Murat Bozduman von der LG Burg Wiedenbrück (l.) und Thomas Himpel von der DJK Gütersloh zeigten gleich beim Start auf dem Klosterlauf, dass sie über 10 Kilometer und im Halbmarathon den Sieg wollten. - © FOTOS: MARKUS NIELÄNDER
Murat Bozduman von der LG Burg Wiedenbrück (l.) und Thomas Himpel von der DJK Gütersloh zeigten gleich beim Start auf dem Klosterlauf, dass sie über 10 Kilometer und im Halbmarathon den Sieg wollten. | © FOTOS: MARKUS NIELÄNDER

Lob für neue Streckenführung

Souveräne Sieger, aber nur 327 Teilnehmer beim 36. Marienfelder Lutterlauf

VON MARKUS NIELÄNDER

Harsewinkel. Der 36. Marienfelder Lutterlauf war am Samstag fest in der Hand der heimischen Asse. Über 10 Kilometer siegten Murat Bozduman (LG Burg Wiedenbrück) in 36:09 und Stefanie Vergin (Post SV Gütersloh) in 42:34 Minuten. Über die Halbmarathondistanz stellte die DJK Gütersloh mit Thomas Himpel (1:23:04 Std.) und Melanie Genrich (1:28:54 Std.) die Sieger.

Für eine Überraschung sorgte Melanie Genrich. In einem schwach besetzten Halbmarathon lief die 35-Jährige als Gesamtzweite vor (fast) allen Männern ins Ziel an der Marienschule. "Ein toller Trainingslauf im Marathontempo", freute sich die DJK-Läuferin, die sich auf den Start Ende Oktober in Frankfurt vorbereitet. Zweite wurde hinter ihr mit 1:30:45 Stunden Vereinskollegin Michelle Rannacher. "Der Lauf war mit Hansi nicht abgestimmt, aber ich wollte unbedingt mal einen Halbmarathon laufen. Es war mal eine ganz andere Erfahrung", strahlte sie. Die 19-Jährige betrat nach dem Lauf auch in anderer Hinsicht neues Terrain: Sie zog nach Herzogenbosch (Niederlande) um, wo sie ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und des Zierpflanzengartenbaus aufnimmt. "Vorerst werde ich weiter nach den Plänen von Hansi Böhme trainieren", erklärte Rannacher.

Thomas Himpel schwankte bei der Beurteilung seines Sieges zwischen Freude und Frust. Einerseits war der 34-Jährige froh, seinen zweiten Halbmarathon überhaupt gewonnen zu haben. Andererseits ärgerte er sich darüber, in Runde zwei nicht mehr das Tempo gehalten zu haben.

Eine gute halbe Stunde hinter Himpel kam Ralph Brinkhaus ins Ziel. Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Gütersloh ("Ich würde gerne mehr Laufen, aber dazu fehlt mir die Zeit") absolvierte die 21,097 Kilometer zwischen zwei Terminen und war mit seiner Zeit von 1:54:34 Stunden zufrieden: "Das war mein erster Halbmarathon seit acht Jahren. Ich wollte es einfach mal wieder ausprobieren."

Eine Dauerläuferin im wahrsten Sinn des Wortes ist dagegen Stefanie Vergin, die den "Zehner" zum vierten Mal gewann. "Ich musste bis um 14.30 Uhr arbeiten und war noch ganz kaputt", stöhnte die Postzustellerin allerdings. Trotz der Hetze, Start war um 15.15 Uhr, feierte die 39-Jährige ihren klaren Start-Ziel-Sieg mit Kaffee und Kuchen. Den hatte sie Ende Juni zusammen mit einer Startnummer als Siegerin beim Marienfelder "Run for Fun" gewonnen.

Rundum zufrieden war dagegen Murat Bozduman. Der Wiedenbrücker gewann ungefährdet vor Uwe Kramp (37:01 Min., TG Lage) und dem Bielefelder Robert Schulz (37:20 Min.). "Ich wollte einfach mein Tempo von 3:30 Minuten pro Kilometer laufen, das hat einigermaßen geklappt." Zeit verlor Bozduman durch den Gegenwind auf den ersten vier Kilometern.

Für den fünften heimischen Sieg sorgte Magdalena Przybilla (DJK Gütersloh) über 5 Kilometer in 21:09 Minuten. Schnellster Mann über diese Distanz war der Brackweder Thorsten Krüger in 17:19 Minuten.

Das Fazit von Rainer Strototte (LG Marienfeld) fiel zwiespältig aus: "Der Ablauf der Veranstaltung hat super geklappt, wir haben viel Lob für die neue Streckenführung über den Klosterhof bekommen." Mit nur 327 Teilnehmern war der Cheforganisator aber nicht zufrieden. "Im nächsten Jahr liegt unser Termin nach den Ferien, dann kommen sicherlich wieder mehr Schüler", hofft er jedoch.

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