Gute Laune: Linksaußen Tim Remer gehörte beim Pflichtsieg des Tabellenführers zu den positiven Erscheinungen der Gastgeber, er war auch für den schönsten Treffer des Abends verantwortlich. - © Oliver Krato
Gute Laune: Linksaußen Tim Remer gehörte beim Pflichtsieg des Tabellenführers zu den positiven Erscheinungen der Gastgeber, er war auch für den schönsten Treffer des Abends verantwortlich. | © Oliver Krato

Lübbecke TuS N-Lübbecke holt den nächsten glanzlosen Arbeitssieg

2. Handball-Bundesliga: Wenn der TuS N-Lübbecke die nächsten fünf Spiele gewinnt, steht die Rückkehr in die Bundesliga fest. Tim Remer sorgt mit Dreher für sehenswerten Höhepunkt

Rainer Placke

Lübbecke. Der TuS N-Lübbecke arbeitet weiter an der sofortigen Rückkehr in die erste Handball-Bundesliga. Der Zweitliga-Spitzenreiter landete gegen die HG Saarlouis einen glanzlosen 32:27 (8:15)-Arbeitssieg und kam damit dem Saisonziel wieder einen Schritt näher. "Es zählt nur der Aufstieg, alles andere ist egal. Wenn wir so weitermachen, werden wir dieses Ziel bald erreicht haben. Wenn wir Meister werden, wäre das eine schöne Zugabe", brachte Linksaußen Tim Remer nach dem Schlusspfiff seine Empfindungen auf den Punkt. Der niederländische Linksaußen sorgte am Samstagabend für einen der wenigen Höhepunkte, als er in der 20. Minute mit einem genauso sehenswerten wie gefühlvollem Heber das zwischenzeitliche 12:9 markierte. "Wir haben uns am Anfang sehr schwer getan, weil die Abwehr nicht wie gewohnt stand. Dann ist es jedoch mit zunehmender Spielzeit besser geworden", hakte Remer den 13. Heimsieg der Mannschaft schnell ab. "Es zählt nur der Aufstieg, alles andere ist egal" Sein Trainer Aaron Ziercke sah das nach der Begegnung ähnlich. "Mir hat in der ersten Hälfte die aggressive Abwehrarbeit gefehlt. Als wir dann hinten kompakter gestanden haben, sind wir auch zu einigen einfachen Toren über die erste und zweite Welle gekommen", meinte Ziercke, der allerdings nicht vergaß, auf die Tatsache hinzuweisen, dass die Partie gegen Saarlouis bereits das 30. Pflichtspiel der Saison gewesen sei. Gleichwohl räumte er ein, man könne so langsam damit beginnen, angesichts des bevorstehenden Aufstiegs "die Spiele herunterzuzählen". Sollte der TuS N-Lübbecke die kommenden fünf Partien gewinnen, wäre die Rückkehr in die erste Liga perfekt. Allerdings muss allen Beteiligten klar sein, dass mit so Leistungen wie gegen die HG Saarlouis in der ersten Bundesliga kaum ein Spiel zu gewinnen sein wird. Da warten ganz andere Herausforderungen auf die Mannschaft, die sich am Samstagabend neben einer zunächst überschaubaren Abwehrleistung viele Ballverluste im Angriff erlaubte - eine Etage höher wird so etwas gnadenlos bestraft. Und so war es am Samstagabend der höheren individuellen Klasse einzelner Lübbecker Spieler geschuldet, dass sich die Hausherren erst kurz vor der Pause ein wenig absetzen konnten. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit erlaubte sich der TuS N-Lübbecke eine Schwächephase, so dass die HG Saarlouis beim 22:22 (43.) wieder den Ausgleich geschafft hatte. Erst als die Gastgeber das Tempo anzogen, hinten aggressiv zufassten und endlich das Spiel über den Kreis gesucht und gefunden wurde, konnten sich die Lübbecker entscheidend absetzen. "Bei etwas konzentrierterer Spielweise hätten wir gefühlt wesentlich deutlicher gewinnen können", ergänzte Linksaußen Tim Remer, der zu den Lichtblicken des Tabellenführers gehörte.

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