb-roten Karte schon wieder Feierabend. Dinge in die richtige Richtung bringen Seit der Gründung des FCO vor 34 Jahren spielt der Verein ununterbrochen in der Landes- oder Verbandsliga. Jetzt geht es erstmals runter in den Bezirk, in der sich Kurstädter wohl auch daran erst gewöhnen müssen, einen eigenen Linienrichter zu stellen. „Ich bin natürlich traurig, das ist ganz klar, und bin nach dieser Saison auch leer. Die individuellen Fehler ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison. Deshalb war das Spiel heute typisch. Der Abstieg ist bitter, doch jetzt müssen uns schütteln und zusehen, dass wir das Ding wieder in die richtige Richtung bringen“, sagt FCO-Vorsitzender Dirk Göhner nach Spielschluss.

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