Vitali Stanko (l.) von der RG Sende/Bielefeld hat sich gegen den Ückerather Alexander Felker in der Freistil-Klasse bis 61 kg gut geschlagen. Dennoch hatte er mit 0:2 das Nachsehen. - © FOTO: ASTRID PLASSHENRICH
Vitali Stanko (l.) von der RG Sende/Bielefeld hat sich gegen den Ückerather Alexander Felker in der Freistil-Klasse bis 61 kg gut geschlagen. Dennoch hatte er mit 0:2 das Nachsehen. | © FOTO: ASTRID PLASSHENRICH

Zum Taktieren fehlen die Alternativen

RINGEN: 16:24 – Die RG Sende/Bielefeld ist gegen die starke Riege des AC Ückerath chancenlos

Von AStrid Plasshenrich
21.11.2014 | Stand 19.11.2014, 22:54 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. "Mehr war einfach nicht drin." Karsten Siek, Abteilungsleiter und Athlet der Ringergemeinschaft Sende/Bielefeld, versuchte erst gar nicht, die 16:24-Heimniederlage in der Landesliga gegen den AC Ückerath schönzureden.

Es bleibt dabei: Die Sender zahlen im Jahr 1 nach dem Aufstieg weiter Lehrgeld. Sobald auch nur ein Ringer ausfällt, kann die Ringergemeinschaft das nicht mehr kompensieren. Gegen Ückerath war es Andy Frick (griechisch-römisch bis 57 kg). Der Sender hatte eine Schwellung im Knie und war deshalb nicht beschwerdefrei. Nach einigen Sekunden auf der Matte gab Frick – wie abgesprochen – auf. Die ersten vier Punkte waren damit weg. "Durch Andys Verletzung konnten wir unsere Aufstellung nicht mehr variieren. Ich hätte gerne anders taktiert", erklärt Karsten Siek.

Weil Ückerath keine Athleten in den Klassen griechisch-römisch bis 66 kg und Freistil bis 130 kg stellen konnte, gingen jeweils 4:0-Punkte kampflos an Sobbanallah Mohammadi und Alex Zilke. "Obwohl zwei Ringer nicht dabei waren, waren die Ückerather mit einer extrem starken Riege angereist", so der Sender Abteilungsleiter.

Das bekamen vor allem die Miller-Brüder zu spüren. Eugen trat im griechisch-römischen Stil bis 75 kg gegen einen Athleten an, der im Vorjahr noch in der 2. Bundesliga gekämpft hatte. "Das war eine Granate", zollte Karsten Siek Respekt, "dafür hat sich Eugen aber gut geschlagen." Bruder Daniel traf ebenfalls auf einen starken Gegner und musste seinen Kampf mit 0:3 verloren geben. Die einzigen Siege, die die Sender auf der Matte erringen konnten, gingen auf die Kappe von Alexander Zilke und Siek. Beide legten die Gegner bei ihren 4:0-Siegen auf die Schulter.

Nach ihrem elften Saisonkampf befinden sich Sender noch immer auf den letzten Tabellenplatz. Trotzdem zieht Abteilungsleiter von SW Sende nach den ersten Monaten in der Landesliga ein positives Fazit. "Die Zusammenarbeit mit Atlas Bielefeld klappt gut. Dadurch war es überhaupt erst möglich, den Wettkampfbetrieb in der Landesliga aufrecht zu halten", sagt Siek, "klar, es wäre natürlich schöner, wenn wir öfter in unserer Halle an der Grauthoffschule ringen könnten."

Absteigen können die Sender Ringer im übrigen nicht mehr. Durch den Rückzug des KSV Hohenlimburg II steht der erste und einzige Absteiger bereits fest. "Die Mannschaft hat sich auch dafür ausgesprochen, dass wir in der kommenden Saison wieder in der Landesliga antreten. Auch wenn wir im Moment viele Niederlagen kassieren", sagt Karsten Siek.

An diesem Samstag treten die Sender beim KSV 02 Gütersloh an. Ein Derby, bei dem Siek gern die 13:23-Heimpleite vergessen machen möchte. Gleichzeitig ist es ein Kellerduell. Gütersloh steht nur einen Platz vor Sende/Bielefeld. Mit einem Sieg würde die RG den KSV überholen (bei zwei mehr absolvierten Kämpfen). Siek hofft, dass sich bis dahin Andy Frick fit zurückmeldet. Der Kampf geht um 19 Uhr in der Sporthalle der Volkeningschule in Gütersloh los.

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