Kampf um den Ball: Dirk Büsse (li.) schirmt geschickt das runde Leder vor dem energiegeladenen Blomberger Haydar Demirkutlu ab. - © Wolfgang Tilly
Kampf um den Ball: Dirk Büsse (li.) schirmt geschickt das runde Leder vor dem energiegeladenen Blomberger Haydar Demirkutlu ab. | © Wolfgang Tilly

Bad Driburg SV Dringenberg am Ende im Glück

Fußball: Dringenberg und Blomberg 
trennen sich leistungsgerecht torlos

Wolfgang Tilly

Bad Driburg. Auf dem Bad Driburger Kunstrasen trennten sich Dringenberg und der abstiegsbedrohte Gast aus Blomberg in einer spielerisch eher schwachen Bezirksliga-Begegnung mit 0:0. Dringenberg hatte aufgrund des eigenen unbespielbaren Rasens den Spielort in das Iburg-Stadion verlegt und konnte dort nur in der ersten Hälfte glänzen. Blomberg bestimmte dann den zweiten Abschnitt und nahm verdient einen Punkt mit nach Lippe. Bei sehr böigen, nasskalten Regenwetter hatten beide Teams von Anfang an Probleme, Ordnung in ihr Aufbauspiel zu bekommen. Nach zehn Minuten erarbeitete sich der lippische Gast mehr Spielanteile im Mittelfeld, ohne eine Gefährlichkeit in den Dringenberger Strafraum zu erzegen. Nach Meinung des Warburger Schiedsrichters Carsten Müller agierten die Blomberger dabei teilweise überhart und er griff in der ersten halben Stunde dreimal in die Tasche und zeigte den gelben Karton. Dringenberg wurde dann dominanter und spielte im Angriff den Ball schneller nach vorne. Erst Raphael Micus mit einem Flatterschuss (28.), dann Florian Steinig mit einem sehenswerten Slalom durch die Blomberger Abwehr (31.) und Philipp Hasse mit einer weiteren Einschussmöglichkeit (35.) scheiterten am Blomberger Schlussmann Dominik Sobanski. Auch Blomberg wollte es vor dem Pausentee nochmal wissen. Pius Kessey Nana scheiterte mit einem 18-Meter-Freistoß an dem auf der Linie reaktionsstarken Dringenberger Keeper Florian Hinz (45.). Nach Wiederanpfiff zeigte sich Blomberg quicklebendiger als die Gastgeber. Die Blomberger waren vielfach schneller am Ball. Nur fehlte es, so auch nach Meinung von Gästecoach Richard Soethe, an einem „Knipser" im Sturmzentrum. Trotzdem hatten die Lipper in der Folgezeit gute Einschussmöglichkeiten. Großes Glück hatte Dringenberg bei einem fulminanten Schuss aus zehn Meter, der sicherlich im Gehäuse eingeschlagen hätte, wenn nicht ein Dringenberger schmerzvoll seinen Körper unfreiwillig auf der Torlinie als Abwehrmaßnahme zur Verfügung gestellt hätte (55.). Fünf Minuten später versemmelten der eingewechselte Burak Karaduman und sein Kollege Kessey Nana direkt vor dem Dringenberger Tor eine weitere Einschussmöglichkeit (61.). Zu diesem Zeitpunkt machte Dringenberg zu wenig und Blomberg wirkte in ihren Aktionen frischer. Zum Ende des Spiels mit einer dreiminütigen Verlängerung machte Blomberg mächtig Druck, Dringenberg hielt aber das Ergebnis. Nach zwei weiteren „Mecker"-Karten gegen Blomberger Spieler in der zweiten Spielhälfte packte der Warburger Unparteiische sogar nach seinem Schlusspfiff nach zweimal in die Tasche. Ein Blomberger erhielt gelb und der eingewechselte Karaduman muss mit einer gelb-roten Bestrafung demnächst ein Spiel aussetzen. Dringenbergs Trainer Frank Ziegeroski sprach nach dem Spiel von einem gerechten Ausgang. „Wir waren in der ersten Hälfte besser, darum können wir mit dem Unentschieden leben", meinte er nach dem Schlusspfiff. Dringenberg: Hinz, Steinig, Jacobi (75. Rempe), Hottenträger, Schipp (75. Fromme), van der Kamp, Büsse, Hasse (46. P. Soethe), Micus, Neumann, Hartramph. Blomberg: Sobanski, Waltemate, Türe, Kessey Nana, Cam, Hamm (61. Nord), Wilhelmi, Be. Karaduman (46. Bu. Karaduman), Demirkutlu, Uzunlar.

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