Erste Gehversuche unternommen: Pontus Zetterman (r.) beobachtet mit Ante Kaleb das Geschehen in Würzburg. - © Stefan Pollex
Erste Gehversuche unternommen: Pontus Zetterman (r.) beobachtet mit Ante Kaleb das Geschehen in Würzburg. | © Stefan Pollex

Lübbecke Delegation des TuS N-Lübbecke beim Final Four in Hamburg

Beeindruckt von Dynamik und Intensität

Rainer Placke

Lübbecke. Freitagabend Würzburg, am Wochenende Hamburg - das waren die Stationen von Aaron Ziercke, dem Trainer des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke. Der ließ es sich genauso wenig wie Teammanager Zlatko Feric nehmen, das Final Four live vor Ort zu erleben. "Das Tempo, die Dynamik und vor allem die Intensität waren schon sehr beeindruckend", meinte Ziercke nach den Pokalspielen. Dort sah er die Teams, gegen die der TuS N-Lübbecke ab der kommenden Saison wieder antreten wird. "Drei der vier Teams beim Final Four stellen die deutsche und internationale Spitze dar. Wir werden ja nicht an jedem Wochenende auf Gegner eines solchen Kalibers treffen. Doch man konnte ziemlich gut sehen, welche Herausforderungen in der ersten Liga auf uns zukommen werden", ergänzte Ziercke. Doch der 45-Jährige beschäftigte sich auch noch mit der letzten Begegnung seiner Mannschaft am Freitagabend (wir berichteten bereits). Dem Spielverlauf nach war Ziercke mit der 29:29-Punkteteilung beim Rangvierten DJK Rimpar Wölfe zufrieden, denn immerhin hatte sein Team dabei einen 22:26-Rückstand aufgeholt. "Der Charakter der Truppe ist einwandfrei. Wir sind trotz des Rückstands nicht total nervös geworden", freute sich der Coach. Dabei unternahm Linkshänder Pontus Zetterman nach seinem Bänderriss die ersten Gehversuche nach der Pause. "Er soll langsam wieder reinkommen, deshalb war sein Mitwirken wichtig", sagt Ziercke zu dem Kurzeinsatz des Schweden. Das heißt, dass der TuS N-Lübbecke im nächsten Heimspiel am kommenden Samstag gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim wieder mit dem kompletten Kader antreten kann. Fünf Siege sind die Lübbecker noch von der Rückkehr ins Handball-Oberhaus entfernt. "Wir denken wirklich nur von Spiel zu Spiel. Wenn dann die Rückkehr in die erste Bundesliga feststeht, freuen wir uns umso mehr", sagt Ziercke, der auf den Lauf und die Entwicklung seiner Mannschaft vor Serienbeginn zwar gehofft, ihn aber nicht in dieser Souveränität erwartet hatte. "Wir wollten eine geile Saison spielen, das hatte ich vor dem Start so formuliert. Ich denke, das ist uns bisher in weiten Teilen gelungen", ergänzt Aaron Ziercke. Der erste dieser noch zum Aufstieg fehlenden fünf Siege soll am kommenden Samstag, 15. April, in der Lübbecker Kreissporthalle gelingen, wenn sich die TSG Friesenheim vorstellt (Anwurf 19 Uhr). "Meine Mannschaft macht augenblicklich einen sehr fokussierten Eindruck und möchte ein vernünftiges Spiel vor dem heimischem Publikum abliefern", freut sich Ziercke über die Stimmung innerhalb des Teams, das nur noch wenige Schritte von der Krönung der Saison entfernt ist.

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