SV Rödinghausen unterliegt im Testspiel gegen den Bundesligisten aus Bremen mit 1:5

Werders früher Wirbelwind

VON THOMAS VOGELSANG

SV Rödinghausen unterliegt Werder Bremen mit 1:5 - © Rödinghausen
SV Rödinghausen unterliegt Werder Bremen mit 1:5 | © Rödinghausen

Rödinghausen. Vor dem Testspiel gegen den Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen hatte Mario Ermisch vom Westfalenligisten SV Rödinghausen noch erklärt, er sei mit einem ähnlichen Resultat wie bei der Vorbereitungspartie gegen den Champions-League-Teilnehmer FC Valencia vor einigen Monaten zufrieden. Damals hieß es 0:4. Doch nach dem 1:5 (1:4) Dienstagabend gegen die Hansestädter war Ermisch trotzdem angefressen.

"Die erste Halbzeit war eine Katastrophe. Wir gehen hier gegen einen Bundesligisten ohne jede Anspannung ins Spiel. Man kann auch 0:5 oder 0:6 verlieren, aber das Wie ist entscheidend. Und das war im ersten Durchgang ganz sicher nicht mein Anspruch", machte Ermisch aus seinem Herzen keine Mördergrube. Der Grund für den Ärger des SVR-Trainers lag auf der Hand. Nach 24 Minuten hatte Bremen bereits ein 4:0 vorgelegt und es schien, als sollte der ohne zwölf abgestellte Nationalspieler angetretene Erstligist den Sechstligisten förmlich überrollen.

Werder Bremens Kapitän Aaron Hunt (Mitte) war der Dreh- und Angelpunkt in seinem Team. Hier bereitet er gegen Rödinghausens machtlosen Keeper Jan Schönwälder (l.) das zwischenzeitliche 3:0 vor. Philipp Brüggemeyer (r.) kann nur noch zuschauen. - © FOTOS: YVONNE GOTTSCHLICH
Werder Bremens Kapitän Aaron Hunt (Mitte) war der Dreh- und Angelpunkt in seinem Team. Hier bereitet er gegen Rödinghausens machtlosen Keeper Jan Schönwälder (l.) das zwischenzeitliche 3:0 vor. Philipp Brüggemeyer (r.) kann nur noch zuschauen. | © FOTOS: YVONNE GOTTSCHLICH

Schon mit dem ersten Schuss aufs Tor, mit dem Nils Petersen in der 3. Minute das 1:0 für Werder erzielte, wurde Rödinghausen kalt erwischt. Danach fanden die Hausherren zunächst überhaupt kein Mittel, um die mit viel Spielfreude kombinierenden Hansestädter an weiteren Toren zu hindern. Petersen, Aaron Hunt und Mehmet Ekici sorgten quasi bei jeder Offensiv-Aktion für Gefahr, und auf der linken Abwehrseite fand der bereits in der 32. Minute gegen Sebastian Plog ausgewechselte Philipp Brüggemeyer keinerlei Zugriff auf seinen Gegenspieler Florian Trinks. Logische Folge waren weitere Tore durch Assani Lukimya per Kopfball nach einer Ecke von Hunt (15.), Petersen nach Vorlage Hunts (21.) und Hunt selbst nach schöner Vorarbeit von Ekici (24.).

"Wir hatten zunächst überhaupt keine Ordnung und Werder hat uns fast schon vorgeführt. Da kann man sehen, wie man den Ball laufen lassen kann", meinte SVR-Abwehrchef Ihsan Kalkan nach dem Abpfiff. Doch nach dem vierten Gegentor besann sich der SVR darauf, dass er auch einige Qualitäten hat. "Als wir dann selbst angefangen haben Fußball zu spielen, lief es besser", sagte Rödinghausens 2. Vorsitzender René Wederz. Und so kamen plötzlich auch die Hausherren zu Chancen. In der 26. Minute schoss der agile Nico Schneck nach Vorlage von Marcel Leeneman knapp rechts am Tor vorbei. Nur eine Minute zielte er per Kopf nach einem Freistoß von Christian Schiffbänker besser und traf zum Anschlusstor.

Copyright © Neue Westfälische 2017
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group