Saarbrücken/Bad Oeynhausen Sebastian Dietz ist Deutscher Meister

Leichtathletik: Sportler mit Handicap stößt die Kugel in Saarbrücken auf 14,24 Meter

Jürgen Krüger

Saarbrücken. Sebastian Dietz, Leichtathlet mit Handicap vom Verein Bewegung, Sport, Gesundheit (BSG) Bad Oeynhausen, holte sich nach dem Weltmeistertitel im Oktober vergangenes Jahr nun auch den Titel des Deutschen Meisters. In Saarbrücken stieß der 30-Jährige die Kugel in der Halle 14,24 Meter weit und blieb damit gut 60 Zentimeter unter seiner WM-Weite in Doha (14,87 Meter). "Die Weite von 14,24 Meter ist für Anfang des Jahres in Ordnung", wertet Dietz selbst und ergänzt: "Ich wollte auch mal sehen, so ich stehe." Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Saarbrücken sei er nicht volles Risiko gegangen, da der Holzring mit zehn Zentimeter hoher Kante durchaus gefährlich sein kann. Das große Ziel des Ausnahmeathleten sind die Paralympischen Spiele vom 7. bis 18. September in Brasilien. Dafür trainiert Dietz mit seinem Trainer Alexander Hollstein derzeit in Bad Salzuflen hart und hat zudem einige Einheiten in der Herforder SportReha gebucht. Mitte März ist ein Trainingslager geplant. "Nach dem Sieg bei der WM war ich euphorisch und bin voller Elan in die Vorbereitungsphase eingetaucht. Mittlerweile habe ich aber auch schon die erste Durststrecke miterlebt", sagt Dietz, der viel an seiner Drehstoßtechnik arbeitet. Am Mittwoch, 2. März, gibt es in der Münchener Allianz-Arena während der Halbzeitpause des Fußballspiels zwischen Bayern München und Mainz ein Interview.

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