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Das Finale hinter den Dernys ist der stimmungsvolle Abschluss der Gütersloher "Nacht". Der RSV hofft, dass eines seiner Trikots dabei ist. - © FOTOS: HENRIK MARTINSCHLEDDE
Das Finale hinter den Dernys ist der stimmungsvolle Abschluss der Gütersloher "Nacht". Der RSV hofft, dass eines seiner Trikots dabei ist. | © FOTOS: HENRIK MARTINSCHLEDDE

Extremes Tempo auf enger Strecke

RADSPORT: 35. Volksbank City-Nacht des RSV Gütersloh heute mit vielen Favoriten

VON WOLFGANG TEMME VON WOLFGANG TEMME
17.05.2013 | Stand 16.05.2013, 20:05 Uhr

Gütersloh. 84 Namen stehen in der Teilnehmerliste für die heutige 35. Volksbank City-Nacht des RSV Gütersloh. Damit rollen 84 unterschiedliche Strategien und Zielsetzungen um 20.25 Uhr an den Start des über 60 Kilometer führenden Rundstreckenrennens am Berliner Platz. Doch ein gemeinsamer Wunsch eint die große Meute: "Hoffentlich bleibt es trocken."

Auf das Wetter hat Hans-Jörg Eggert keinen Einfluss, aber ansonsten hat der Cheforganisator des Radsportvereins wieder perfekte Vorarbeit geleistet. Das Thema Sicherheit stand dabei an vorderster Stelle: "Die Gesundheit der Aktiven geht über alles", sagt der 52-Jährige, der in seiner Rennsportkarriere selber mehrfach die "Nacht" gefahren ist. Neben einer umfassenden Einrahmung der Strecke mit Absperrgittern und der kompletten Sperrung der Kirchstraße trägt auch die Platzierung eines Motorrads hinter dem Feld mit Funkkontakt zum Führungsfahrzeug zur Sicherheit bei. "Wir betreiben im weiten Umfeld mit Abstand den größten Aufwand", vergleicht Eggert das RSV-Rennen mit anderen Veranstaltungen. Trotzdem weiß er auch: Die Strecke ist sehr eng, und es wird ein extrem hohes Tempo gefahren. Da kann man nicht ausschließen, dass es mal kracht." In den letzten beiden Jahren kam es zu tatsächlich Stürzen. 2011 musste das Rennen nach einer Kollision von Henrik Eggers (BG Langenhagen) mit einem Gitter sogar von 60 auf 45 Runden verkürzt werden. 2012 ging Falk Hepprich (Team Regio SF) in der Kirchstraße zu Boden, das Rennen wurde für fünf Minuten unterbrochen. Als Anerkennung für das Sicherheitskonzept des Vereins wertete Hansi Eggert, dass beide Piloten für dieses Jahr wieder gemeldet haben.

Beide gehören sogar zum großen Kreis der Favoriten. "25 bis 30 Fahrer kommen für den Sieg in Frage", glaubt Eggert. Den eigenen Amateuren räumt er immerhin Außenseiterchancen ein. Einem Sprinter wie dem erfahrenen Bernd Brune ("Der sieht Lücken, wo keine sind") oder einem Tempobolzer wie Marius Dotzauer ("Auf ihn setzen wir, wenn es ums Wegfahren geht") traut Eggert heute etwas zu. Dass es nahezu ausgeschlossen ist, den historischen Doppel-Erfolg des Vorjahres zu wiederholen, als mit Felix Schäfermeier und Christoph Dargatz zwei Grün-Blaue auf der Rundstrecke und im Dernyrennen triumphierten, weiß der Veranstaltungschef allerdings auch.

Ganz oben auf der Favoritenliste steht neben anderen Nils Plötner (Team Stölting), der im Vorjahr mit Schäfermeier das gesamte Feld überrundete und dann im Endspurt den Kürzeren zog. KT-Profi Jan-Niklas Droste (Team Heizomat) gewann im Vorjahr das RSV-Rennen in Steinhagen. Und mit dem Team Ur-Krostitzer kommt der frühere Telekom-Profi Erik Baumann, der 2012 Dritter des Dernyrennens wurde. Ein Top-Kandidat ist auch der 28-jährige Tscheche Jiri Nesveda, dem 2009 sogar das Double gelang.

Das offizielle Programmheft der 35. Volksbank City-Nacht mit ausführlichen Informationen liegt der heutigen Ausgabe bei.

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