Gibt die Richtung vor: Sascha Cosentino bleibt Trainer des SC Herford. - © Gottschlich
Gibt die Richtung vor: Sascha Cosentino bleibt Trainer des SC Herford. | © Gottschlich

Herford Trainer Cosentino bleibt dem SC Herford erhalten

Walter Dollendorf

Herford. Bevor der Fußball-Westfalenligist SC Herford am kommenden Sonntag mit dem Testspiel gegen den VfB Oldenburg in die Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison startet, ist die sportlich wichtigste Personalie geklärt. Trainer Sascha Cosentino sagte frühzeitig für die Saison 2016/2017 zu. "Ich freue mich sehr, dass Sascha uns erhalten bleibt, war aus unserer Sicht unabhängig von der Klassenzugehörigkeit gilt. Wobei ich davon ausgehe, dass wir auch in der kommenden Saison in der Westfalenliga spielen", sagt Sven Moning, Teammanager des derzeit auf einem Abstiegsplatz stehenden SCH. Ihn ehre das Vertrauen, "weiter bei einem Traditionsverein wie dem SC Herford arbeiten zu können", so Sascha Cosentino. Allerdings muss er sich im Sommer nach einem neuen Co-Trainer umsehen, denn Janis Kaspelherr tritt eine neue Arbeitsstelle in Düsseldorf an. "Die Rückrunde zieht er noch durch. Darüber freue ich mich sehr, denn ich arbeite mit Janis sehr gerne zusammen", sagt Cosentino. Bis zum Start am 21. Februar gegen den SV Rödinghausen stehen wenig freie Tage, aber viele Trainingseinheiten und Testspiele auf dem Vorbereitungsplan. "Wir müssen uns vor allem mit unserer defensiven Grundordnung beschäftigen, denn wir haben viel zu viele Gegentore bekommen. Das Spiel gegen den Ball war in der Hinrunde nicht gut. Daran werden wir in den kommenden Wochen intensiv arbeiten", sagt Cosentino, der sich in der Wintervorbereitung neben möglichst wenig Verletzungsproblemen vor allem eines wünscht: Öfters mal einen gesamten Sportplatz bei den Einheiten zur Verfügung zu haben. "Da hat es für uns positive Gespräche gegeben, so dass wir häufiger vernünftiger arbeiten können als in der Hinrunde, als wir uns ständig den Platz mit anderen Mannschaften teilen mussten", so der Herforder Coach. Ob der Kader für die Rückrunde Zuwachs bekommt, nachdem Giacomo Serrone und Joscha Kachel den SCH verlassen haben, ist laut Sven Moning noch nicht sicher. "Grundsätzlich halten wir den Kader für stark genug, um den Klassenerhalt zu schaffen. Wenn jemand kommt, muss er die Qualität haben, uns garantiert verstärken zu können", sagt der Teammanager. Immerhin kommen in den nächsten Wochen noch drei Akteure aus den eigenen Reihen hinzu. Tim Vezzon steigt nach seinem Kreuzbandriss ins Training ein. "Sein Knie ist in Ordnung. Es ist jetzt eine mentale Sache, inwieweit er sich wieder in die Zweikämpfe traut", sagt Sascha Cosentino. Mit Martin Fuhsy, der sich ebenfalls das Kreuzband gerissen hatte, rechnet Cosentino Anfang März. Julien Mädler, der beruflich in London unterwegs ist, steht wohl Anfang Februar wieder zur Verfügung. Derzeit laufen unter der Federführung von Sven Gleisner zudem die Planungen in der Jugendabteilung auf Hochtouren. Dabei liegt der Fokus derzeit auf der stark abstiegsbedrohten B-Jugend, die noch den Klassenerhalt in der Bezirksliga schaffen soll. "Wir wollen die Liga unbedingt halten", sagt Gleisner, der zudem bereits mit allen Trainern im Nachwuchsbereich gesprochen hat. "Ich möchte gerne bis Ende Januar wissen, wer bei uns bleibt und wer vorhat, eine neue Aufgabe anzugehen. Denn dann haben alle Beteiligten frühzeitig Klarheit", sagt Gleisner. Trotz der prekären Tabellensituation der 1. Mannschaft sollen weiter talentierte Akteure der A-Jugend bei Sascha Cosentino mittrainieren. "Unser Ziel ist, dass Jugend und Senioren Hand-in-Hand arbeiten. Da sind wir auf einem guten Weg", so Gleisner. Er selbst ist für dieses Vorhaben das beste Beispiel. Neben seinen Aufgaben im Nachwuchsbereich ist Sven Gleisner auch Torwart-Trainer der 1. Mannschaft.

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