Kreis Höxter Interview mit Thorsten Viereck

"Es hat bei einigen Klick gemacht"

Carsten Zimmermann

Herr Viereck, was ist in der Hinrunde falsch gelaufen? Thorsten Viereck: Einerseits sind da sicher taktische Dinge zu nennen: Wir haben zum Beispiel während der Saison in der Defensive von der Dreierkette auf eine Viererkette umgestellt, und in den letzten Spielen vor der Pause hat man auch gesehen, dass das mittlerweile Früchte trägt. Andererseits muss man sicher auch die Einstellung einiger Spieler zu Saisonbeginn kritisieren. Wir haben manche Spiele wirklich unnötig verloren, weil einige Akteure körperlich einfach nicht fit waren. Da war der Samstagabend wichtiger als die Partie am Sonntag. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass es bei denjenigen gegen Ende der Hinrunde im Kopf "Klick" gemacht hat. Gerade das Spiel gegen Dalhausen, bei dem uns keiner auf dem Zettel hatte, und wo wir uns ein 4:4 erkämpft haben, hat dem ein oder anderen gezeigt, dass man mit der richtigen Einstellung etwas holen kann. Der Ernst der Lage ist mittlerweile also allen bewusst? Viereck: Absolut. Wir trainieren seit Ende Januar wieder, und die Beteiligung ist wirklich sehr gut. Von den 19 Mann, die der Kader derzeit umfasst, sind immer zwischen 13 und 14 da. Das zeigt mir, dass die Jungs den Klassenerhalt schaffen wollen, und auch bereit sind, dafür etwas zu tun. Selbst bei einem gemeinsamen Ausflug in die Therme nach Kassel, den wir als kleine Belohnung für das tolle Engagement eingelegt haben, sind zehn Spieler mitgekommen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Was ist mit so einer guten Stimmung im Team in der Rückrunde noch möglich? Viereck: Unser Ziel muss es einfach sein, den einen Platz, der die Klasse rettet, gut zu machen. Derzeit trennt uns zwar nur ein Punkt von Scherfede-Rimbeck-Wrexen II, die auf dem 14. stehen, aber diesen Zähler muss man erstmal gut machen. Die Spiele gegen Scherfede und Dössel/Lütgeneder sind also entscheidend. Es wäre vermessen, von mehr als dem 14. Platz auszugehen, dafür müsste man schon eine Serie hinlegen, die man so nicht planen kann. Wir backen jetzt kleine Brötchen und wollen dieses Ziel erreichen. Das wird schwer genug, besonders weil mit Christopher Wendehals und Marek Vogt zwei wichtige Spieler in die erste Mannschaft gehen.

realisiert durch evolver group