Im Hinspiel jubelte der SVD: In der Warburger Diemelaue verpassten die Dringenberger den Warburgern eine deftige 4:1-Packung. Dennis Kriger lässt sich feiern nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1. - © Torsten Wegener
Im Hinspiel jubelte der SVD: In der Warburger Diemelaue verpassten die Dringenberger den Warburgern eine deftige 4:1-Packung. Dennis Kriger lässt sich feiern nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1. | © Torsten Wegener

Dringenberg SV Dringenberg erwartet die SF Warburg 08 zum Derby um Platz zwei

SVD-Coach Ziegeroski wettert über die vielen Ansetzungen im März

Aaron Reineke

Dringenberg. Sowohl der SV Dringenberg als auch die Sportfreunde Warburg 08 befinden sich derzeit in guter Form und sind heiß auf das Nachbarschaftsduell, das zugleich auch ein Spitzenspiel ist: Der Tabellenzweite ist zu Gast beim Dritten. Noch liegen die Dringenberger bei einer Partie weniger vier Punkte hinter den Sportfreunden. Nicht nur deshalb warnt Warburg-Coach Ludger Krull vor dem SV: "Dringenberg hat einen richtigen Lauf und eine sehr starke Mannschaft, auch wenn einige Spieler seit Wochen angeschlagen spielen müssen. Es ist das Duell um Platz zwei und wir wollen diesen Platz weiter für uns beanspruchen." In der Tat befinden sich die Blau-Gelben aktuell in einem echten Mammutprogramm. Der SV hat die zweite englische Woche in den Knochen und hat nun über Ostern fünf Spiele in elf Tagen vor der Brust. Ein Fakt der SV-Trainer Frank Ziegeroski mächtig auf die Palme bringt: "Es ist absolut unverantwortlich was unseren Spielern in diesen Wochen zugemutet wird. Anstatt im September bei gutem Wetter und fitten Akteuren, die aus einer guten Sommervorbereitung kommen, Doppelspieltage anzusetzen, packt man den März randvoll mit Nachholspielen. Die Plätze sind tief, die Verletzungsgefahr dadurch automatisch höher und dann noch die hohe Belastung. Ich kann das einfach nicht verstehen", macht der Übungsleiter seinen Frust über den Nachholmarathon Luft. Die erste englische Woche brachte Ziegeroskis Truppe dabei äußerst erfolgreich hinter sich. Siege gegen Nieheim, Neuenbeken und Blau-Weiß Weser brachten zwar neun Zähler ein, kosteten jedoch auch einiges an Kraft. "Wir müssen Sonntag die letzten Körner zusammenkratzen. Wir hatten ein sehr intensives Spiel am Donnerstag und die Sportfreunde kommen ausgeruht zu uns. Wenn es uns gelingt, die letzten Kräfte zu mobilisieren, können wir auch gegen Warburg punkten", will Ziegeroski trotz der aktuellen Belastung im Derby punkten. Allerdings erwartet der Coach auch Rückschläge: "Es wird in den kommenden Spielen auf jeden Fall eine Partie kommen, die wir in den Teich hauen. Ich hoffe, dass dies nicht ausgerechnet gegen Warburg der Fall ist." Die Krull-Elf hat sich nach drei Niederlagen zum Rückrundenstart in den vergangenen beiden Begegnungen mit einem 5:0 in Sennelager und einem 4:0 gegen Barntrup eindrucksvoll zurückgemeldet. Im hektischen Hinspiel mussten sich die Warburger nach zwei Platzverweisen mit 1:4 geschlagen geben, weshalb Trainer Krull auf Revanche aus ist: "Wir haben etwas gutzumachen. So ein Derby ist immer ein besonders Spiel mit eigenen Regeln. Bisher haben wir nur auf Kunstrasen- oder Ascheplätzen gespielt und werden unser Spiel dem Dringenberger Rasen anpassen müssen." Verzichten muss der im Sommer nach Kassel wechselnde Übungsleiter am Sonntag auf die Schmidt-Barbo Brüder und Max Schonlau. Dafür stehen Maxi Müller und Albert Götte wieder zur Verfügung. Bei den Dringenbergern steht hinter dem Einsatz von Dirk Büsse ein großes Fragezeichen: "Bei Dirk werden wir erst kurzfristig sehen ob die Physios grünes Licht für einen Einsatz geben. Auch bei Philippe Soethe muss ich schauen wie gut er die Belastung nach der langen Verletzungspause verkraftet", so Ziegeroski, der immerhin wieder auf Leon Hottenträger zurückgreifen kann. Unser Tipp: 2:2

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