Beim Start rahmten Elias Sansar (6099) und Philipp Kaldewei (6055) die 9,2 Kilometer später mit Rekord siegreiche Melanie Genrich ein. - © FOTOS: HENRIK MARTINSCHLEDDE
Beim Start rahmten Elias Sansar (6099) und Philipp Kaldewei (6055) die 9,2 Kilometer später mit Rekord siegreiche Melanie Genrich ein. | © FOTOS: HENRIK MARTINSCHLEDDE

Rekord und Premiere zum Genießen

Melanie Genrich und Elias Sansar gewinnen das Hauptrennen bei "Gütersloh läuft"

VON MANFRED MODERAT

Gütersloh. Laufen, Lächeln und Genießen - die 7. Auflage von "Gütersloh läuft" wurde dem eigenen Motto am Samstag gerecht. 1.153 Teilnehmer aller Altersklassen beteiligten sich an den diversen Läufen. Die meisten kamen mit einem Lächeln ins Ziel und genossen die Tour durch die grüne Lunge der Stadt. Genießen konnten auch die Zuschauer: Selten war auf der Eventwiese so großer Andrang an den Aktionsständen, woran auch das ideale Wetter seinen Anteil hatte. Für gute Stimmung sorgte mit zwei Auftritten die Band von "Sebel" aus Wanne-Eickel, "Das Konzept einer Veranstaltung für die ganze Familie ist aufgegangen" freute sich Markus Corsmeyer. Der 50-jährige Redaktionsleiter des "GT Info" hatte zum dritten Mal die Leitung eines Veranstalterteams, das zudem von Schenke Delikatessen, Intersport Finke und Gartencenter Brockmeyer gebildet wurde. Den perfekten sportlichen Ablauf garantierte Jochen Schröder. Selbst ein zweimaliger Stromausfall konnte der Veranstaltung nichts anhaben - er wurde einfach weggelächelt.

Um 16 Uhr machte das Gerücht die Runde: "Elias Sansar ist da." Um 18.45 Uhr war es Gewissheit: Der siebenmalige Hermannslaufsieger stand erstmals am Start des Sommerabendlaufs über 9,2 Kilometer. "Ich habe mich kurzfristig entschieden", erklärte der aus Detmold angereiste 33-Jährige. Die Frage nach dem Sieger hatte sich damit erledigt. Sansar gewann in 29:20 Minuten, verwies Philipp Kaldewei aus Oelde auf Platz zwei, ließ dem "Titelverteidiger" aber seinen Streckenrekord. Dieses I-Tüpfelchen gelang der schnellsten Frau: Die Gütersloherin Melanie Genrich war mit 34:26 Sekunden zwei Sekunden schneller als bei ihrem Rekordlauf im Vorjahr.

Elias Sansar hatte für Samstag einen Tempodauerlauf im Trainingsplan stehen. "Ich hatte aber keine Lust, mir das alleine anzutun. Da habe ich mir gedacht, ich mache das in Gütersloh mit Philipp." Was Sansar nicht wusste: Kaldewei ging mit Trainingsrückstand an den Start, weil ihn ein Zeckenbiss inklusive Krankenhausaufenthalt zwei Wochen Vorbereitung gekostet hatte.

Es war von vornherein nicht daran zu denken, das Tempo seines letztjährigen Rekordlaufes (29:02 Min.) anzuschlagen. Sansar ("Es herrschte eine tolle Atmosphäre") musste also doch alleine auf die Tube drücken. Dirk Flachmann fuhr ihm mit dem Mountainbike zwar den Weg durch überrundete Läufer frei, doch am Ende fehlten 18 Sekunden. "Vom Gefühl her war es ein Tempo wie 31:30 über 10 Kilometer – eigentlich hätte es für den Rekord reichen müssen", wunderte sich Elias Sansar im Ziel. Vielleicht auch deshalb hatte er den Siegerpokal der Sparkasse Gütersloh nicht gleich auf Anhieb lieb: "Ich werden ihn wohl verschenken, ich habe zuhause einfach keinen Platz."

Copyright © Neue Westfälische 2017
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group