Drin ist die Scheibe: Leon Nasebandt (r.) trifft zum 3:0. - © Yvonne Gottschlich
Drin ist die Scheibe: Leon Nasebandt (r.) trifft zum 3:0. | © Yvonne Gottschlich

Herford Herforder EV ist nach 6:1-Sieg Meister

Dem Spitzenreiter gelingt die Revanche

Yvonne Gottschlich

Herford. Dank eines 6:1-Sieges revanchierte sich der Herforder EV bei den Roten Teufeln aus Bad Nauheim in der Eishockey-Aufstiegsrunde für die Niederlage vor Wochenfrist. Die Herforder, unterstützt von 760 lautstarken Fans im Eisstadion "Im kleinen Felde", dominierten das vorletzte Heimspiel über die gesamte Spielzeit. Da der TuS Wiehl am Samstag gegen Köln verlor, ist dem HEV die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen Mit dem zweiten Angriff gelang dem HEV die Führung. Alexander Seel und Nils Bohle spielten Chad Evans frei, der zum 1:0 traf. Ein Angriff nach dem nächsten rollte auf das Tor von David-Lee Paton, der hervorragend hielt. In der 8. Minute blieb er nach einem abgewehrten Schuss auf dem Eis liegen und musste verletzt ausgewechselt werden. "Er war im Krankenhaus, ist aber mit der Mannschaft zurück gefahren", berichtete Herfords Trainer Kai Frenzel später. Für ihn kam Alexander Wagner ins Spiel, der gleich mehrmals gut reagierte. Erst in der 16. Minute war er geschlagen. In Überzahl zog Lucas Klein an und traf mit einem satten Schuss ins kurze Eck zum 2:0. Im zweiten Drittel sahen die Fans genau den gleichen Verlauf. Herford dominierte, Nauheim blieb nur die Defensivrolle. In der 21. Minute spielte der HEV wieder in Überzahl, Fabian Staudt zog ab, den Abpraller nutzte Leon Nasebandt zum 3:0. Eine Minute später machte Chad Evans mit dem 4:0 alles klar. Mit dem 5:0 (48.) von Evans endete das zweite Drittel. "Wir hatten das Spiel im Griff und am Ende die größeren Kraftreserven", sagte Trainer Kai Frenzel später. "Schade, dass wir in Nauheim verloren haben. Wir haben gezeigt, dass wir sie besiegen können." Die Gäste waren nur mit zwei Torhütern und zwei Reihen nach Herford gefahren, ähnlich dezimiert wie die Herforder in Nauheim angetreten waren. "Wir hatten drei Reihen zur Verfügung. Die haben ein gutes Spiel gemacht", sagte Frenzel. Kurzfristig fiel auch noch Killian Hutt aus. "Im ersten Drittel haben wir sechs Torschüsse zugelassen, im zweiten Drittel noch drei", schaute er zufrieden auf die Statistik. Im letzten Abschnitt erhöhte Philipp Brinkmann mit einem Schlagschuss auf Vorlage von Nasebandt und Staudt zum 6:0. Nach toller Vorarbeit von Martin Flemming und Tom Södler war es Craig Austin, der mit einem sehenswerten Abschluss aus spitzem Winkel den Bad Nauheimer Ehrentreffer in der 50. Minute erzielte. "Unser gesamtes Team hat richtig gut nach hinten gearbeitete und nicht viel zugelassen", freute sich Frenzel über den guten Auftritt. "Es hätten aber ein paar Tore mehr sein dürfen", bemängelte er schmunzelnd die Torausbeute. Tore: 1:0 (2.) Evans, 2:0 816.) Klein, 3:0 (21.) Nasebandt, 4:0 (22.) Evans, 5:0 (36.) Evans, 6:0 (48.) Brinkmann, 6:1 (50.) Austin. Strafen: Herford 10 - Bad Nauheim 16 + 10.

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