Beim Start des Hauptlaufes über zehn Kilometer tauchten die Zuschauer die Strecke mit Wunderkerzen in ein heimeliges Licht. - © FOTO: HENRIK MARTINSCHLEDDE
Beim Start des Hauptlaufes über zehn Kilometer tauchten die Zuschauer die Strecke mit Wunderkerzen in ein heimeliges Licht. | © FOTO: HENRIK MARTINSCHLEDDE

Ganz schön viel los auf Verls Straßen

1.056 Teilnehmer machen den 1. Verler Citylauf zu einem vollen Erfolg

VON UWE KRAMME

Verl. Der 1. Verler Citylauf hatte gestern Abend zwei Sieger: Den Turnverein, der mit seinem Cheforganisator Thorsten Nöthling an der Spitze eine glänzende Premiere hinlegte, und Jürgen Teicher, der nach 36:25 Minuten für die zehn Kilometer als Erster auf das Treppchen steigen durfte. "So ein Glück hat man nicht oft, dass man zu einem neuen Lauf fährt und gewinnt", stellte der von der "tollen Atmosphäre an der Strecke" beflügelte Vertreter der LSF Werne fest.

Alexandra Berenbrinker bestätigte diesen Eindruck. Die für die Hirtenweg Runners startende Hövelhoferin erwies sich als schnellste Frau im Feld der 214 10-km-Läufer. "Auch wenn es auf einigen Streckenabschnitten recht dunkel war, abends durch so eine Stadt zu laufen ist etwas ganz anderes als am Tage.". Nicht ganz zufrieden war Berenbrinker, die Rita Kirst von der Prachtmischung Verl deutlich hinter sich gelassen hatte, mit ihrer Zeit von 41:16 Minuten. "Ich wäre gerne unter 41 Minuten geblieben, aber vielleicht klappt das ja beim nächsten Mal."

Dass es einen 2. Verler Citylauf geben wird, stand für Thorsten Nöthling schon fest, als die letzten Teilnehmer der ersten Auflage noch auf der Strecke waren. "Die Sportler haben unser Angebot hervorragend angenommen, jetzt sind wir gefragt, es weiter zu verbessern und zu etablieren." Nöthling, von Haus aus Triathlet und Veranstalter von Dreikämpfen ("Läufer sind nicht so anspruchsvoll") hatte auch schon erste Ideen, was zu tun ist. "Wir brauchen ein noch besseres Lichtkonzept und wir können die Verpflegung der Läufer verbessern. Wenn die Rückmeldungen vorliegen, dann setzen wir uns zusammen." Heute sei er aber erst einmal stolz auf die Teilnehmerzahl bei der Erstauflage. "Denn 1.056 Starter sind viel mehr, als wir uns in unseren kühnsten Träumen erhofft hatten."
"Ganz schön viel los auf Verls Straßen", fand denn auch Paul Hermreck, als er das Schülerfeld auf die Strecke durch die Innenstadt schickte. Gerne verzichtet hätte der Bürgermeister allerdings auf den Stau, der sich wegen der Sperrung der A2 auf der Gütersloher Straße gebildet hatte und vielen Teilnehmern die Anfahrt erschwerte. "Aber daran kann man nichts machen", fand Hermreck. "Weitermachen sollten jedoch die Veranstalter des Citylaufs, denn das ist eine gute Sache für unsere Stadt."

370 Kinder und Jugendliche, in der Mehrzahl von den Verler Schulen, hatte Hermreck auf den 1,8 Kilometer langen Schülerlauf geschickt. Die weit mehr als tausend Zuschauer staunten nicht schlecht, als Peer-Bastian Humpert bereits nach 6:25 Minuten wieder im Ziel war und die Konkurrenz weit abgehängt hatte. "Ich spiele Fußball in der E-Jugend des SC Verl", verriet der Zehnjährige sein Erfolgsgeheimnis.

Platz zwei ging an den sechs Jahre ältern Erik Siggemann von der DLRG Verl (6:44,9 Min.) und Platz drei an den 13-Jährigen Patrick Heidemanns (6:49,7 Min.). Als erstes Mädchen war die zehn Jahre alte Charlotte Esken (7:07.3 Min) von der Grundschule Kaunitz wieder im Ziel. Ihre Schwester Henriette gewann den Wettbewerb in der Altersklasse U 8 mit 9:04 Minuten.

477 Läufer beteiligten sich am Alulux Firmen- und Teamlauf über fünf Kilometer. Neben großen Aufgeboten diverser Verler Unternehmen hatten auch die Vereine starke Abordnungen geschickt. Die Verbandsliga-Handballer ("Wer keine Punkte holt, der muss laufen") waren auf der Straße statt in der Halle unterwegs. Von den vielen Fußballern des Sport-Clubs vertrat der für das Alulux-Team antretende Marco Kaminski das Regionalligateam. Der Linksverteidiger freute sich über seine Zeit von neunzehn Minuten: "Einen Tag nach einem Meisterschaftsspiel ist das nicht schlecht." Viel schneller war allerdings Rouven Kelter aus Oelde, der mit 16:12 Minuten vor dem Verler Mario Jürgens (16:41 Min) und dem Paderborner Jonas Linnemann (16:43 Min.) gewann. Bei den Frauen setzte sich Kea Wagemann aus Paderborn mit 19:40 Minuten vor Elke Wolf aus Schermede (21:06 Min.) durch.

Das 10-km-Rennen bestimmte Jürgen Teicher von der Spitze. Platz zwei sicherte sich Rene Müller (37:17 Min.) vom EGE-Team, dem Namensponsor dieses Wettbewerbs. Hinter ihm kamen Christian Feldevert (37:46 Min.), der Verler Ingo Erlei (37:46 Min.) und Karl-Heinz Stückerjürgen (38:03 Min) aus Sende ins Ziel.

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