Handball GWD Minden: Doder freut sich auf die "Mutter aller Derbys"

Der Handball-Bundesligist erwartet am Sonntag den Nachbarn TuS N-Lübbecke

Rainer Placke

Minden (pla). Viel geschlafen hatte Dalibor Doder in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nicht. "Nach Spielen gelingt mir das sowieso nicht. Ich habe mich ein wenig darüber geärgert, dass wir nicht den ersten Saisonsieg gelandet haben", meinte der 38-jährige Spielmacher von Handball-Bundesligist GWD Minden nach dem 24:24 seiner Mannschaft bei der HSG Wetzlar. Gleichwohl richtete der GWD-Regisseur seinen Fokus auf die bevorstehende "Mutter aller Derbys" gegen den TuS N-Lübbecke. Am Sonntag kommt es zur 66. Auflage dieses Prestige trächtigen Duells. Dalibor Doder, seit Beginn dieser Serie auch Spielführer bei GWD Minden, sieht sein Team nicht unbedingt als Favorit in der Partie gegen den mit zwei deutlichen Niederlagen in die Saison gestarteten Nachbarn. Emotionen und ein kühler Kopf "Das Derby ist speziell. Da spielt es keine Rolle, welche Ergebnisse man vorher erzielt hat. Es wird auf der einen Seite über die Emotionen, aber auch über einen kühlen Kopf entschieden", weiß der erfahrene Doder, der gerade "diese emotionalen Spiele vor ausverkaufter Halle liebt" . Sein Trainer Frank Carstens attestierte seiner Mannschaft in Wetzlar vor allem "kämpferisch eine tolle Leistung" und hofft "diesen Schwung mit in das Derby transportieren zu können". Dabei kann er wie schon in Wetzlar sowohl auf den angeschlagenen Marian Michalczik als auch Nenad Bilbija im linken Rückraum bauen, der nach langer Leidenszeit wichtige Akzente setzte. Aufsteiger Lübbecke als Außenseiter Aufsteiger TuS N-Lübbecke geht als Außenseiter in das 66. Derby und will laut Trainer Aaron Ziercke "Kampf und Leidenschaft in die Waagschale werfen". Der Lübbecker Coach, der als Spieler GWD Mindens eine positive Derbybilanz aufzuweisen hat, weiß natürlich um die besondere Atmosphäre, die "mein Team vielleicht tragen kann". Fraglich ist bei den Gästen lediglich noch der Einsatz des polnischen Abwehrchefs Piotr Grabarczyk, der nach seinem Bänderriss die Defensive stabilisieren könnte.

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