Sport wird zur Nebensache: Viele Hermannsläufer laufen oder wandern im Dienst der guten Sache und/oder machen mit fantasievollen Kostümen, wie im letzten Jahr Marco Bunge aus Büren, auf sich aufmerksam. - © Sarah Jonek
Sport wird zur Nebensache: Viele Hermannsläufer laufen oder wandern im Dienst der guten Sache und/oder machen mit fantasievollen Kostümen, wie im letzten Jahr Marco Bunge aus Büren, auf sich aufmerksam. | © Sarah Jonek

Bielefeld Hermannslauf für den guten Zweck

Die zweite Mannschaft der SpVg Heepen verlegt Fußballspiel, um zugunsten von Fruchtalarm teilzunehmen. Busse werden für den Lauf umgeleitet

Jessica Matyschok

Bielefeld. Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit - Sportfreunde aus ganz Ostwestfalen laufen beim Hermannslauf gegen die Zeit. Doch neben den Sportlern, bei denen das Ergebnis im Fokus steht, gibt es auch Läufer, die die 31,1 Kilometer von Detmold nach Bielefeld für einen guten Zweck laufen. Für Tim Weinberger, Leiter der Drogenberatungsstelle und Ludger Thißen, Sozialmitarbeiter der Fachstelle Suchtvorbeugung, heißt es dann am Sonntag: "walk-in - gerne im Wald unterwegs". Denn sie laufen die Strecke zugunsten eines Projektes, das Kinder aus suchtbelasteten Familien unterstützt. Mit den erzielten Spenden wird ein Gruppenangebot auf einem Waldgrundstück finanziert, so Weinberger. Beide Läufer freuen sich über eine Spende - egal ob Festbetrag oder pro gelaufenem Kilometer. "Aber Achtung, wir kommen bestimmt an", sagen die Läufer. Auch die zweite Fußballmannschaft der SpVg Heepen ist am Sonntag dabei. Doch die zehn Männer werden den Hermannslauf nicht laufen, sondern wandern, sagt Trainer Sebastian Klemme. Private Sponsoren im Freundes- und Bekanntenkreis spenden getreu dem Motto: "Einen Euro für einen Kilometer", sagt Klemme. Das Geld geht an Fruchtalarm, ein Projekt für krebskranke Kinder. Um den Hermann überhaupt wandern zu können, habe der Verein sogar das Spiel am Sonntag vorverlegt und bedankt sich beim Gegner aus Vilsendorf. Damit die Fußballer sowie alle anderen Läufer optimal betreut werden, sind auch in diesem Jahr Sanitäter an der Strecke stationiert. Die Organisationen "Johanniter Unfall-Hilfe", das "Deutsche Rote Kreuz" und der "Arbeiter-Samariter-Bund" sind teilweise ehrenamtlich mit 140 Sanitätern vor Ort, um Sportler oder Zuschauer versorgen zu können, sagt Heiner Hofmann, Geschäftsführer des Rettungsdienstes. Und auch für die Zuschauer gibt es eine Möglichkeit, etwas für den guten Zweck zu tun. Unter dem Motto "Lass laufen!" bietet der Spendedienst Bethel von 12 Uhr bis 16 Uhr an, Blut zu spenden. Der Leiter der Einrichtung, Klaus Leimkühler, hofft, dass viele Besucher vom Zieleinlauf den kurzen Weg zum Spendedienst am Haus Gilead I einschlagen werden. Beachten müssen die Zuschauer folgende Information: "Die Linien 29, 30, 34, 36 und 39 werden voraussichtlich zwischen 12 Uhr und 16 Uhr umgeleitet. Außerdem könne es zu Verspätungen kommen", sagt Yvonne Liebold von MoBiel.

realisiert durch evolver group