Drei Richters: Gisbert Richter (Mitte), Trainer der SG Diemel-Süd, kann sich auf seine Söhne verlassen. Björn (l.) erzielte zwei Tore und Kai Richter ist mit zwölf Toren der Goalgetter der SG. - © VR
Drei Richters: Gisbert Richter (Mitte), Trainer der SG Diemel-Süd, kann sich auf seine Söhne verlassen. Björn (l.) erzielte zwei Tore und Kai Richter ist mit zwölf Toren der Goalgetter der SG. | © VR

Gisbert Richter will mit der SG Diemel-Süd das Aufstiegsrennen in der südlichen Kreisliga B spannend halten

Die Zusammenlegung der SF Calenberg und des SSV Herlinghausen und führte zu erfolgreichem Fußball

Carsten Zimmermann

Herr Richter, Ihr Team ist mit sechs Siegen in Serie gestartet. Wie hat das die Mannschaft euphorisiert?? Gisbert Richter: Wir hatten vorher ein sehr gutes Pokalspiel gegen Brakel. Den Erfolg haben wir mit in die Saison getragen und haben dann diesen Start hingelegt. Ich habe aber immer davor gewarnt, wie ausgeglichen die Liga ist. Wir werden bestimmt nicht den Aufstieg als Saisonziel ausgeben. So lange wir oben mitspielen und unter den ersten Fünf landen, ist die Welt für uns in Ordnung. Angesichts der Platzierungen von Herlinghausen und Calenberg in der Vorsaison ist das gute Abschneiden in dieser Spielzeit überraschend. Richter: Ja, damit war so nicht unbedingt zu rechnen, und ich bin sicher, dass die Zusammenlegung absolut notwendig war. Wenn man zwei Mannschaften stellen will, braucht man einfach eine gewisse Kaderbreite, um in einer solch ausgeglichenen Liga zu bestehen. Das ist selbst jetzt noch schwer. Wir hatten in der Hinrunde viele Ausfälle, die uns Punkte gekostet haben, und die es auch unserer zweiten Mannschaft schwer gemacht haben, weil wir immer wieder Spieler von dort abziehen mussten. Umgekehrt können wir mit voller Besetzung jedem Gegner Paroli bieten. Auch Würgassen wird es bei uns noch schwer haben. Wir wollen den Aufstiegskampf so lange wie möglich spannend halten, auch wenn Würgassen zu Recht da oben steht. Insgesamt kann man sagen, dass uns die Fusion beider Mannschaften sehr gut gelungen ist. Beide Vereine mussten erst einmal zueinander finden, es musste ein freundschaftliches Verhältnis entstehen. Das ist uns gelungen - übrigens auch bei den Zuschauern, die uns in großer Zahl unterstützen. Wie läuft die Vorbereitung auf die Rückrunde? Richter: Wie bei wohl allen Vereinen läuft das Training aufgrund des Wetters eher schlecht. Nachdem wir aufgrund der langen Verletztenliste erst einmal eine lange Pause eingelegt haben, damit sich alle ordentlich auskurieren können, steht derzeit natürlich vor allem Konditionstraining auf dem Plan. Ich hoffe aber, dass wir auch noch häufiger auf dem Platz trainieren können. Bisher können wir das nur montags in Warburg. Dort wollen wir auch noch drei Testspiele bestreiten. Am Sonntag geht es gegen Amelunxen, dann folgen Westuffeln II und Volkmarsen. Was wollen Sie mit Ihrer Mannschaft in der Rückrunde noch besser machen? Richter: Das Defensivverhalten muss eindeutig noch besser werden - wir kassieren zu viele Gegentore. Das hat allerdings auch mit den bereits erwähnten Verletzten zu tun, von denen waren einige Stammkräfte in der Abwehr dabei. Deswegen konnten wir zuletzt auch nicht mehr mit der Viererkette spielen, mit der wir angefangen hatten, sondern ich musste mit Tim Pellny wieder einen Libero einsetzen, um überhaupt Sicherheit gewährleisten zu können. Der hat mir als erfahrener Akteur dann aber wiederum im Mittelfeld gefehlt. Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde wieder auf die Stammabwehr setzen können, dann werden wir auch wieder weniger Tore kassieren.

realisiert durch evolver group