Gütersloh Tur Abdin Gütersloh zieht Mannschaft zurück

Fußball: Bezirkligist will Neuanfang in der Kreisliga A starten. FC Kaunitz profitiert

Markus Schumacher

Gütersloh. Tur Abdin Gütersloh hat seine Mannschaft mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb in der Fußball-Bezirksliga zurückgezogen. Das Team ist damit erster Absteiger in die Kreisliga. Getroffen wurde die Entscheidung am Sonntagabend von einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des aramäischen Kulturvereins. Im Vereinsheim an der Eichenallee folgten die 50 anwesenden Mitglieder mehrheitlich dem Kurs des neugewählten Vorstands, der nicht mehr bereit war, den Spielbetrieb in der Bezirksliga zu finanzieren. Die ersten Spieler hatten sich noch im alten Jahr abgemeldet und sind bei anderen Vereinen untergekommen. "Die andere Hälfte der Spieler wird in unserer zweiten Mannschaft integriert. Wir werden in der kommenden Saison einen Neuanfang wagen", sagte Amsih ("Habib") Dik, der stellvertretende Vorsitzende. Nach einem glänzenden Saisonstart hatte Tur Abdin als Aufsteiger sogar für einige Spieltage die Tabelle der Bezirksliga angeführt. Mit der Ankündigung der Neuausrichtung und mehreren Rotsperren begann im Oktober allerdings eine rasante Talfahrt. Sie führte die Mannschaft vom Kamphof auf den drittletzten Platz. Zum 30. November 2015 hatte Trainer Michael Esen das Handtuch geworfen und an Josef Kotzott übergeben. Die Auswirkungen auf die Tabelle sind nicht unerheblich, da sämtliche Spiele von Tur Abdin nicht gewertet werden. Spitzenreiter FC Türk Sport (3:2-Sieg) werden drei Punkte abgezogen und der FC Kaunitz (2:2) rückt zwei Punkte näher an den Primus heran. Den Aramäern Gütersloh, die mit dem 2:1 gegen Tur Abdin ihren einzigen Saisonsieg landeten, bleiben mit einem Punkt Letzter.

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