Drin ist der Puck: Herforder Killian Hutt (v. l.) feiert beim 7:4-Sieg gegen Soest seinen Treffer mit Kevin Rempel , Chad Evans und Philipp Brinkmann. - © Yvonne Gottschlich
Drin ist der Puck: Herforder Killian Hutt (v. l.) feiert beim 7:4-Sieg gegen Soest seinen Treffer mit Kevin Rempel , Chad Evans und Philipp Brinkmann. | © Yvonne Gottschlich

Herford Herforder EV bleibt in der Erfolgsspur

Eishockey-Aufstiegsrunde: 7:4-Erfolg gegen die Soester EG. Viele Fouls und Strafzeiten stören den Spielfluss

Yvonne Gottschlich

Herford. Es war ein hartes Stück Arbeit, dass der Herforder EV in der Eishockey-Aufstiegsrunde beim 7:4-Sieg gegen die Soester EG abliefern musste. Drei Stunden dauerte die Partie; entsprechend viel wurde aber nicht gespielt sondern diskutiert. Die Gäste wollten im ersten Drittel gar nicht richtig mitspielen, zerstörten nur und provozierten die Herforder. Die ließen sich anstecken und kassierten reichlich Strafminuten. Die Gäste nutzten einen Herforder Fehlpass zur 1:0-Führung (6.) durch William Smith. Herford wollte Eishockey spielen, fand aber personell angeschlagen nicht zum sonst so zielstrebigen Spiel. Dazu kam Pech, denn Chad Evans verpasste einen Treffer, als der Soester Torhüter schon auf dem Eis lag, das Tor frei war, der Stürmer nur die Latte traf. Nils Bohle gelang in der 13. Minute dann aber der Ausgleich. Smith nutzte wieder einen Fehlpass zur Soester Führung (16.). Nur sieben Sekunden nach dem Treffer glich Lucas Klein zum 2:2 aus. Im zweiten Drittel wurde das Spiel nicht besser, es ging weiter hart zur Sache. Die Gäste versuchten es mit viel Härte. So checkte Sebastian Sprenger in der 25. Minute Kris Gehring, der verletzt ausschied. Sprenger bekam eine Spieldauerstrafe und Herford nutzte die Überzahl mit zwei Treffern. Erst zog Chad Evans von der blauen Linie an und versenkte den Puck zum 3:2 (28.). Kevin Rempel hatte genau zugeschaut und zog 18 Sekunden später ebenso von der blauen Linie ab - 4:2. Kurz vor der Sirene eroberten die Soester wieder den Puck nach einem Fehlpass, HEV-Torhüter Lars Morawitz hielt den Schuss, den Abpraller versenkte Nils Hofmann zum 4:3. Beim 5:3 (44.) durch Lucas Klein, der von Fabian Staudt wunderbar bedient wurde, hatten die 750 Herforder Fans in der Eishalle "im kleinen Felde" die Hoffnung, es wäre die Vorentscheidung gefallen. Aber Soest verkürzte in der 51. Minute durch Jan Buschmann, der Glück hatte, dass sein Schuss abgefälscht wurde. Killian Hutt sorgte mit seinen Treffern (53. und 55.) für die beruhigende 7:4-Führung. Am Ende wurde kaum noch gespielt, es wurde auf beiden Seiten gefoult und geschlagen. Herford ließ sich immer mehr provozieren und sammelte weiter unnötige Zeitstrafen. Alexander Seel, Killian Hutt und Chad Evans saßen am Ende mehr als sie spielten. Bei der anschließenden Runde übers Eis freuten sich die HEV-Spieler kaum über die Sieg, das Lächeln wirkte gequält. Es war ein Pflichtsieg, den alle schnell vergessen wollen."Das war ein hartes Stück Arbeit und sicher kein schönes Spiel", sagte Herfords Trainer Kai Frenzel. "Wir sind schwer ins Spiel gekommen, der Gegner ist richtig unangenehm zu spielen. Wir haben uns provozieren lassen", so der Trainer, der sich nur über den Sieg freute. Tore: 0:1 (6.) Smith, 1:1 (13.) Bohle, 1:2 (16.) Smith, 2:2 (16.) Klein, 3:2 (28.) Evans, 4:2 (28.) Rempel, 4:3 (40. ) Hofmann, 5:3 (44.) Klein, 5:4 (51.) Buschmann, 6:4 (53.) Hutt, 7:4 (55.) Hutt. Strafminuten: Herford 28 + 10 (Evans) - Soest 26 + 50 (Seb. Sprenger, Smith, Gröschner).

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