0
Claus-Dieter Wollitz, besser bekannt als Pele, lässt sich hier feiern. Er schoss 1986 zwei Tore für die Spvg. Brakel beim 3:2-Sieg über den TuS Bad Driburg. - © FOTOS: NW-ARCHIV
Claus-Dieter Wollitz, besser bekannt als Pele, lässt sich hier feiern. Er schoss 1986 zwei Tore für die Spvg. Brakel beim 3:2-Sieg über den TuS Bad Driburg. | © FOTOS: NW-ARCHIV

Der Klassiker aus den 80ern

FUSSBALL: Heute stehen sich der TuS Bad Driburg und die Spvg. Brakel gegenüber

VON UWE MÜLLER
14.09.2012 | Stand 13.09.2012, 20:51 Uhr

Bad Driburg. Wenn in den 1980er Jahren von den besten Fußballmannschaften des Kreises Höxter die Rede war, dann sprach man vom TuS Bad Driburg und der Spvg. Brakel. Beide Teams spielten damals in der Landesliga und die Derbys zogen Zuschauer in Massen an. Sowohl im Iburg- als auch im Nethegaustadion standen die Fans an den hohen Böschungen - teilweise waren es weit über 1.000. Heute Abend kommt es nach 26 Jahren wieder einmal zu diesem Derby. In der Bezirksliga erwartet der TuS Bad Driburg die Spvg. Brakel. Anstoß ist um 19.30 Uhr im Iburgstadion.

Höhepunkt dieser Duelle war 1986 als beide Mannschaften um den Aufstieg in die Verbandsliga spielten. Im Rückspiel in Bad Driburg gewann Brakel mit 3:2 durch zwei Tore von Claus-Dieter "Pele" Wollitz vor sage und schreibe 3.500 Zuschauern. Am Ende stieg Brakel mit 47:13-Punkten in die Verbandsliga auf, Driburg wurde mit 38:22-Punkten Zweiter. Trainer des TuS Bad Driburg damals vor 26 Jahren war Sepp Kagerbauer, der aktuell auch Coach des Bezirksligisten ist. "Wir lagen 2:0 in Führung, waren auf Augenhöhe mit Brakel, aber Pele Wollitz machte den Unterschied - mit einem Traumtor hat er das Spiel für Brakel entschieden", erinnert sich Sepp Kagerbauer noch sehr genau an das Spiel. "So etwas vergisst man nicht. Das war einmalig im Fußballkreis, dass vor so einer Kulisse zwei Mannschaften mit den besten Fußballern des Kreises um den Aufstieg spielen. Letztendlich hatte Brakel die besseren Einzelspieler und ist verdient aufgestiegen", muss Driburgs Coach rückblickend zugeben.

Seiner jungen aktuellen Mannschaft habe er viel von den Derbys gegen Brakel erzählt. "Die können ja gar nicht glauben, dass so viele Zuschauer da waren. Die leeren Bierflaschen mussten nachher sogar mit Schubkarren eingesammelt werden", so Kagerbauer.

Als Jugendspieler auf der Bank saß damals Ingo Schulte, heute Fußballobmann des TuS Bad Driburg. "Das war schon ein unglaubliches Erlebnis. Der ganze Berg war voll Zuschauer. Pele Wollitz war der überragende Mann bei Brakel. Auch Ralf Steinig spielte da schon in Brakel", blickt Schulte zurück und freut sich heute Abend auf eine große Anzahl von Zuschauern.

"Bei dem Aufstieg 1986 war ich schon nicht mehr in Brakel - da war ich schon Profi bei Arminia Bielefeld", sagt Micky Wollitz, "aber ich habe mit Brakel gegen Driburg auch tolle Spiele gehabt. In Brakel haben wir einmal 6:2 gewonnen, da waren nicht weniger Zuschauer da. Das waren schon geile Zeiten damals - leider sind sie nun vorbei. So einen hochklassigen Fußball siehst du heute in Brakel und auch in Driburg nicht mehr."

Der Meinung ist Kagerbauer auch. "Damals spielte Pele Wollitz mit 22 Jahren noch in Brakel, ehe er in die Bundesliga nach Schalke ging. So etwas gibt es heutzutage nicht mehr. Die richtig guten Spieler werden doch schon mit 14 Jahren gesichtet und sind weg aus unserem Sportkreis."

Newsletter abonnieren

Update zum Mittag

Die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe zum Ausbruch von Covid-19 und Neuigkeiten aus OWL und der Welt.

Wunderbar. Fast geschafft!

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group