Herford Basketball: BBG Herford erwartet punktgleiches Schlusslicht BSV Wulfen zum Kellerduell

Trainer Röwenstrunk bemängelt mangelhafte Offensivleistung

Stefan Hageböke

Herford. Die letztwöchige Heimpleite gegen den Mitaufsteiger SV Hagen-Haspe hat die Ausgangslage für die zuvor formverbessert aufspielende BBG Herford im Abstiegskampf der 1. Basketball-Regionalliga prekär verändert. Nun stehen Trainer Markus Röwenstrunk und sein Team am Samstag um 19.30 Uhr gegen das ebenfalls punktgleiche Schlusslicht BSV Wulfen unter enormen Erfolgsdruck. Gegenüber den Hagener Vorstädter besitzt die BBG aufgrund des desaströsen 66:77 den schlechteren direkten Vergleich, der im Falle einer etwaigen Punktgleichheit zum Saisonende ausschlaggebend wäre. "Die Niederlage ist uns eine Warnung und zeigt, dass wir kein Spiel geschenkt bekommen. In der Offense haben wir überhaupt keinen Rhythmus gefunden. Die 77 Gegenpunkte waren zwar noch halbwegs okay, aber verteidigt haben wir keinesfalls gut", gestand Christoph Steffen. Um einen gleichartigen GAU gegenüber Wulfen zu vereiteln, ist ein Heimsieg mit mindestens vier Punkten Differenz erforderlich. Hierzu muss dringend an die vorherigen guten Leistungen gegen Schalke, Grevenbroich und Dorsten angeknüpft werden. Der im Hinspiel mit 76:73 siegreiche BSV Wulfen reist mit der gegenwärtigen Empfehlung eines überraschenden 94:82 über die Telekom Baskets Bonn II aus dem Kreis Recklinghausen an die Werre, wobei er die ersten drei Viertel für sich entschied. Der hierbei die kompletten 40 Minuten auf dem Parkett stehende Christopher Brown avancierte mit 24 Punkten sowie acht Rebounds zu Wulfens effektivstem Akteur. Seinen Teamgefährten Javier-Lorenzo Nassare (16 Punkte) und Jan Letailleur (18) gilt ebenfalls ein besonderer Augenmerk. Coach Markus Röwenstrunk bemängelte neben der mangelhaften Offensivleistung auch ausbleibende Konsequenz in der Verteidigung sowie fehlende Homogenität. "Wir haben zu wenig rausgeboxt und als Team nicht gut funktioniert." Daher ist allen BBG-Beteiligten klar, wo der Hebel anzusetzen ist. Ansonsten bewegt sich der Fahrstuhl womöglich schon vorzeitig abwärts in Richtung 2. Regionalliga zurück.

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