Der Sender Ringer Daniel Miller zeigt gegen Lünen trotz seiner Niederlage eine ganz starke Leistung. - © ARCHIVFOTO: NW
Der Sender Ringer Daniel Miller zeigt gegen Lünen trotz seiner Niederlage eine ganz starke Leistung. | © ARCHIVFOTO: NW

Dem Topfavoriten frech die Punkte geklaut

RINGEN: Sende/Bielefeld muss Primus gratulieren

Schloß Holte-Stukenbrock (mav). Die Ringergemeinschaft Sende/Bielefeld steckt in der Landesliga in einer Ergebniskrise. Das 9:23 beim VfK Lünen-Süd war für die RG die dritte Pleite in Folge. Allerdings war die Niederlage gegen den ungeschlagenen Tabellenführer im Gegensatz zu den unglücklich und knapp verloren gegangenen beiden Kämpfen zuvor eingeplant.

"Es lief genauso wie erwartet", sagt Sendes Ringerchef Karsten Siek, "wir wollten uns aber dennoch so teuer wie möglich verkaufen, ein paar Kampfpunkte holen und den anderen ein paar Punkte klauen. Und das ist uns auch gelungen." Etwa beim Kampf von Daniel Miller (bis 75 kg), der gegen seinen im Vorfeld als übermächtig eingeschätzten Gegner zehn Sekunden vor dem Kampfende noch 12:11 geführt hatte, dann aber noch mit 12:13 verlor. Die Folge: Lünen bekam für diesen Punktsieg nur ein 1:0 gutgeschrieben (zum Vergleich: für Schultersiege gibt es 4:0 Punkte). Siek: "Damit war nicht zu rechnen, zumal Daniel auch noch total vergrippt war."

Oder Karsten Siek selbst. Der hatte in der Klasse bis 86 kg erst in den letzten 30 Kampfsekunden noch zwei Zähler abgegeben und am Ende 0:3 nach Punkten verloren. "Das hatte keiner erwartet, dass ich gegen diesen Mann über die volle Zeit gehe", sagt er, "auch das war ein geklauter Punkt." Für die neun Punkte auf der Habenseite sorgten indes Eugen Miller (bis 75 kg) und Sobbanallah Mohammadi (bis 66 kg) jeweils mit 4:0-Schultersiegen sowie Alex Zielke (bis 130 kg) mit einem knappen 1:0-Punktsieg.

"Die Leistung der Jungs war wirklich gut, wir sind gut gelaunt wieder nach Hause gefahren", sagt Karsten Siek. Klar ist: Die Siege müssen die Sende-Bielefelder gegen anderen Mannschaften holen. "In den kommenden drei Kämpfen ist für uns alles drin", so Karsten Siek, "von drei Siege bis drei Niederlagen ist alles möglich."

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