Nur schwer zu bremsen: Rückraumspieler Ante Kaleb markierte gestern sieben Treffer. - © Oliver Krato
Nur schwer zu bremsen: Rückraumspieler Ante Kaleb markierte gestern sieben Treffer. | © Oliver Krato

Lübbecke TuS N-Lübbecke braucht noch einen Punkt bis zur Bundesliga

2. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke schafft zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege an einem Doppelspieltag

Rainer Placke

Lübbecke. "Wir können auch Doppelspieltage". Aaron Ziercke, Trainer des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke, war gestern Abend allerbester Laune. Zum ersten Mal in dieser Saison gewann der souveräne Tabellenführer der 2. Bundesliga auch das zweite Spiel des anstrengenden Wochenendes: beim 28:23 (15:12) gegen TuSEM Essen zeigte der Spitzenreiter eine über weite Strecken sehr souveräne Leistung. "Ich bin mega-stolz auf die Mannschaft, von der ich vor der Partie schlicht und einfach mentale Stärke gefordert hatte. Das hat sie mit viel Leidenschaft und Herz umgesetzt", freute sich Ziercke, der sich nach der Begegnung bei jedem einzelnen Spieler persönlich bedankte. "Ich kann es gar nicht mehr so richtig abwarten" Da der Rangvierte DJK Rimpar gestern Abend mit 28:29 bei der HSG Konstanz verlor, fehlt dem Tabellenführer (der hat 12 Punkte Vorsprung auf den vierten Rang) lediglich ein Punkt, um den Wiederaufstieg perfekt zu machen - der soll am kommenden Samstag beim TV Neuhausen geholt werden. "Da werden wir Vollgas geben", versprach Aaron Ziercke den nächsten engagierten Auftritt seiner Mannschaft. "Die Belohnung für die harte Arbeit steht kurz bevor. Ich kann es gar nicht mehr so richtig abwarten", freute sich Kreisläufer Nils Torbrügge nach dem mit zwei Siegen absolvierten Doppelspieltag, der "viele Körner gekostet hat". "Wir haben eines unserer besseren Heimspiele abgeliefert. In der Abwehr waren wir sehr konzentriert und vorne haben wir den Ball richtig gut und schnell laufen lassen", ergänzte Spielmacher Kenji Hövels, der wieder einmal geschickt Regie führte und seine Nebenleute immer wieder in Position brachte - zudem trat der quirlige Mittelmann als fünffacher Torschütze in Erscheinung. Häufiger trafen nur Ante Kaleb (der Kroate wird immer besser) und Linksaußen Jens Bechtloff, der auch gestern Abend Augen zwinkernd beteuerte, nicht zu wissen, wann man den Aufstieg denn perfekt gemacht habe. "Ich weiß nur eines: wir sind nicht mehr weit davon entfernt", so ein glänzend gelaunter Bechtloff. Zu den Leistungsträgern des Tabellenführers gehörte auch wieder Kapitän Nikola Blazicko, der seinem starken Auftritt vom Freitag in Dessau das nächste überragende Spiel folgen ließ. "Wir kommen meinem Traum, die Karriere mit der Rückkehr in die erste Liga beenden zu können, immer näher", jubelte der 39-Jährige, der unter großem Applaus in der 55. Minute Peter Tatai Platz machte. Bis dahin hatte sich der TuS N-Lübbecke einen 27:20-Vorsprung herausgeworfen, weil die Mannschaft Aaron Zierckes von Beginn an sehr fokussiert wirkte. "Man hat jedem Spieler angemerkt, dass er unbedingt gewinnen wollte. Ich kann nur den Hut vor der Mannschaft ziehen, die ganz konsequent ihren Weg geht", war Ziercke voll des Lobes für seine Spieler. Vor dem stark haltenden Nikola Blazicko zeigte die Lübbecker Abwehr eine vorzügliche Leistung, weil jeder einen Schritt mehr für seinen Nebenspieler machte und damit eine Kompaktheit herstellte, gegen die Essen nicht den Hauch einer Chance hatte. Und im Angriff lief der Ball zeitweise schnell und sehenswert, bis eine Möglichkeit herausgespielt war. "Der TuS N-Lübbecke hat uns mit seiner körperlichen Präsenz überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen. Die Mannschaft hat eine tolle Qualität und steht vollkommen zu Recht an der Tabellenspitze", meinte Essens Trainer Stephan Krebietke.

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