Starke Offensive: Der VfR Borgentreich hat starker Angreifer zur Verfügung. Gegen Stahle überzeugten Tobias Cloidt und Florian Hoffmann und auch Youngster Niklas Mertens, der hier gegen den Stahler Keeper Jonas Dähling eine Großchance vergibt. - © Rösel
Starke Offensive: Der VfR Borgentreich hat starker Angreifer zur Verfügung. Gegen Stahle überzeugten Tobias Cloidt und Florian Hoffmann und auch Youngster Niklas Mertens, der hier gegen den Stahler Keeper Jonas Dähling eine Großchance vergibt. | © Rösel

Kreis Höxter Packender Aufstiegskampf in der Kreisliga A

VfR Borgentreich hat nach dem Erfolg gegen den FC Stahle eine hervorragende Ausgangsposition

Lars Lange

Kreis Höxter. So spannend wie in dieser Serie war der Titelkampf in den A-Ligen seit einer halben Ewigkeit nicht mehr. Der vergangene 20. Spieltag setzte dazu noch einmal einen drauf und schob das Feld der potentiellen Aufstiegskandidaten noch enger zusammen. Der große Gewinner am A-Liga-Sonntag hieß VfR Borgentreich. Jedoch nicht nur, da die Voss-Elf das Spitzenspiel gegen Stahle gewann, sondern auch weil die restlichen Teams ihre Hausaufgaben nicht erledigen konnten. Borgentreich konnte sich nun nach einer Serie von atemberaubenden 34 Zählern aus den letzten zwölf Spielen von Platz Zwölf an die Spitze schieben. "Die Freude nach dem Siegtreffer kurz vor Schluss gegen Stahle war ohnehin schon riesig, doch durch die Ergebnisse der Konkurrenz ist dieser Sieg noch mehr wert. Wir besitzen ein riesiges Selbstvertrauen und wollen nun dort oben bleiben", erklärte VfR-Übungsleiter Jürgen Voss, der selbst als Joker noch die Schuhe schnürt und seit Mitte September nur einmal Remis spielte. Gegner Stahle wurde vor der Partie ein mögliches Ausscheiden aus dem Titelkampf prophezeit, doch trotz der Last-Minute-Niederlage bleibt der FC auch durch das Unentschieden von TSC und der Niederlage der SG Scherfede/Rimbeck/Wrexen im Rennen. "Die Niederlage tut natürlich weh, da eine Punkteteilung durchaus verdient gewesen wäre. Im Hinspiel gegen Borgentreich hatten wir das nötige Glück, das uns heute fehlte. Auch aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz ist aber trotz unseres holprigen Rückrundenstarts noch alles drin. Dieser Spieltag zeigt einmal mehr, dass jeder Gegner auch den Teams aus der oberen Tabellenregion jederzeit Punkte nehmen kann. Wir müssen nun aber in Tritt kommen und unbedingt auch die Nachholspiele gewinnen", gab sich Stahles erfahrener Trainer Norbert Dölitzsch schon wieder kämpferisch. An den eigenen Nerven scheiterten hingegen also die jungen Teams der Konkurrenz aus Steinheim und Scherfede, so dass zwei völlig unerwartete Resultate nach 90 Minuten zur Stande kamen, da der TSC auf dem heimischen Kunstrasen über ein 1:1 gegen das abstiegsbedrohte Team aus Altenbergen nicht hinaus kam und Scherfede zu Hause sogar gegen Aufsteiger Dringenberg II verlor. Beiden Teams fehlte vor allem die Konsequenz im Abschluss, die der jeweilige Gegner an den Tag legte, so dass die guten Serien der Kontrahenten erst einmal gerissen sind. "Wir ärgern uns schon enorm über diese zwei verschenkten Punkte, doch ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen, da der Ball einfach nicht öfter als einmal ins Tor wollte. Wir haben zahlreiche große Chancen vergeben und dabei auch zwei Mal Alu getroffen. Dieses Remis kann aber mal passieren und wird uns nicht umwerfen. Immerhin sind wir auch nur Aufsteiger und heute fehlte die Cleverness. Aus dem Spiel heute gehen wir erstärkt", ärgerte sich TSC-Trainer Haydar Özdemir einerseits über das 1:1, erkennt aber das Potential für den Lernprozess einer solchen Partie. Am Ostermontag geht der Kampf um die Meisterschaft und den Relegationsrang in die nächste Runde und natürlich hält die Liga wieder mächtig Spektakel bereit, da das nächste direkte Duell der Spitzenteams ansteht. Der heimstarke FC Stahle empfängt das auswärtsstärkste Team der Liga aus Scherfede und dazu stehen VfR Borgentreich und TSC Steinheim vor schweren Hürden auf fremden Platz. Ring frei für den nächsten Showdown.

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