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Koray Günter (r.) freut sich zusammen mit dem Mannschaftskapitän Emre Can (FC Bayern München) über eins seiner drei WM-Tore in Mexiko. Der gebürtige Höxteraner, der bei Borussia Dortmund in der A-Jugend spielt, gehört zu den Stützen der Deutschen U17-Nationalmannschaft. - © FOTO: GETTY IMAGE
Koray Günter (r.) freut sich zusammen mit dem Mannschaftskapitän Emre Can (FC Bayern München) über eins seiner drei WM-Tore in Mexiko. Der gebürtige Höxteraner, der bei Borussia Dortmund in der A-Jugend spielt, gehört zu den Stützen der Deutschen U17-Nationalmannschaft. | © FOTO: GETTY IMAGE

Koray Günter holt Bronze

FUSSBALL: Zufrieden stellender Abschluss des Höxteraners bei der U17 WM

VON CHRIS MULTHAUP VON CHRIS MULTHAUP
12.07.2011 | Stand 11.07.2011, 19:51 Uhr
Korays Bruder Ferdi und seine Mutter Naziye stehen dem Jungnationalspieler immer zur Seite. Sie sind stolz auf seine gezeigten Leistungen bei der Weltmeisterschaft in Mexiko und präsentieren hier zwei seiner National-Trikots. - © FOTO: MULTHAUP
Korays Bruder Ferdi und seine Mutter Naziye stehen dem Jungnationalspieler immer zur Seite. Sie sind stolz auf seine gezeigten Leistungen bei der Weltmeisterschaft in Mexiko und präsentieren hier zwei seiner National-Trikots. | © FOTO: MULTHAUP

Höxter. In den vergangenen vier Wochen hat er mit dem U17-Nationalteam viele Fans auf der ganzen Welt begeistert. Zudem blieben noch viele Freunde, Bekannte und Verwandte länger auf, um den Höxteraner im Dress der Nationalelf zu sehen. Die Rede ist vom 16-jährigen Koray Günter. Bei der Weltmeisterschaft der U17-Nationalmannschaft in Mexiko hat er sich nach einem 4:3-Sieg gegen Brasilien Platz drei gesichert und seiner Karriere einen weiteren großen Schub gegeben.

Seine Mutter Naziye betreibt seit 25 Jahren ein Intercoiffeursalon in Höxter und wird bei der Arbeit immer öfter auf ihren jüngeren Sohn Koray angesprochen. "Mich als Mutter machen die Leistungen meines Sohnes besonders stolz. Es sprechen mich viele Kunden auf Koray an. Dazu gehören auch einige, die sich kaum für Fußball interessieren und nur länger wach bleiben, um ihn zu sehen", so Naziye Günter, die bei jedem Spiel ihres Sohnes in Dortmund dabei ist. Der Höxteraner gehört zu den Leistungsträgern in der U-16 Nationalmannschaft und ist aus der Stammformation gar nicht mehr wegzudenken. Seine Karriere begann mit sieben Jahren bei seinem Heimatverein SV Höxter, bei dem er bis zur D-Jugend spielte. Anschließend meldeten ihn seine Eltern bei der Spvg. Brakel an. Die C-Jugend der Spielvereinigung spielte höherklassig. Hier zeigte er gute Leistungen und wurde in die Westfalenauswahl eingeladen, in der er auch schnell ein fester Bestandteil wurde und den Scouts von Borussia Dortmund auffiel. Daraufhin entschied sich die Familie Günter, den talentierten jungen Fußballer ins BVB-Internat zu schicken. Er ist bis heute das jüngste Talent, welches im Dortmunder Internat aufgenommen wurde. "Sein Start war aufgrund von Verletzungen nicht ideal, aber er hat nie aufgegeben. In der U15 verletzte sich plötzlich ein Innenverteidiger. Der Trainer testete im Training die Defensivqualitäten von meinem Bruder, der bis dahin nur im Angriff gespielt hat. Einen Tag später stand er plötzlich als Innenverteidiger in der Startelf", erzählt Bruder Ferdi.

Seitdem geht die Karriere steil bergauf. Sogar beim Bundesligateam unter Jürgen Klopp durfte er schon trainieren, weil dem verletzungsbedingt Innenverteidiger Mats Hummels fehlte. Bei der U17-WM in Mexiko hat der gebürtige Höxteraner eine durchweg gute Leistung gezeigt. "Er ist ein klasse Innenverteidiger und aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Jeder Stürmer hat es aufgrund seiner Größe und seines guten Stellungsspiels schwer, an ihm vorbeizukommen", so sein Trainer Steffen Freund. Mit Koray Günter gewann die Nationalmannschaft die ersten vier Spiele sensationell. In der Vorrunde wurde Ecuador 6:1, Burkina Faso 3:0 und Panama 2:0 besiegt. Im Achtelfinale fegten sie die USA deutlich mit 4:0 vom Platz. Gegen Ecuador und gegen die USA gelang Koray Günter jeweils ein Treffer. "Er war bis zum ersten Jahr in Dortmund Stürmer. Deshalb ist er auch vorm gegnerischen Tor eiskalt. Aber auch für die Defensive ist das ein Vorteil. Er weiß wie die Stürmer ticken", meint Bruder Ferdi. Im Verein wurde er alternativ auch zum Sechser ausgebildet, was ihm beim Spielaufbau hilft. Hierdurch ist er vielfältiger geworden und hat mehr Ruhe am Ball.

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