Das offizielle Meisterfoto: Die Spieler des TuS N-Lübbecke präsentieren nach dem Schlusspfiff die echte Meisterschale, die ihnen von Ex-Nationaltorhüter Andreas Thiel überreicht worden war. - © Eibner
Das offizielle Meisterfoto: Die Spieler des TuS N-Lübbecke präsentieren nach dem Schlusspfiff die echte Meisterschale, die ihnen von Ex-Nationaltorhüter Andreas Thiel überreicht worden war. | © Eibner

Hüttenberg TuS N-Lübbecke verliert beim TV Hüttenberg

2. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke kassiert zum Abschluss die vierte Saisonniederlage beim Mitaufsteiger, der durch das 25:19 auf den zweiten Platz springt

Rainer Placke

Hüttenberg. "Es tut zwar nicht mehr weh, aber mich wurmt es schon". Aaron Ziercke, Trainer des TuS N-Lübbecke, musste am letzten Spieltag der Saison eine 19:25 (10:12)-Niederlage beim TV Hüttenberg einstecken. Der künftige Handball-Bundesligist schaffte es zum Saisonabschluss nicht, die Spannung so hoch zu halten, um gegen die ungemein motivierten Hausherren mit der letzten Entschlossenheit dagegen zu halten. Als die Partie beendet war und die Nachricht der Niederlage des DJK Rimpar Wölfe die Runde machte, brachen alle Dämme. Denn Aufsteiger TV Hüttenberg sprang in letzter Sekunde auf den zweiten Platz und steigt wie auch der Rangdritte TSG Friesenheim gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke in die erste Liga auf. "Wir haben es einfach nicht geschafft, den Spannungsbogen in der entscheidenden Phase hoch zu halten" Aaron Ziercke hätte das letzte Saisonspiel zwar liebend gerne mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen, doch der TV Hüttenberg investierte letztlich mehr. "Wir haben es einfach nicht geschafft, den Spannungsbogen in der entscheidenden Phase so hoch zu halten, wie es notwendig gewesen wäre", meinte Ziercke. Die entscheidende Phase der Begegnung begann nach dem Seitenwechsel. Da gelang es den um jeden Zentimeter kämpfenden Hausherren sich zunächst vom 15:12 auf 18:12 und später auf 20:13 abzusetzen. Die Hüttenberger waren geradezu beseelt von dem Gedanken, mit einem Sieg den Aufstieg schaffen zu können. "Da war die Partie entschieden", so Ziercke. Gleichwohl wollte sich der Lübbecker Trainer die "tolle Saison" nicht von der vierten Niederlage kaputt reden lassen. "Ich habe Verständnis für meine Mannschaft, die unter dem Strich eine herausragende Serie abgeliefert hat. Immerhin sind wir mit deutlichem Vorsprung Meister geworden. Das kann uns keiner mehr nehmen", wirkte Ziercke fast schon ein wenig trotzig, als er auf die 38 Spieltage der Saison kurz zurückblickte. Wenig später hatte Aaron Ziercke schon etwas bessere Laune. "Ich ärgere mich am meisten darüber, dass ich mich so ärgere", meinte der 45-Jährige Augen zwinkernd. Noch etwas besser wurde Zierckes Laune, als Ex-Nationaltorhüter Andreas Thiel dem TuS N-Lübbecke ganz offiziell die Meisterschale überreichte. Eine besondere Ehrung wurde außerdem Pontus Zetterman zuteil: der schwedische Rückraumspieler ist der beste Feldspieler der 2. Handball-Bundesliga. Dies entschieden die Trainer und Manager der 2. Liga, indem sie dem 23-jährigen Linkshänder, der seit Anfang 2016 als Rückraumspieler in Lübbecke unter Vertrag steht, die meisten Stimmen bei der Wahl zum "Wertvollsten Spieler" gaben. Und so fand die letzte Auswärtsfahrt der Serie 2016/2017 aus Sicht des TuS N-Lübbecke trotz der vierten Saisonniederlage noch einen versöhnlichen und erfreulichen Abschluss.

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