Gute Laune: Isabel Kreimeier (M.) ist bei der Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford (IWKH) angestellt und absolviert ihre dreijährige Ausbildung beim Kreissportbund (KSB) und der TG Herford. Meike Lübbe (Geschäftsführerin IWKH) und Nils Wörmann (Geschäftsführer KSB) schauen ihr über die Schulter. - © Walter Dollendorf
Gute Laune: Isabel Kreimeier (M.) ist bei der Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford (IWKH) angestellt und absolviert ihre dreijährige Ausbildung beim Kreissportbund (KSB) und der TG Herford. Meike Lübbe (Geschäftsführerin IWKH) und Nils Wörmann (Geschäftsführer KSB) schauen ihr über die Schulter. | © Walter Dollendorf

Kreis Herford Herforder Kreissportbund geht bei der Ausbildung neue Wege

Training für den Job

Kreis Herford. Der Kreissportbund (KSB) Herford möchte mit einem neuen Lehrgang gezielt Auszubildende und deren Ausbildungsbetriebe im Kreis ansprechen. In Zusammenarbeit mit der Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford (IWKH) bietet der KSB unter der Überschrift "Training für den Job - Mach Dich fit und übernimm Verantwortung" für Azubis das Basismodul der Übungsleiterausbildung an. Der Lehrgang soll sowohl im Rahmen der betrieblichen Ausbildungszeit als auch in der Freizeit absolviert werden.

Für KSB-Geschäftsführer Nils Wörmann profitieren sowohl Auszubildende und deren Betriebe als auch der regionale Sport von diesem Qualifizierungsprogramm. "Die jungen Menschen sollen unter anderem lernen, selbstständig Sport- und Bewegungsangebote zu planen und umzusetzen, in der Gruppe frei zu reden oder soziale Verantwortung innerhalb und außerhalb des Betriebs zu übernehmen", sagt Wörmann, der Kaufmann gelernt hat, bevor sich ein Studium der Sportwissenschaft anschloss. "Ich weiß also, wie Auszubildende denken und fühlen", sagt er mit einem Lächeln.

Gerade für den Betrieb sieht Wörmann einige Vorteile: "Die Absolventen des Lehrgangs können Sportgruppen mit betrieblicher Bindung aufbauen und den Teamgedanken, der im Sport eine große Rolle spielt, in den Betrieb mit einbringen", sagt Nils Wörmann. Zudem, und dies ist für den KSB-Geschäftsführer ein ganz wichtiger Punkt, profitieren auch die Sportvereine, wenn sich die jungen Leute außerhalb des Betriebs ehrenamtlich engagieren. Ziel ist, dass die Betriebe, die sich an diesem Projekt beteiligen, ihren Auszubildenden zweimal zwei freie Tage zubilligen, an denen sie sich bei diesem Lehrgang engagieren. Im Gegenzug opfern auch die Azubis ein freies Wochenende. Sportlehrer, -wissenschaftler und Pädagogen leiten den Unterricht. "Die Betriebe bekommen von uns auch eine schriftliche Rückmeldung und Bewertung", sagt Wörmann.

Mit im Boot ist die Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford, die für das Projekt wirbt. "Die Betriebe, die mit uns die Verbundausbildung machen, haben wir bereits angeschrieben und mit Informationen versorgt", sagt IWKH-Geschäftsführerin Meike Lübbe. Auch bei der eigenen Ausbildung gehen KSB und IWKH neue Wege.

Information

30 Lerneinheiten

  • Das Programm „Training für den Job“, mit dem der Kreissportbund (KSB) Auszubildende in einem ersten Schritt zu Übungsleitern qualifizieren möchte, umfasst 30 Lerneinheiten.
  • Mindestens 10 und maximal 15 Auszubildende müssen mitmachen.
  • Das Training soll in der Sporthalle einer Herforder Schule angeboten werden.
  • Die genauen Termine stehen noch nicht fest.
  • Weitere Informationen bei KSB-Geschäftsführer Nils Wörmann unter Tel. (0 52 21/13 14 36) oder info@ksb-herford.de

Erstmals absolviert die Auszubildende Îsabel Kreimeier Teile ihrer dreijährigen Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau bei einem Verein, nämlich der Turngemeinde Herford, die der größte Sportverein im Kreis Herford ist . Die Vlothoerin, die nach ihrem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert hat, ist bei der IWKH angestellt, arbeitet beim Kreissportbund sowie einmal in der Woche bei der TG Herford. Dort ist sie unter anderem in der Geschäftsstelle, im Fitness-Studio oder bei der Eltern-Kind-Turngruppe tätig. "Wir möchten die Ausbildung breiter fächern. Da die Unterstützung unserer Sportvereine eine unserer Aufgaben ist, ist es gut, wenn unsere Sport- und Fitness-Auszubildenden Einblicke in die ganz normale Vereinsarbeit bekommen", sagt Nils Wörmann.

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