Marian Stockmann löste sich in der Schlussphase aus der Manndeckung und markierte die Tore 32:29 und 33:30 für die HSG Gütersloh. - © Uwe Kramme
Marian Stockmann löste sich in der Schlussphase aus der Manndeckung und markierte die Tore 32:29 und 33:30 für die HSG Gütersloh. | © Uwe Kramme

Kreis Gütersloh Handball-Verbandsligist HSG Gütersloh gewinnt 33:31 bei der TSG Harsewinkel

Marian Stockmann  ist mit elf Treffern der überragende Spieler des Kreisderbys

Uwe Kramme

Harsewinkel. „Auswärtssieg“, so beschwingt wie gestern Abend haben die Gütersloher Verbandsliga-Handballer in dieser Saison selten gefeiert. Doch der Stachel der 20:24-Hinspielniederlage gegen die TSG Harsewinkel hatte auch tief gesessen. „Ich denke, dieser Erfolg ist aber auch nicht unverdient“, kommentierte Olav Schomakers das 33:31. „Wir sind auch in den kritischen Phasen ruhig geblieben“, urteilte der Interimstrainer der HSG mit Blick auf den 7:11-Rückstand oder den 29:30-Anschlusstreffer der Gastgeber durch Florian Öttking. Manuel Mühlbrandt mochte dem Kollegen nicht widersprechen. „Wir haben heute nämlich gezeigt, dass man nicht für einen Sieg in Frage kommt, wenn jeder für sich spielt“, maulte der TSG-Coach. „Nach dem Seitenwechsel hatten die Gütersloher zwar auch Glück, aber bei uns hat ja in der Abwehr weiterhin jeder versucht, sein eigenes Süppchen zu kochen.“ Zwei Spieler, die in der kommenden Saison ihr Glück in der Oberliga suchen, drückten dem von viel Angriffslust und wenig Deckungsfreude geprägten Derby in der 1. Halbzeit ihren Stempel auf. Luca Sewing, den es von der TSG Harsewinkel zur TSG Altenhagen-Heepen zieht, nutzte Längenvorteile und Wurfgewalt zu sechs Treffern, davon fünf aus dem Rückraum und zum Teil aus dem Stand. Auf der Gegenseite gab Marian Stockmann, der zu den Sf Loxten wechselt, mit seinen dynamischen Antritten der Harsewinkeler Deckung Rätsel auf. Neben seinen sieben Treffern visierte er ein halbes Dutzend Mal Aluminium an. Die Trainer reagierten in der Pause. Luca Sewing wurde von Christian Bauer kurz genommen und Marian Stockmann von Florian Öttking. Weil sich die Gütersloher trotzdem zum 25:21 absetzten, ließ Mühlbrandt mit Steffen Feldmann auch noch den zweiten HSG-Rückraumwerfer in Manndeckung nehmen. „Aber darauf waren wir vorbereitet“, ssagte Schomakers, der seine Torjäger am Ende auf den Außenpositionen geparkt hatte. Tatsächlich boten die Gütersloher über Max Kollenberg, Jan Kuster und Mirko Torbrügge ordentliche spielerische Lösungen für diese Situation an. „Hätten wir unsere Chancen besser genutzt, wäre es noch klarer ausgegangen“, sagte deshalb auch ihr Trainer. „Ich hatte meinen Jungs genug Lösungsmöglichkeiten aufgemalt, aber gut aufgepasst haben sie nicht und lieber jeder für sich eine Lösung gesucht“, mäkelte dagegen Mühlbrandt.Statistik TSG Harsewinkel: Dähne, Kaup (ab der 10. Minute) – Pelkmann (2), Stumpe, Öttking (6), St. Claire (1), Hilla (6), Stoeckmann (1), Brown, Bröskamp (4), Frieling (1), Damann, Sewing (10/2). HSG Gütersloh: Rogalski, Kleeschulte – Schröder (1), Kuster (4), Stockmann (11/5), Schicht, Bauer (2), Kracht, Klinksiek, Diekmann (2), Kollenberg (7), Torbrügge (3), Hark (1), Feldmann (2).

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