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Auch Höxters Stürmer Vadim Thomas (rechts) konnte sich im Strafraum nicht durchsetzen und verliert gegen Barntrups Kapitän Haase den Ball. - © FOTO: KORTMANN
Auch Höxters Stürmer Vadim Thomas (rechts) konnte sich im Strafraum nicht durchsetzen und verliert gegen Barntrups Kapitän Haase den Ball. | © FOTO: KORTMANN

Höxter geht die Puste aus

FUSSBALL: Landesligist verliert beim Schlusslicht Barntrup mit 0:1

21.05.2012 | Stand 20.05.2012, 22:19 Uhr

Höxter (iko). Der SV Höxter verabschiedet sich langsam, aber sicher aus dem Landesliga-Rennen um Relegation und Aufstieg. Nach der Heimpleite gegen Fichte Bielefeld am Spieltag zuvor zogen die Kreisstädter auch gestern beim Schlusslicht RSV Barntrup den Kürzeren. Nach 90 staubigen Minuten auf Lippischer Asche entschied das goldene Tor von Hagemann die umkämpfte Partie.

Als "typisches Aschenplatz-Gebolze" skizzierte Höxters Trainer Andreas Wegener nach dem Schlusspfiff das karge Geschenen auf dem "roten Rasen" in Barntrup, "Kick and Rush" hatte Wegener gesehen und eine Sportart, die "wenig mit Fußball zu tun" hatte.

Verständlich: Ein Hartplatz bei sommerlichen Temperaturen ist wie Heavy Metal auf dem Kindergeburtstag. Es passt nicht zusammen. Der Ball springt wie sonst nur ein Chelsea-Fan in der Allianz-Arena. Gleichwohl kann man das Beste daraus machen und das Spiel annehmen, wie es ist - der SV Höxter tat es gestern in Barntrup nicht. "Wir waren vielleicht optisch überlegen, hatten aber keine echte Torchance und waren eigentlich auch nicht in deren Strafraum", konstatierte Wegener.

Dabei war alles anders geplant: Drei Spitzen bot der SVH-Coach auf, Cihat Keles rückte in die Startelf, das Spiel sollte möglichst breit aufgezogen werden. Theoretisch.

Daran freilich hatte Barntrup wenig Interesse und erklomm vielmehr gewohnt robust und zweikampfstark den allerletzten Landesliga-Strohhalm im Abstiegskampf. Nach torloser erster Hälfte nutzte Barntrups Hagemann eine schlecht abgewehrte Freistoßhereingabe und nagelte die Kugel zum Siegtreffer in die Höxteraner Maschen (62.) - unhaltbar für Höxters Torwart-Dino Thomas Viehöfer, der gestern den auf Asche äußerst undankbaren Job für den verletzten André Durdel souverän ausfüllte.

SV Höxter: Viehöfer, Vogt, Speith, Kirchhoff, Hartmann, Keles, Thomas, Schwager, Multhaupt, Malena (73. Zeisberg St.), Wöhler

Tore: 1:0 Hagemann (62.)

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