Erregt und fast schon gar nicht mehr zu beruhigen: Lütmarsens Georg Gorges (Nr. 10) kassierte wegen eines rüden Fouls vom Nieheimer Schiedsrichter Paul Meier (r.) glatt rot. TSC-Kapitän Ertan Erünsal sagt dem Rotsünder seine Meinung. - © Foto: Wolfgang Tilly
Erregt und fast schon gar nicht mehr zu beruhigen: Lütmarsens Georg Gorges (Nr. 10) kassierte wegen eines rüden Fouls vom Nieheimer Schiedsrichter Paul Meier (r.) glatt rot. TSC-Kapitän Ertan Erünsal sagt dem Rotsünder seine Meinung. | © Foto: Wolfgang Tilly

Steinheim Viel Hektik im Spitzenspiel

Fussball: TSC Steinheim und TuS Lütmarsen trennen sich in der B-Liga 3:3

Wolfgang Tilly
11.05.2015 | Stand 11.05.2015, 14:06 Uhr |

Steinheim. Das Spitzenspiel der nördliche B-Liga zwischen dem Tabellenführer TSC Steinheim und dem Ligazweiten aus Lütmarsen hatte bei dem 3:3-Unentschieden auf dem Kunstrasen am Gymnasium alles - außer einem Sieger und spielerische Klasse. Besonders im zweiten Abschnitt zog sich besonders die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sechs Platzverweise, auf Rudelbildungen mit wüsten Beschimpfungen auf und außerhalb des Spielfeldes und auf einen ständig im Mittelpunkt stehenden Unparteiischen Paul Meier aus Nieheim. Bis zum Pausenpfiff schien der türkische Gastgeber aus Steinheim den Verfolger für den Aufstieg in das Höxteraner Oberhaus im Griff zu haben. Mit dem Elfmetertreffer von Cellu Diallo (17.) und dem Abstaubertor aus kurzer Distanz von Birtan Erünsal (32.) stand es eigentlich beruhigend 2:0 für den türkischen Sportclub. Als nach Wiederanpfiff sogar das 3:0 durch Erünsal fiel (50.), sah alles so aus, wie es der TSC-Trainer Haydar Özdemir vor dem Spiel gesehen hatte. Er wollte mit einem Sieg weiter an dem immer möglicher werdenden Aufstieg basteln. Die bis dahin ziemlich ideenlos mit meistens langen Bällen und immer durch die Mitte aufspielenden Gäste drehten dann aber innerhalb von sieben Minuten das Spiel. Durch die beiden Tore von Dennis Preuß (61., 64.) und dem Treffer von Harop Sahatjan (57.) stand es plötzlich und unerwartet 3:3. Lütmarsen hatte sogar bei zweimal Aluminium Pech und auch Steinheim nahm seine Chancen nicht wahr. Dem noch beim Führungstreffer sehr sicheren Elfmeterschützen Diallo versagten im zweiten Abschnitt bei einem erneuten Strafstoß die Nerven. Sein diesmal harmloser Schuss wurde vom Lütmarser Schlussmann Arsim Bekteshi gehalten (84.). Der Lütmarser Rami Shallash, der wegen eines Handspiels den Strafstoß verursachte hatte, kassierte dafür die rote Karte. Sein Spielertrainer Omran Bero, der das Geschehene nicht wahrhaben wollte, musste mit Gelb-rot runter. Georg Gorges haute dann kurze Zeit später dem Steinheimer Diallo von hinten und fast schon in vorsätzlicher Weise in die Beine und kassierte ebenfalls Rot. Mit Irfan Özcan und Cellou Diallo (Steinheim) sowie Mario Multhaupt (Lütmarsen) werden drei weitere Kontrahenten nun genauso in der nächsten Zeit unfreiwillig pausieren müssen. Multhaupt wird sogar mit einem Sonderbericht rechnen müssen, da er nach Worten des Schiedsrichters Meier mit Beschimpfungen und Bedrohungen diesem gegenüber höchst unfreiwillig das Feld verließ. TSC Steinheim: Griebat, Mugabe, C. Altintas (42. Özcan), Sylla, Ha. Ahmad, Tan, Erdi. Öztürk, E. Erünsal, A. Erünsal, B. Erünsal, Diallo TuS Lütmarsen: Bekteshi, O. Bero, B. Bero, Gülderen, Stein, Shallash, G. Gorges, Preuß, Paja, Multhaup, Shahtjan Tore: 1:0 Diallo (17./FE), 2:0 B. Erünsal (32.), 3:0 B. Erünsal (50.), 3:1 Shahtjan (57.), 3:2 Preuß (61.), 3:3 Preuß (64.) Rot: Steinheim: I. Öczan, C. Diallo (90.+8), Lütmarsen: Shallash (82.), O. Bero (83.), Georges (90.+4), Multhaupt (90.+8) Schiedsrichter: Paul Meier (Nieheim).

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