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50 Bilder hat Jürgen Loos an seinem Computer erstellt, um das Angebot des Post SV Gütersloh zu dokumentieren. Dazu zählt das Portrait der Gymnastiktrainerin Ilse Schmiegel, die gerade Ältere für den Sport begeistern will. - © FOTO: HENRIK MARTINSCHLEDDE
50 Bilder hat Jürgen Loos an seinem Computer erstellt, um das Angebot des Post SV Gütersloh zu dokumentieren. Dazu zählt das Portrait der Gymnastiktrainerin Ilse Schmiegel, die gerade Ältere für den Sport begeistern will. | © FOTO: HENRIK MARTINSCHLEDDE

Der Post SV Gütersloh in 50 Bildern

Jürgen Loos hat zum 60. Vereinsgeburtstag eine Ausstellung in der Sparkasse konzipiert

VON CARSTEN BIERMANN
13.12.2011 | Stand 12.12.2011, 20:33 Uhr

Gütersloh. Der 50. Geburtstag wurde groß gefeiert. Und auch den 60. wollte der Post SV Gütersloh nicht unbemerkt verstreichen lassen. Schließlich kam die Idee, den Verein in die Öffentlichkeit zu bringen - mit einer Ausstellung. In der Gütersloher Sparkassenzentrale am Rathaus sind bis Jahresende Bilder zu sehen, die das Sportangebot beleuchten.

Von der ersten Idee des Projekts, die der 2. Vorsitzende Dariusz Jakubowski hatte, bis zur Umsetzung verstrich einige Zeit. "Wir wussten erst gar nicht, dass wir in unserem Verein jemanden haben, der diese Dokumentation erstellen kann", erklärt der 1. Vorsitzende Heinz-Erich Heitland. Schließlich wurde der Vorstand auf Jürgen Loos aufmerksam. Der 73-Jährige arbeitete bis zur Pensionierung im Jahr 2002 als Grafikdesigner bei Bertelsmann. Obwohl schon rund 40 Jahre lang in Gütersloh zu Hause, trat er erst vor zwei Jahren in den Verein ein. "Ich wollte mich neu orientieren", berichtet Loos, ein früherer Marathonläufer, der in seinem Leben schon viele Sportarten ausprobiert hat. Bei der Idee, es mit Tischtennis zu versuchen, entdeckte er den Post SV. Abteilungsleiter Jakubowski begeisterte ihn schließlich von dem Projekt.

Schnell waren sich die Beteiligten einig, den Breitensportcharakter des Vereins in den Mittelpunkt zu stellen. "Unser Angebot richtet sich besonders an Ältere", sagt Heitland. Eine zentrale Bedeutung nehme dadurch der "gesundheitliche Aspekt des Sports" ein.

Diesen wollte Loos in seiner Fotodokumentation herausarbeiten. Nacheinander widmete er sich den fünf Abteilungen des Post SV - möglichst unvoreingenommen. "Zunächst habe ich mich mit den Übungsleitern zum Kaffee getroffen und mein Vorhaben erläutert", erklärt Loos. Dann besuchte er mit seiner Kamera die Trainingsabende, suchte sich Darsteller und lichtete sie bei ihren Aktivitäten ab. Mit vielen Bildern verknüpfen sich Geschichten. Wie bei einer 87-jährigen Gymnastin, deren Beweglichkeit Loos tief beeindruckte: "Nur vom Zugucken habe einen Bandscheibenvorfall bekommen." Dabei sei ihm erneut bewusst geworden, dass "Leistung sich nicht nur in Ergebnissen und Tabellen messen lässt." Dies dem Betrachter vor Augen zu führen nennt er als wichtiges Ziel seiner Arbeit.

In einem dreiviertel Jahr schoss Loos rund 1.000 Fotos. 50 wählte er für die die Ausstellung aus. Zum Teil Portraits, aber auch Collagen, die er am Computer erstellt hat. Zu jedem Bild gehört ein erklärender Text, was den Menschen und seine Sportart so besonders macht. "Es ist nie zu spät", rät beispielsweise die Gymnastiktrainerin Ilse Schmiegel, den Körper auch im Alter gelenkig zu halten, um das Risiko von Stürzen und Verletzungen zu vermindern.

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