Tonangebend: Stürmer Viktor Schmidt (r.) und Spielertrainer Dennis Hustadt (im Hintergrund) sind im Spiel vom FC Blau-Weiß Weser nicht zu ersetzen. FOTO: TORSTEN WEGENER|| - © Torsten Wegener
Tonangebend: Stürmer Viktor Schmidt (r.) und Spielertrainer Dennis Hustadt (im Hintergrund) sind im Spiel vom FC Blau-Weiß Weser nicht zu ersetzen. FOTO: TORSTEN WEGENER|| | © Torsten Wegener

Beverungen/Lauenförde Die Entwicklung stagniert

Fußballteams in der Winterpause: Der Bezirksligist FC Blau-Weiß sucht noch die Form der Vorsaison. Seit zwei Wochen ist die Elf von Trainer Hustadt wieder im Training

Torsten Wegener

Beverungen/Lauenförde. Die bisherige Saison des Bezirksligisten FC Blau-Weiß Weser stellt keinem im Verein zufrieden. Nach 15 Spieltagen weist das Team eine negative Bilanz auf. Sechs Siege stehen sieben Niederlagen gegenüber. Zudem gab es zwei Remis. Man hatte sich beim Dritten der Vorsaison mehr erhofft. Ohne einen Tabellenplatz zu benennen, hatte man sich vorgenommen, die Entwicklung der Mannschaft weiter zu führen. Aber vielleicht ist auch ein Schritt zurück mal nötig, um dann zwei Schritte voraus gehen zu können. Man stand zeitweilig sogar auf einem Abstiegsplatz. Allerdings sind die Mannschaften zwischen Platz drei und sechs auch nicht so weit weg, dass sie nicht noch eingeholt werden können. Was ist also das Ziel für die Rückrunde? "Es wäre höchst fahrlässig, wenn wir uns zunächst einmal nicht mit dem Abstiegskampf beschäftigen würden", sagt Spielertrainer Dennis Hustadt ganz deutlich. Bei so einer ausgeglichenen Liga kann es schnell in die eine oder andere Richtung gehen. Wird es also eine schwierige Rückrunde? "Es liegt an uns, dass es nicht so ist", sagt der Coach, der wieder auf mehr Temperament in seiner Mannschaft hofft. Man müsse wieder enger zusammenrücken. Das Team brauche ein Eigenleben, eine bessere Dynamik. "Da müssen auch die ruhigeren Spieler mal etwas mehr aus sich herauskommen", fordert der Spielertrainer. Auch weil das Team mit Dennis Dittmer und Nico Rose im Sommer nur zwei Spieler verloren hatte, die nur noch bedingt zum Stammkader gehörten, hatte der Coach nicht damit gerechnet, dass es so eine durchwachsende Hinrunde werden würde. Was man aber sicherlich unterschätzt habe, so Hustadt, sei das Fehlen von Innenverteidiger Voss, der beruflich im Ausland weilt. Die Lücke habe man nicht kompensieren können. Hinzu gesellten sich weitere Verletzungen, so dass sich im Herbst die Mannschaft eigentlich von selbst aufstellte. "Das hat uns nicht gut getan. Der fehlende Druck hat sich negativ auf die Leistung einiger Spieler ausgewirkt", so Hustadt. Umso mehr fordert der Coach nun, dass sich seine Elf zusammenreißt, dass kleinere Wehwehchen wegsteckt werden. "Ich will, dass wir als Mannschaftsverbund wieder Spiele gewinnen." Dabei geht Hustadt zum Saisonstart am 6. Februar auch ein Vabanquespiel ein. Denn er trainiert erst seit zwei Wochen wieder mit dem Team. Zum einen weiß er um die Wichtigkeit der Partie gegen den Tabellenletzten FC Dahl/Dörenhagen, zum anderen will er seine Elf aber auch gut auf die Rückserie vorbereiten. "Es hat mittlerweile Tradition, dass wir im Winter nicht zu früh anfangen, nachdem wir einmal acht Wochen ohne jegliches Pflichtspiel trainiert hatten. Zwar wird das Spiel gegen Dahl auf Kunstrasen stattfinden, aber ob bei diesen Wetterprognosen anschließend bei uns ein Heimspiel möglich ist, ist doch sehr fraglich. Also haben wir dann noch mal zwei Wochen zur Vorbereitung", erläutert Dennis Hustadt. Ein 1:1 beim A-Ligisten VfR Borgentreich war somit das einzige Testspiel vor dem Pflichtspiel. Nächste Woche Mittwoch folgt noch ein Test beim SV Höxter. Die Partie gegen Dahl ist noch eine Partie aus der Hinrunde. Sollte Weser dieses Spiel mit zwei Toren Vorsprung gewinnen, rückt die Elf auf Platz neun in der Tabelle vor. Es wäre ein befriedigender Hinrundenabschluss, der für die Rückrunde alle Chancen offen läst.

realisiert durch evolver group