Die Schnellsten: Markus Böddeker (Mitte) vom TuS Bad Driburg war über die zehn Kilometer nicht zu schlagen. Weder von Aladi Conde (l.) von der NSU Brakel, noch von Josef Müller vom TuS Hembsen. - © Fotos: Dieter Müller
Die Schnellsten: Markus Böddeker (Mitte) vom TuS Bad Driburg war über die zehn Kilometer nicht zu schlagen. Weder von Aladi Conde (l.) von der NSU Brakel, noch von Josef Müller vom TuS Hembsen. | © Fotos: Dieter Müller

Rolfzen Böddeker siegt mit großem Vorsprung

Leichtathletik: Geringe Resonanz beim Stoppelberglauf des SC Rolfzen

Dieter Müller
11.05.2015 | Stand 10.05.2015, 22:24 Uhr

Rolfzen. Markus Böddeker drückte gleich aufs Tempo. Der groß gewachsene, ausdauernde Athlet vom TV Bad Driburg ließ vom Start weg keine Zweifel daran aufkommen, dass er den elften Stoppelberglauf über zehn Kilometer gewinnen will. Und so richtig wollte und konnte ihm niemand folgen. Souverän hängte Markus Böddeker alle schon auf den ersten Metern ab und legte ein solch atemberaubendes Tempo vor, dass man kurzzeitig mal dachte, der Streckenrekord sei ernsthaft in Gefahr. Aber jene sagenhaften 35:44 Minuten, die der Rieseler Elmar Menne vor zehn Jahren beim Stoppelberglauf in Rolfzen aufstellte, bleiben auch weiterhin bestehen. An die nahezu unantastbar geltende Zeit kam auch schon im letzten Jahr der Brakeler Michael Brand nicht heran, als er in 36:15 Minuten gewann. Jetzt war Markus Böddeker der Schnellste - in 37:09 Minuten siegte er souverän. "Ich bin die ganze Zeit alleine gegen die Uhr gelaufen, dafür ist das eine gute Zeit. Ich bin sehr zufrieden, es hat Spaß gemacht, hier zu laufen. Das ist eine gute Strecke", erklärte Markus Böddeker im Ziel am Rolfzener Sportplatz. Mit fast sechs Minuten Rückstand auf den Sieger wurde Aladi Conde von der Brakeler Läufergemeinschaft Non-Stop-Ultra Zweiter in 42:59 Minuten. Der Mann aus Guinea startet seit ein paar Wochen für die NSU Brakel, trainiert mit anderen Asylbewerbern im eigens dafür eingerichteten Lauftreff. "Wir statten sie mit Trikots und Schuhen, die von anderen Läufern zur Verfügung gestellt werden, aus und nehmen sie gerne mit zu Veranstaltungen", sagte Adalbert Grüner, 1. Vorsitzender der Non-Stop-Ultra. Den dritten Platz schaffte Josef Müller vom TuS Hembsen, der auch schon beim Kolping-Mailauf in Brakel nach ganz vorne gelaufen war, in guten 43:13 Minuten. Schnellste Frau über zehn Kilometer war Barbara Welling vom TuS Sommersell in 54:11 Minuten vor Corinna Klemme vom TuS Lügde in 56:06 Minuten und Margret Rheker vom SV Kollerbeck in 57:17 Minuten. Über 5,5 Kilometer siegte Björn Waltemode vom SV Kollerbeck in 24:48 Minuten. "Eigentlich hatten David Niederprüm und ich uns vorgenommen, zusammenzulaufen, aber irgendwann musste David leider abreißen lassen. Ich bin gut durchgekommen. Eine sehr schöne, abwechslungsreiche Strecke", bilanzierte Björn Waltemode. Sein Vereinskollege David Niederprüm kam als Fünfter in 28:15 Minuten ins Ziel. Zweiter wurde Jonas Schieberowsky vom SC Rolfzen, der in guten 26:33 Minuten ein starkes Rennen zeigte. "Eine anspruchsvolle Strecke, bergig. Aber wenn man sich das Rennen gut einteilt, geht?s und macht Spaß", meinte der Rolfzener. Andreas Lausen kam auf den dritten Platz über 5,5 Kilometer in 27:13 Minuten. Dabei hatte ihn seine Frau Carolin erst zur Volkslaufteilnahme überredet. "Also, viel länger hätte die Strecke jetzt nicht sein dürfen", meinte Andreas Lausen im Ziel, fügte aber gleich an: "Das hat Spaß gemacht. Kann man ja mal machen an einem Freitagabend." Sein Frau Carolin Lausen war schnellste Frau in 29:26 Minuten. Einen Volkslauf in familiärer, angenehmer Atmosphäre hat Karl-Heinz Breker, Chef des SC Rolfzen, mit seinem Team um Wettkampfbüro-Leiter Georg Freitag veranstaltet. Ein Lauf, der alles hat, was ein richtig guter Lauf braucht - verdient hätte er nur mehr Teilnehmer.

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