Kreisläufer: Manuel Mühlbrandt wurde umfunktioniert.
Kreisläufer: Manuel Mühlbrandt wurde umfunktioniert.

Harsewinkel Bröskamp rettet einen Punkt

Handball: Verbandsligist TSG Harsewinkel steigert sich in der 2. Halbzeit

Uwe Kramme

Harsewinkel. 32 Sekunden vor Schluss erzielte Sven Bröskamp gestern das 29:28 für die TSG Harsewinkel und trotzdem reichte es für den Handball-Verbandsligisten nicht zu einem Sieg gegen LiT NSM II. Nach einer Zeitstrafe gegen Max-Julian Stoeckmann erzielte Jan Rodenberg elf Sekunden vor dem Abpfiff noch das 29:29 für die Gäste. "Wenn du nach so einer 1. Halbzeit noch einen Punkt mitnimmst, musst du zufrieden sein", ließ Hagen Hessenkämper keine Diskussionen über die Bewertung des Remis aufkommen. Warum es für den Sechsten nicht zu einen größeren Fortschritt in der Tabelle gelangt hatte, lag für Hessenkämper auf der Hand: "Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht." Vor allem die schlechten Abschlüsse nervten den Harsewinkeler Coach. "Wir haben die Chancen, aber wir nutzen sie nicht, weil die letzte Konzentration fehlt." Tatsächlich nahm der starke Gästekeeper Sebastian Hanf den Hausherren allein in der 1. Halbzeit zehn Hundertprozentige weg. Dass die Harsewinkeler nach dem 12:15 zur Pause, dem 17:22 und dem 19:24 überhaupt noch einmal ins Spiel zurückkamen, hatten sie einer Steigerung in der Deckung zu verdanken. Allmählich bekamen sie Rodenberg, der ihnen in der 1. Halbzeit mit seinen Distanzwürfen Rätsel aufgegeben hatte, und die Kreisanspiele in den Griff. Am Ende lebten die Gäste nur noch von Karsten Gerling, der die munter hin und her wechselnden Keeper Steffen Schumacher und Johnny Dähne immer wieder austrickste. Zum 21:25 und 21:26 schenkte der LiT-Rechtsaußen ihnen sogar in Unterzahl ein. Aber Hessenkämper vermisste in dieser mitunter zerfahrenen Partie ohnehin das letzte bisschen Aufmerksamkeit in der Deckung. Bei der Aufholjagd, die mit dem 27:27 durch Manuel Mühlbrandt den ersten und durch das 28:28 des mutig in die Gästedeckung gehenden Bröskamp den zweiten Ausgleich brachte, fruchteten bei der TSG einige Umstellungen. Mühlbrandt, der aus dem Rückraum seine gewohnte Durchschlagskraft vermissen ließ, war schon zu Beginn der 2. Halbzeit an den Kreis gewechselt. Der etatmäßige Kreisläufer Stoeckmann kam im Abwehr-Angriff-Wechsel mit Luca Sewing nur noch hinten zum Einsatz. Damit waren die personellen Möglichkeiten der Gastgeber aber auch schon ausgeschöpft. Dass sie nur über einen Auswechselspieler verfügten ,war auch ein Grund für die insgesamt doch sehr überschaubare Leistung.

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